Miral ist ein leider nicht so bekannter Film, der nicht lang im Kino lief und dem ich eine größere Verbreitung wünsche. Er erzählt in teilweise sehr poetischen und eindringlichen Bildern die Geschichte Palästinas von 1946 bis in die Jetztzeit am Schicksal von drei Frauen (Schulleiterin, Mutter und Tochter; alle drei Rollen sehr gut besetzt). In die Spielfilmhandlung sind dokumentarische Filmszenen von der Staatsgründung Israels, der Vertreibung der Palästinenser, dem Sechs-Tage-Krieg, der Besetzung Ost-Jerusalems, des Westjordanlandes, der Intifada usw. hineingeschnitten.
Wie schon im Vorspann deutlich wird, spielt auch das Land selbst eine Hauptrolle. Man muss den Film in Ruhe ansehen und sich darauf einlassen, wenn man ihn nicht aufmerksam ansieht, könnte er vielleicht nervig oder langweilig wirken.
Ich war mehrfach zu Tränen gerührt.
FSK 12 (wegen einer Vergewaltigungs-, einer Folter- und mehreren gewalttätigen Straßenszenen).