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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
If you happen to be running for your life, this album is for you...,
Rezension bezieht sich auf: Misled By Certainty (Audio CD)
Wenn ich 2010 musikalisch revue passieren lasse sehe ich einige tolle Alben, einige herausragende Alben und natürlich die obligatorischen Albumnieten (muss das sein!?!). Zu welchem dieser drei Typen Misled by Certainty gehört ist schnell geklärt: Trotz extrem harter Konkurrenz (2x The Ocean und eines von Intronaut verdammt!!) ist es eigentlich mein Album 2010. Hier finde ich keine Ausfälle. Jedes Lied ein absoluter Kracher. Das geht mir nicht bei vielen Alben so, speziell in diesem doch eher extremen Musikbereich.Nach der ganzen Lobhudelei jetzt aber zu dem was wirklich zählt: der Musik. Wie mein Vorredner schon sagte startet das Album bereits mit einem mächtigen Knall ("The Incorrigible Flame") hier geben sich Cephalic Carnage schon einmal "unverbesserlich" und ziehen ein Death-Grind-Brett aus dem Sack für das viele Bands ihre Seele verkaufen würden und schon stürzt man in dieses Album. Was jedoch bemerkenswert ist, ist, dass sie nach diesem doch schon bemerkenswerten Einstieg noch eine Steigerung in Sachen Intensität zu verzeichnen ist. Denn das Album zieht mit dem mit Wahnsinnsriffs ausgestatteten "Warbots A.M." noch einmal mächtig an. Der Song ist zwar für Cephalic Carnage Verhältnisse relativ Straight, jedoch behält er sich trotz des einen oder anderen Breaks einen unglaublichen Drive. Nach einer kurzen, nennen wir es mal "Überleitung" ist "Abraxas of Filth" angesagt, dass einem mit seinen verdrehten Melodien und seinem blitzschnellen Riffing geradezu den Schädel vom Hals schraubt. Dann kommt mit "Pure Horses" ein kleines Grindiges (oh ich liebe dieses Wort) Intermezzo. Mit "Cordyceps Humanis" kommt dann ein Lied, dass eine herrliche doomige (ja, ganz im Wortsinn) Atmosphäre verbreitet mit allem was dazugehört, langsame, mahlende, tiefe Riffs, makabere Melodien, Vocals vor denen sicher auch der eine oder andere Spitzenpredator davonläuft und Audiosamples die es einem kalt den Rücken runter laufen lassen. Danach nimmt das Album wieder Fahrt auf: "Raped by an Orb" gibt sich gleich von Anfang an als richtige Death-Metal-Diva und startet mit einem feinen Groove, ein bisschen Blast und kellertiefen Vocals schraubt sich dann immer weiter bis das technisierte Ende mit seinen krummen Takten, Breaks und Tempowechseln kommt. Danach kommt mit "P.G.A.D." wieder ein nicht ernst gemeintes blastiges Stelldichein. "Dimensional Modulation Transmography" hingegen startet verhältnismäßig verhalten mit langsamen Gitarrenriffs und Sprechgesang ehe es sich in eine pfeilschnelle Death-Grind-Furie verwandelt, um dann wieder etwas Fahrt herauszunehmen und in einem groovigen Mittelteil Stoner und Sludge Assoziationen zu wecken nur um dann nochmals dem Irrsinn zu verfallen und dann wieder mit langsamen Riffing und dem hypnotischen Sprechgesang zu beschließen. "Ohrwurm" wiederum startet mit einem kranken Bassriff das es in der Art selten zu hören gab. Alles in allem ist dieses Lied eine wunderbare Zusammenfassung der vieler Facetten dieses Albums und zeigt dass extremer technischer Death Metal nicht langweilig sein muss (Achtung: gibt auch ein recht krankes Video zum Lied). Als nächstes kommt mit "When I Arrive" ein Thrasher, den ich Anfangs relativ ungewöhnlich fand, jetzt dafür heiß liebe, vor