Dieses Mal gerät die wie immer charmante Miss Daisy Dalrymple nicht, wie sonst üblich, durch Zufall, sondern durch eigene Ermittlungsversuche in einen weiteren Mordfall. Ihr Schwager bekommt anonyme Briefe über eine längst vergessene, unbedachte Affäre. Und er ist nicht der einzige im Dorf. Also bricht Miss Daisy ganz harmlos (?!?) zu einer Sommerfrische auf dessen Landsitz auf und nimmt auch noch Alec Fletchers Tochter mit. Als dann der unvermeidliche Mord passiert, wird Scotland Yard gerufen, und Alec ist nicht begeistert darüber. Aber am Ende löst sich alles wieder in Wohlgefallen auf.
Als nette Unterhaltung mit einer Tasse Tee ist das Buch schon geeignet, aber ich vermisse ein wenig die Krimi-Handlung. Die Authorin beschäftigt sich meiner Meinung nach ein wenig zu sehr mit den Details und den gesellschaftlichen Konventionen der 20er Jahre in England, dabei kommt dann aber ein wenig die Handlung zu kurz, der Mord passiert auch erst in der 2. Hälfte des Buches. Mir haben die früheren Miss-Daisy Romane besser gefallen. Zwar waren in diesem Band schon irgenwie alle Zutaten der anderen Bücher enthalten, aber sie wirkten etwas lieblos zusammengestückelt, so als ob die Authorin die eigene Heldin ziemlich über hätte, was mir leid täte, denn ich mag die Miss-Daisy-Romane ansonsten wirklich gerne.