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Mirjam. Maria Magdalena und Jesus
 
 
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Mirjam. Maria Magdalena und Jesus [Gebundene Ausgabe]

Regina Berlinghof
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 620 Seiten
  • Verlag: Verlag Dietmar Klotz, Eschborn; Auflage: 2. Aufl. (8. April 1997)
  • ISBN-10: 3880742731
  • ISBN-13: 978-3880742734
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Regina Berlinghof
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Produktbeschreibungen

Frankfurter Rundschau, 22.5.1999, mim

Eine Liebesgeschichte also. Der Erzählerin geht es in der breit angelegten, aber kurzweiligen Geschichte nicht um historische Ausdeutung oder falsche Aktualisierung der spärlichen historischen Zeugnisse, sondern um das beziehungsreiche Wechselspiel zwischen Einst und Jetzt. Berlinghof tut das geschickt und mit Stilempfinden, und sie eröffnet neue Sichtweisen auf vermeintlich allzu Bekanntes.

Einblick, Augustheft 1997, David Luczyn

Selten erlaube ich es mir, dicke Bücher anzufangen, aber dieses hat es mir angetan, und so bin ich stundenlang in die Zeit des altenPalästina zur Zeit von Jesus von Nazareth eingetaucht, in die dieser Roman auf spannende und mitreißende Weise entführt. Es ist zu 2/3die Geschichte von Maria Magdalena (Mirjam), die ihr eigenes Leben vor und nach der ihrer Begegnung und über ihre Liebe zu Jesuserzählt. Durch ihren bildhaften und sehr emotionalen Stil gelingt es der Autorin, die Zeit, die Kultur, den Alltag, das Denken und dieGeschehnisse um den historischen Jesus sehr überzeugend zu beschreiben. Maria selbst erzählt ebenfalls vom Werdegang ihres Sohnesund seiner Kindheit. Die Dialoge und die spirituell, philosophischen Exkurse haben Tiefgang und Seele und machen dieses Buch auchfür anspruchsvolle Leser zu einem Genuß. Für überzeugte Christen mag das Buch schockierend sein und an Blasphemie grenzen, Maria und Jesus so menschlich dargestellt zu sehen, aber so wie die Autorin schreibt, klingt es authentisch und sehr lebendig. Vieles machtnachdenklich, denn einiges spielt sich in diesem Buch nicht so ab, wie wir es aus der Bibel kennen und wie es uns die Kirche glaubenmachen will. Ein mutiges Buch, das eine große Leserschaft verdient, geht es doch um die Liebe in all ihren Dimensionen. Die Autorinlebt übrigens in Kelkheim, hat sich längere Zeit in Israel und Ägypten aufgehalten und kam durch ein spirituelles Erlebnis zum Schreiben.

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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erlösung dem Erlöser, 13. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mirjam. Maria Magdalena und Jesus (Gebundene Ausgabe)
"Ich will Jude sein", sagt Yoram, der Held der Rahmengeschichte zu seinem heidnisch-nabatäischen Vater und wirft ihm das angebotene Geld für eine Pilgerfahrt nach Jerusalem vor die Füße. Erinnert das nicht an eine nähere Vergangenheit, als eine ganze Generation den Vätern und Müttern entgegenschleuderte: "Ich bin Sozialist!", und als ein jugendlicher Tom Königs, späterer Finanzdezernent der Stadt Frankfurt, ein kapitalistisches Millionenerbe verächtlich zurückwies und dem Vietcong schenkte? Regina Berlinghofs Roman ist ganz in die antike griechisch-römisch-jüdische Zeit um das Jahr Null eingetaucht. Aber wie bei einem angeschlagenen Ton Obertöne mitschwingen, so klingt durch alle Sätze die aktuelle Gegenwart hindurch. Und wenn heute Jugendliche in Deutschland vielleicht nicht mehr mit sozialistischem Gedankengut auftrumpfen, so suchen manche ihr Heil wieder darin, "ein Deutscher" oder "ein Türke" oder "eine Muslima" zu sein.

In ihrem Roman "Mirjam. Maria Magdalena und Jesus" zeigt die Autorin, wohin jeglicher Radikalismus führt, sei er religiös, ideologisch, rassistisch oder politisch begründet: in die Verachtung der Mitmenschen, in die Mißachtung der Tiere und aller Mitgeschöpfe, zuletzt in Gewalt und Krieg.

