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Moviemans Kommentar zur DVD: Beide Filme weisen technische Mängel auf, die sich im Umgang mit der Soundkulisse sehr ähneln. "Mississippi Masala" schneidet akustisch wie optisch zwar besser ab, ist aber auch nicht direkt vergleichbar, da es sich hier weniger um meine Milieustudie handelt, deren Ansatz auch dementsprechend geringer dokumentarischer Natur ist. Die Bewertung folgt in Zahlen als Mischwert, wennglich sich in den Einzelkritiken die Ungleichheiten abzeichnen.
Bild: Salaam Bombay bietet Bilder von einer schroffen Qualität, die keinerlei Detailschärfe zulässt (00:44:10, Gesicht). Die Grobkörnigkeit führt so weit, dass stets Schwammigkeit vorherrscht. Die Farbwerte schwanken dabei sehr stark uns stellen sich insgesamt eher blass und matt dar (00:20:30), wie man vor allem bei Totalen der Landschaft erkennen kann, denen kräftigere Nuancen vollkommen fehlen. Im Detail stimmt die Farbsättigung dann wieder, so dass ein kräftiges Strahlen erreicht wird, was ausreicht, um natürlich zu wirken. Seltsamerweise wurde die Schärferegulierung vor allem während der Nahaufnahmen häufig vernachlässigt (Mutter, 00:14:13). Die Kontraste stehen dem in nichts nach, so dass trotz Setbeleuchtung undifferenzierbare Dunkelfelder bestehen (Kinder rechts, 00:14:34). Ein sanftes Grieseln ist permanent vorhanden, bleibt aber genauso permanent unauffällig weil wirklich gering.Im Vergleich schneidet der jüngere Film technisch natürlich besser ab. Wie man es von einer indischen Regisseurin erwartet, wird hier nicht an Farben gespart. Auch die jüngsten Prouktionen (z.B. Vanity Fair) waren schon an Farb- und Ausstattungsreichtum kaum zu überbieten. Dennoch oder gerade deshalb sind auch hier die Farbwerte nicht einwandfrei. Wo in "Salaam Bombay" die Farben blass bleiben, überstrahlen sie in "Mississippi Masala". Vor allem sind es die Rotwerte, die unnatürlich ins Auge stechen (Familienfoto, 00;26:34). Immer wieder sind auch hier mangelnde Kontrastwerte eine unangenehme Folge der überzogenen Sättigung (Ärmel rechts, 00:30:19). An der Schärfe bleibt hingegen genauso wenig auszusetzen (Glieder der Armbanduhr, 00:37:10), wie an der lückenhaft funktionierenden Kompression und den rauschfreien Flächen. Selbst bei einer Spiegelung spielender Kinder in den Gläsern einer Brille (01:44:13), bietet sich ein klares Bild.
Ton: Bei "Salaam Bombay" bleiben Raum und Atmosphäre schwach ausgebaut, was sich beispielsweise durch in einem Zimmer vernehmbares Autohupen vermittelt hätte sehen können (00:32:58). Höchstens über die geringere Lautstärke von weiter entfernten Geräuschquellen vermag hier eine Illusion von Tiefe zu entstehen. Das Klangbild,was sich hier darstellt ist nur wenig räumlicher als das einer Monospur. Die hellen Stimmen der Straenkinder werden im Original in größeren Facettierungen wiedergegeben. Die deutsche Exaktheit kann in diesem Beispiel zwar nicht erzielt werden, stimmungsvoller bleibt das Hindi-Original aber bei Weitem. Auch die Musik der Originaltonspur ist im Verhältnis zur Sprache etwas zu laut abgemischt, was sich auf der deutschen Spur als unproblematisch herausstellt. Der Klang einer Glocke (01:22:18) ertönt schrill aber ohne jegliche Dynamik und Tiefe. Räumlichkeit bleibt vollkommen auf der Strecke.In "Mississippi Masala" sieht das nicht viel anders aus. Zwar kommen die indischen tablas aufgrund ihrer Basseigenschaften gut durch, die Dialoge verhallen aber ausschließlich im Center. Grillen und Frösche (00:55:29) wiederum verteilen sich gut auf die Stereoboxen und ab und zu schafft es auch die Musik im Zusammenspiel mit Geräuscheffekten, den Rraumeindruck zu erweitern (Meeresrauschen und Schmuckklimpern, 01:04:40), wenngleich das Klangbild insgesamt an Dynamik zu wünschen übrig lässt. Der Raumeindruck der deutschen Version bewegt sich im wesentlich volleren Bereich, während die englische Version vor allem auf sprachlicher Ebene, trocken und dumpf bleibt. Die indischen und afrikanischen Musikstücke sind es, die dem Film seine wundersame Stimmung zu verleihen vermögen.
Extras: Neben Bildern und Filmografie der Mitwirkenden finden sich jeweils kurze Texte von Mira Nair über die Aufnahme ihrer Filme beim Publikum auf jeder Disc. Diese liegen in schriftlicher Form vor und beschränken sich auf eine Moitorseite. Das Bonusmaterial von "Mississippi Masala" beinhaltet außerdem einen ebenso kurzen Text zum Film, der kaum Informationsgehalt zu bieten hat. "Salaam Bombay" listet hingegen kurze Pressenotizen und eine Aufstellung der Filmpreise auf. Außerdem ist eine Bildergalerie durchschnittlicher Qualität vorhanden. Insgesamt bleiben die Extras im Verhältnis zum Film jeweils eher nebensächlich. --movieman.de
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Die Filme sind hervorragend, die Ausstattung auf den DVDs lassen etwas zu wünschen übrig - sind sie doch sehr spärlich ausgerüstet.
Ansonsten absolut empfehlenswert!
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