allem seinen rockigen Endteil mit Klargesang. Als 11. Song steht dann mit "A King and a Thief" ein Deathgrind-Geschoss mit atmosphärischem Mittelteil an, das mich schwer beeindruckt (auch ob der Lyrics). In eine ähnliche Kerbe schlägt auch "Power and Force", das so ungehalten losgrindet, dass es eine wahre Freude ist. Danach kommt das 12 minütige Epos "Repangea" das durch eine durchwegs düstere Atmosphäre zu gefallen weiß. Entsteht auch aufgrund des wieder einmal formidabel (Saxophon) spielenden Bruce Lamont (den man übrigens auch bei "Ohrwurm" hören kann). Ein Lied vor allem durch seine ungewohnt ernste Atmosphäre (ähnlich wie G.lobal O.verhaul D.evice von Xenosapien). Hier machen Cephalic Carnage einfach alles richtig. Die seltsame Black Metal Parodie "Aeyeucgh!" als Abschluss nach den 12 Minuten Kopfkino zuvor mag zwar komisch wirken, jedoch ist es ein recht deutlicher Wink von Cephalic Carnage sie nicht allzu ernst zu nehmen. Alles in allem muss man dem Album eine beinahe schon abartige Catchy-ness bescheinigen. Hier hat jeder Song seinen Wiedererkennungswert. Was mir diesmal besonders gefällt ist, dass sich über das ganze Album verstreut Querverweise zu einander finden, was es ein wenig zu einem Konzeptalbum macht. Über das Konzept (Untergang der menschlichen Rasse) sollte sich jeder seinen eigenen Überblick verschaffen, da ich den Rahmen dieser Rezension sowieso schon ein bisschen Überdehnt habe. Was mir an diesem Album besonders Auffällt ist die beeindruckende und kreative Bassarbeit von Nick Schendzielos. Auch der neue Gitarrist Brian Hopp fügt sich offensichtlich gut in das Bandgefüge ein. Was einem zudem Auffällt ist die laaaange Liste an Gast-Acts von denen man abgesehen von den Keyboards und dem Saxophon, eigentlich nicht allzu viel merkt, solange man nicht weiß, dass sie existieren. Da ich jetzt sowieso schon die Aufmerksamkeitsspanne des typischen Internetbesucher überstrapaziert habe (falls sich jemand dadurch angesprochen fühlt an dieser Stelle noch einmal Hallo) möchte ich noch eine dringende Kaufempfehlung an alle Freunde von etwas ausgefallenerem nennen wir es "Buntmetal" aussprechen. P.S.: Der Rezensionstitel ist dem Text von "Warbots A.M." entlehnt (wenn auch ein wenig abgewandelt)... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Musikalischer Tritt ins Gesicht,
Von
Rezension bezieht sich auf: Misled By Certainty (Audio CD)
Mit "The Incorrigible Flame" beginnt dieses Album sofort mit dem, auf was man sich bei diesem Album durchweg freuen darf: musikalischer Wahnsinn. Unzählige Tonartwechsel, vertrackte Rythmen und technisch extrem versiertes Gefrickel wechselt sich ab mit brutalem, gnadenlosen Gebolze, bei dem die Pothead-Truppe aus den USA ihre beste Grindcore-Seite zeigt. Und dieser Wechsel zwischen technischem Death Metal und brachialem Grindcore funktioniert, wie von Cephalic Carnage gewohnt, absolut einwandfrei.Das Abwechslungsreichtum war man in diesem Ausmaß von der Band allerdings noch nicht gewohnt. So ist "When I Arrive" ein brachialer Thrasher, der letztlich sogar im Southern Rock ausartet und das lange "Repangaea" schleppt sich als eingängige, doomige Nummer mit ordentlichem Cleangesang durch. Man merkt schon - dieses Album ist sehr experimentell und ich rate es Allen, die auf experimentellen, progressiven Death Metal und Grindcore stehen. Unbedingt Reinhören! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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