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Zustand: Gebraucht: Sehr gut
Kommentar: Claassen, Gebundene Ausgabe, 2003, 2 Aufl. - Umschlag gering berieben, keine nennenswerten Gebrauchsspuren im Buch, kein Mängelexemplar
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Mir selber seltsam fremd: Die Unmenschlichkeit des Krieges - Rußland 1941-44 Gebundene Ausgabe – 1. August 2003


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 283 Seiten
  • Verlag: Claassen (1. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3546003454
  • ISBN-13: 978-3546003452
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 261.073 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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"Pause. Urlaub in der Heimat. Heimkehr, Heimkehr! Und es war doch nur ein Zwischenspiel. Der Krieg ging weiter. Ich wanderte wieder hinaus. Ich liebte das Leben."

Letzte Sätze, geschrieben während eines Fronturlaubs, bevor es zurück an die Ostfront ging. Willy Peter Reese, der heute über 80 Jahre alt wäre, starb im Alter von nur 23 Jahren. Am 22. Juni 1944, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion, trat die Rote Armee westlich von Moskau zum entscheidenden Angriff an. Unter Dauerbeschuss hielten die Deutschen die Stellung bis zum letzten Mann. Reese war einer von ihnen. Seine Leiche wurde nie gefunden. Umso bedeutender sind seine nun wieder entdeckten Aufzeichnungen, die präzise Selbstanalyse eines Menschen und seiner schrittweisen Verrohung.

"Ich breche unter dieser Schuld zusammen -- und saufe!", schreibt der feinnervige und hoch gebildete Reese im September 1943. Seine Einheit hat auf dem Rückzug vor der Roten Armee Fabriken gesprengt, Ernten vernichtet, Menschen versklavt. Reese, der sich als künftiger Dichter sah, muss miterleben, wie eine russische Gefangene zu Nackttänzen gezwungen wird. Der weit gehend apolitische Reese ist kein Widerständler, beileibe aber auch kein schweigender Mitläufer. Im Schreiben manifestieren sich Protest und Ungläubigkeit eines, der sich und sein Tun durchleuchtet und sich Tag für Tag fremder wird.

150 im Fronturlaub eng beschriebene Schreibmaschinenseiten, entstanden nach Bleistiftnotizen, die der künftige Schriftsteller Nacht für Nacht im Schützengraben anfertigte: Gerade Reeses eingeschränktes Gesichtsfeld legt die Fürchterlichkeit des Krieges in seinen scheußlichen Details erst offen. Ähnlich drastisch zeigte sich dies bereits in den anonymen Erinnerungen Eine Frau in Berlin aus den letzten Kriegstagen, dem zweiten wichtigen Buch dieses Jahres zu diesem Thema. Ein eindringlicher und literarisch ambitionierter Frontbericht. Sein Verfasser, ein unbekannter Soldat, wird dadurch für immer aus der Anonymität gerissen. --Ravi Unger

Klappentext

Zahlreiche Tagebücher, Spottlieder auf die Nazis, Karikaturen, Gedichte, Novellen und etwa tausend Briefe hat der junge Willy Peter Reese verfasst. Sein wichtigstes Projekt aber war ein Buch über seine Erfahrungen an der Ostfront.Erstaunlich ist die hohe, fast literarische Qualität des Manuskripts, das von der großen Belesenheit, der umfassenden Allgemeinbildung und dem schriftstellerischen Talent des zu Beginn seines Fronteinsatzes erst Zwanzigjährigen zeugt. Mit teils atemberaubender Intensität und in verstörenden Bildern beschreibt er darin den Prozess einer ungeheuren Entmenschlichung: Vom gebildeten, an Politik kaum interessierten Bürger zu einem Wesen, das sich im Kampf ums Überleben den Gesetzen eines mörderischen Krieges unterwirft. Ein aller menschlicher Würde entkleideter Soldat, der zu seinem eigenen Entsetzen einwilligt in diesen Prozess der Verrohung und ihn unbarmherzig gegen sich selbst mit unverstelltem Blick beschreibt.Eingeleitet und dokumentiert von Stefan Schmitz, wird der historische Text nicht nur als ein präzises Dokument des Grauens sichtbar, sondern auch als schonungsloser Ausdruck der »Verheerungen der Seele« in Zeiten des Krieges.

