Misch Masch stellt erstens den zweiten Teil einer gerade begonnenen Reihe auf Four Music und zweitens ein Fallbeispiel der Angst des Autors vor der Rezension dar: wie soll ein DJ-Mix beurteilt werden, dessen technische Perfektion über die richtige Software für jeden und jede DJ frei verfügbar ist? Ein Mix, der so auch nie im dafür vorgesehenen Ort -dem Club- zu hören wäre, weil Zeit wie hier auf CD und demgegenüber in ekstatischen Nächten unterschiedlich organisiert ist? Ein guter DJ macht noch lange keine gute Mix-CD. Und diese Mix-CD macht eine Komprimierung von Genres, Hits und Lieblingsplatten. Dementsprechend überambitioniert kippen Freeform Five sogar Hard Rock, Ragga, New Wave oder Afrobeat in den Acid-Fleischwolf. Geil tanzbar und überfordernd klingt das hinterher, was vorher für sich feinstes Rohmaterial für verschwitzte Nächte hätte sein können. Der Bonus -eigene, rare Remixe von Isolee, Nerd, Elton John oder Alter Ego- riecht mehr als komisch: stinknormaler Filter-House; käsig und über alle Maßen pumpend. Eine CD mehr als lieb ist. Die andere kann sich dafür schon für einige Einsätze warmlaufen.