War Eleni Mandell anfangs noch musikalisch spröde, so stellte sie mit ihren letzten Alben eine verdaulichere Mischung aus Folk, Jazz und Pop vor. Geblieben sind der fragile, teils gehauchte Gesang, der auch schon mal an Aimee Mann erinnert. Zurückhaltende, luftige Songs (Produktion Andy Kaulkin) werden auch auf "Miracle Of Five" vorgetragen, doch klingt die Künstlerin nicht mehr gar so verloren und traurig wie früher. Sie singt und begleitet sich selbst auf einer akustischen Gitarre, wobei solch unterschiedliche Instrumente wie Harfe, Klarinette und andere unbestimmbare Geräusche immer wieder auf- und dann wieder abtauchen. Dies geschieht so gezielt und unspektakulär, dass am Ende immer Mandells Stimme den Song dominiert.
Ein leises, schönes, intensives und auch melancholisches Album, das allen Didos und Meluas einiges voraus hat. Favorit: "Perfect Stranger" und der programatische Titel dieser CD "Moonglow, Lamb Low".