Der Spanische künstler Miro gilt als einer der ganz großen modernen Künstler, dessen Werke auf Auktionen heute oft mehrere Millionen Dollar erzielen.
Der Film zeigt Einiges aus dem Leben des Künstlers, seine Biografie, seine künstlerische Entwicklung, und lässt den Künstler - er starb kurz nach Beendigung des Films - oft selber zu Wort kommen.
Miró war von Anfang an ein äußerst eigenwilliger Mensch: zunächst musste er sich als BUchhalter sein Brot verdienen, weil der Vater eine künstler. Laufbahn dem SOhn verbot. Als dieser es ihm schließlich doch erlaubte, zeigte sich bald, dass Miró auch auf der Kunstakademie nicht richtig aufgehoben war: es zeigte sich zunehmend sein rebellisches Verhalten und seine mangelnde Bereitschaft, sich ausschließl. traditioneller Kunst zu widmen. Miró wollte sein eigenes Ding machen. Und da er sehr begabt war, fand er auch schnell seinen eigenen AUsdruck.
Wichtig war dabei seine Jugendzeit als - zunächst sehr armer - Maler, die er in Paris unter den anderen modernen Künstlern verbrachte. Mit Picasso lebte er eine Zeit lang zusammen, und teilte mit ihm alles; mit ihm verband ihn eine lange Freundschaft.
In seiner Kunst wurde Miró immer abstrakter, und reduzierte seine Bilder schließlich fast ausschließlich auf immer die gleichen, für ihn typischen Formen, z.B. den Stern, als ob er Symbole verschieden anordnen wollte.
Dabei wirkt seine Kunst recht einfach, naiv; manchmal könnte man seine BIlder gar für Kinderzeichnungen halten; und merkt erst spät, dass sich hinter seinen BIldern und Skulpturen große künstlerische Meisterschaft widerfindet.
Zum Abschluss wird eine junge Theatergruppe gezeigt, die sich in ihrer Darstellung sehr an Miró's Kunst anlehnt, und mit der der Meister auch zusammenarbeitet und sie unterstützt.
Die sehr surreale, phantastische Kunst, die auf Einen manchmal so wie Bilder und Symbole aus Träumen wirken, ist natürlich nicht Jedermann's Sache: sehr bizarr und rätselhaft, vermag man seine Kunst kaum zu entschlüsseln, wenn man sie denn entschlüsseln wollte. Es gibt kaum Anhaltspunkte auf Gegenständliches, Reales, auf Themen.
In dieser Hinsicht ist Miró "typisch modern", und war einer DER großen Wegbereiter dieser gegenstandslosen Kunst.
Für Miró- Fans natürlich wichtiger Film.
Ich fand ihn stellenweise etwas langatmig, und kann mich nur zum Teil mit Miró's Kunst anfreunden (etwas gefällt mir an seinen "einfachen" BIldern; aber es fällt mir äußerst schwer zu beschreiben, was!); aber sonst gut.