In der Kerngeschichte, in der sich die Liebe zwischen Jesus und Maria Magdalena langsam und gegen alle inneren und äußeren Widerstände entfaltet, wird Religion als etwas ganz anderes dargestellt: nämlich als bewußte und erlebte re-ligio (Zurückführung) zu den innersten Wurzeln des Menschen: zu seiner inneren Verbundenheit mit dem Kosmos und allem Sein. Berlinghof hat die Thematik Religion/Spiritualität im Zentrum des jüdischen-christlich-abendländischen Glaubens bzw. Mythos angesiedelt. Bei ihr erfährt der Archetypus des Religionsstifters bzw. Erlösers eine Korrektur: nicht mehr ein gottgleiches Wesen, das über allen anderen Menschen steht und sie wie ein König oder Führer (!) belehrt, anleitet und selbst allem Irdischen entsagt (außer seiner Schar von Jüngern und Anhängern), sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut, der liebt und leidet und zu seiner Erfüllung anderer Menschen bedarf. Erst in der Liebe zu einer Frau, die die sexuelle Liebe einschließt, erkennt Jeschua die Heiligkeit auch des Irdischen, des Profanen - die Heiligkeit der Erde, der Materie, die Heiligkeit der Begrenztheit und Vergänglichkeit - die Heiligkeit jedes einzelnen Lebewesens. Die Erkenntnis des Göttlichen geschieht durch die Liebe zwischen Mann und Frau. Die Inder wußten darum, wie es die tantrischen Texte und Abbildungen bezeugen. Selbst in der Bibel sind noch Reste dieses Urwissens enthalten, denn im ersten Schöpfungsbericht schuf Gott die Gehilfin Eva nicht aus Adams Rippe, sondern er schuf den Menschen als Mann und Frau - nach seinem Bilde schuf er sie. So ist denn auch Berlinghofs Maria Magdalena, Mirjam mit hebräischem Namen, keine reuig sühnende Gehilfin, sondern eine selbstbewußte und starke Frau, die sich weigert, ihre Liebe von einem Guru vereinnahmen zu lassen, der zwar ihre Hilfe und ihren Einsatz, nicht aber ihre Liebe will. Eine Heldin und leuchtendes Vorbild also für jeden Sektenbeauftragten. Nur vergessen die christlichen Sektenbeauftragten allzu gerne, ihre Kriterien auf die eigene Kirche anzuwenden, denn: eine erfolgreiche Sekte ist keine Sekte mehr! Im Roman finden Jeschua und Mirjam erst dann zueinander, als Jeschua erkennt, daß er Mirjams Liebe braucht und daß er Gott und Frau nicht gegeneinander ausspielen kann. Nicht entweder Gott oder Frau - nicht was oder wen man liebt, sondern wie man liebt, ist Jeschuas entscheidende Erkenntnis: nämlich vorbehaltlos und mit ganzem Herzen. Eine Hingabe an die Liebe - nicht an den Willen eines Gottes oder eines Menschen. Erst in dieser gegenseitigen Hingabe erfolgt für beide der Durchbruch zur spirituellen, zur kosmischen Erkenntnis. Was Wagner am Schluß seines Parsifal nur andeuten konnte - hier geschieht es: Die Erlösung des Erlösers.

Für Jeschua und Mirjam ändert sich die Welt, weil ihre Wahrnehmung sich geändert hat. Die Reaktion der Jünger und Anhänger auf diese Wandlung ist einsichtig und erschreckend zugleich, soll hier aber nicht verraten werden. Die Geschichte von Jeschuas Verhaftung, dem Prozeß und der Kreuzigung ist aus der Bibel bekannt und wird hier ganz anders und mit einer unglaublich inneren Folgerichtigkeit erzählt. So könnte es sich wirklich abgespielt haben. Aber darum geht es Berlinghof gar nicht. Am Anfang weist sie ausdrücklich darauf hin, daß es sich um einen Roman handelt. Aber ein Roman, der mit der menschlichen und religiösen Wirklichkeit mehr zu tun hat als manches Religionsbuch oder religionsphilosophisches Traktat.

Und auch das gehört zu einem Roman: er ist spannend zu lesen, er hat lebendige Figuren, mit denen man mitleben und mitfühlen kann. Berlinghof beschreibt die Landschaften, Städte und Menschen so farbig und einfühlsam, daß man sie beim Lesen vor sich sieht. Bei aller Ironie und herbem Spott gegenüber jeglichen fundamentalistischen Dogmen, die Berlinghof weidlich zitiert, spürt man darunter die tiefe Liebe für ihre Romanfiguren und für alle Menschen, denen sie ihren Roman ans Herz legen will.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spannend mit Tiefgang, 29. Mai 2006
Von 
Ich bin noch ganz erfüllt von "Mirjam". Das Buch hat mich tief bewegt, denn wenn es auch vor 2000 Jahren spielt, so ist es immer noch brandaktuell. Hier kommt wahre Spiritualität zum Ausdruck. Es spielt gar keine Rolle mehr, welcher Religion ein Mensch angehört. Die Hauptsache ist, was sich im Herzen eines Menschen abspielt. Dan Browns "Sakrileg" mag zwar ein Bestseller und Kinoblockbuster sein, aber bei ihm geht es nur um oberflächliche Kleinigkeiten. Schon in Berlinghofs "Mirjam" wird von einer Liebesbeziehung zwischen Jesus und Maria Magdalena ausgegangen. Beide haben einen Sohn. Aber ob Jesus einen Sohn und weitere Nachfahren hatte, hat mit der Spiritualität eines Menschen nichts zu tun. Nicht, was irgendwelche Kinder oder Kindeskinder sagen oder tun, ist relevant, sondern was sich im Herzen des Lesers abspielt. "Mirjam" ist ein ganz großes Geschenk, der Herz und Bewußtsein erweitert.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein global-religiöses und spirituelles Kompendium, 21. Juni 2005
Von 
Hans Zorn "edez" (Hitzendorf, Steiermark (A)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Warum gibt es bloß nur 5 Sterne - dieses Werk hat weitaus mehr verdient.
Es ist Ausdruck der Befreiung aus vorgegebenen oder vorgefassten religiösen Überzeugungen.
Es ist Ausdruck selbstbewusster Weiblichkeit, die auch den Mann zu seiner eigenen Wertigkeit kommen lässt.
Es ist eine offene Sichtweise von Gottesliebe und Menschenliebe.
Es ist ein zutiefst berührendes Dokument der Entwicklung eines persönlichen Glaubens, der zugleich weltumspannend ist und Lebendigkeit im Ausdruck Gottes hier auf Erden durch uns Menschen verkörpert.

Die Voraussetzung für diese Sicht ist ein offenes Herz für wahre Verbundenheit zum Göttlichen, wie immer es sich uns präsentiert. Unsere gewohnten Bilder vom Leben Jesus könnten manche abschrecken, sich auf die tiefe Symbolik in diesem Buch einzulassen -
Doch mit innerer Begeisterung rufe ich allen zu, die zu diesem Buch finden: Seid frei und offen für die Begegnung mit wahrer Göttlichkeit in eurem Mensch-Sein!

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