Pressestimmen
»Der durch den Mischwald streifende Leser sieht Fotos und Bilder, erfährt von des Autors Gunst und Abscheu, von Familienglück und Künstlernot, stolpert von Gracián zum Blumengießen. Man amüsiert sich, doch mit leiser Ungeduld: Also, was will der Kapielski jetzt eigentlich? Und es dauert noch ein bisschen bis man merkt, wie die Ungeduld der Ruhe weicht. Bis man den Wald vor Bäumen sieht. Weil Thomas Kapielski, der Meister des Improvisierten, der Kunst- und Lebensbastelei, so sehr bei sich selbst ist wie nur wenige. Weil er der rechte Künstler einer Zeit ist, in der es alles im Überfluss gibt und bald gar nichts mehr. Die großen Themen nämlich, das Elend der Welt, die Liebe zu den Kindern und die vermaledeite Hoffnung, das alles beschäftigt Kapielski sehr wohl. Darüber schreibt er mit dem ehrlichsten Realismus, dem des eigenen Lebens.«
(Wilhelm Trapp Die Zeit )»Einer der großartigsten Schelmen unserer Zeit ist Thomas Kapielski... Mit der Beobachtungshingabe eines Kempowski, der Entlarvungsbrillanz eines Lichtenberg und dem Sprachwitz eines Morgenstern fällt der Autor mit Vorliebe über sein eigenes Metier her, den Kunstbetrieb mit seinem unausrottbaren Geniekult.«
(Oliver Jungen Frankfurter Allgemeine Zeitung )»... dafür ist Kapielski bekannt: für funkelnde Aphorismen wie für manchmal nicht ganz so funkelnde Witze, für Kalauer, Wortspielereien und Unsinnssätze, wie sie auch ein Martin Kippenberger nicht besser hätte ersinnen können.«
(Gerrit Bartels tagesspiegel.de )»Ein bisschen erinnert dieser Mischwald an die Hebel'schen Kalendergeschichten. [...] Man geht gern in diesem Mischwald spazieren, und am Wegesrand entdeckt man immer wieder Sätze, die man sich herausschreiben und in passenden Momenten vor sich hinmurmeln möchte. Mischwälder sind gegen die Zeitläufe und Widrigkeiten des Klimas besser gerüstet als Monokulturen. Von daher dürften auch die Kapielskischen Satzpflänzchen, die so unscheinbar im dichten Textwald herumstehen, vieles überdauern.«
(Ulrich Rüdenauer meier )»Vor allem aber schreibt er wunderbare Miniaturen, nachzulesen in seinem Band >Mischwald<.«
(Stern )Über den Autor
Thomas Kapielski wurde am 16. September 1951 in Berlin-Charlottenburg geboren. Er studierte Philologie, Physische Geographie sowie Philosophie an der Freien Universität Berlin.
Kapielski veröffentlichte ab den 1990er Jahren Texte u. a. in der Zeit, der FAZ, der Frankfurter Rundschau. Er arbeitet als Schriftsteller, Künstler, Musiker (Mitglied im »Original Oberkreuzberger Nasenflötenorchester«) und Dozent.