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Kundenrezensionen

4.1 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 6. Januar 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Nach vielen biographischen Darstellungen, die ich über den Russlandfeldzug gelesen habe, treffe ich endlich auf einen, der über eine reine militärisch-chronologische Erzählung hinausgeht. Willy Peter Reese schafft, was selten gelingt: seinen Leser in die Innenwelt eines Soldaten zu führen, seinen Leser mitzunehmen nach Russland, in das Lebensgefühl, das Russland einem Soldaten im zweiten Weltkrieg vermittelt, in die Gefühlswelt eines einsamen Soldaten und die Abgründe seiner Seele, die Reese vor seinem Leser offenbart. In ihr zu lesen, heisst in sich selbst zu lesen; erschrocken ist die eigene Seele dann über die Wahrheiten, deren sie fähig ist. Ich habe hier Einblick genommen in anscheinend unlogische Handlungsweisen eines Mannes, deren Paradoxalität sich Reese voll bewusst ist. Er ist ein hervorragender Literat, seine Sprache ragt weit über das hinaus, was ich in anderen Berichten kennenlernen konnte, und ist von unglaublicher Sensibilität und Feinheit. Angesichts des Schrecklichen, das der Krieg seinem Leben und seiner Seele antut, bricht hier in ihm auf, was dann, auch heute noch, als Gefühl beim Leser zurückbleibt.
Der Herausgeber dieses Buches hat gut daran getan, Reeses Bericht zu veröffentlichen. Doch weiss ich nicht, ob er mit seinem Kommentar einverstanden gewesen wäre. Ich denke, der Herausgeber hätte besser daran getan, Reeses Bericht zum Schluss nicht in den heutigen Streit "Wehrmacht als Mörder" einzubetten; ungeachtet dessen, ob diese These wahr ist oder nicht.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von TomKatschi am 13. Januar 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Vielleicht sollte man sich fragen warum man solch ein Buch lesen möchte ?
Ich wollte einen schonungslosen Einblick in die Gemütsverfassung einen „ganz normalen Landsers" Einblick nehmen - nicht die geschönten, heroischen Einblicke, die einem die heutige Filmindustrie liefert - ich wollte wissen wie solch ein Krieg die Gedanken eines Menschen ändert und wie man lernen kann mit dem täglichen Tod umzugehen.
Ich finde mit diesem Buch ist es gelungen - vor allem weil es ja wirklich ein Tagebuch ist, das beschreibt wie das tägliche Leben an der Front funktionierte.
Man erfährt, wie sich Willy von Tag zu Tag ändert - wie er mehr und mehr angestumpft seiner Umwelt gegenübertritt und ( was mich noch mehr „beeindruckt" hat) in welche Anhängigkeit zu diese Kriegsmaschinerie geraten kann. Man sieht, wie Willy in seinen letzten Monaten im normalen Zivilleben nicht mehr richtig klar kommt und sich nach 3 Tagen Urlaub schon zurück an die Front sehnt.
Mit diesem Einblick kann man nun auch verstehen, warum es so vielen Soldaten schwer gefallen ist, sich nach dem Krieg wieder in das geordnete Leben zurückzufinden.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Joerg Dittmann VINE-PRODUKTTESTER am 27. September 2003
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Willy Peter Reese, Sohn eines Duisburger Steuerberaters, Abiturient, wird 1941 - nach seiner kriegsbedingt vorzeitig abgeschlossenen Banklehre - in die Wehrmacht eingezogen. Drei Jahre später, im Juni 1944, stirbt er im Alter von 23 Jahren.
Neben vielen Gedichten, Briefen und Tagebuchnotizen hinterließ er einen als "Russische Abenteuer" bezeichneten Text, der seine Wandlung vom jungen, etwas naiven, sich dem Schöngeistig-Intellektuellen hingezogenen Einzelkind aus wohlbehütetem Elternhaus zum Soldaten, den der Krieg auch fasziniert, in einer ganz direkten, eindrücklichen Weise zeigt. Der Text steht in seiner eigenartig poetischen Grausamkeit den Schriften von James Jones nahe, nur hatte Reese nicht die zeitliche Distanz, wie Jones sie nutzen konnte. Der Text von Reese ist daher vermutlich ehrlicher, autentischer. Reeses Text entstand während der kurzen Heimaturlaube.
Was war die Wehrmacht? Waren das junge, unschuldige Männer, die in den Krieg hineingetrieben wurden, die für die Sache "Deutschland", für den Nationalsozialismus, für einen grausamen Diktator kämpften? Reese zeigt, dass es differenzierte Menschen gab, die Hitler und sein Regime verabscheuten, die vom Morden an den Juden wussten, sich aber dennoch freiwillig für neue Einsätze an der Ostfront meldeten und eigentlich nur für ihr eigenes Überleben kämpften.
Das ist die Ambivalenz, das Verwirrende an diesem Buch. "Mir selber seltsam fremd", so fühlte Reese, und diese eigenartige Fremdheit vermittelt auch dieses Buch. Schuldig, und doch nicht schuldig, ausgenutzt, gestorben für einen grotesken Irrtum. Stefan Schmitz hat den Text in den historischen Kontext eingefügt. Ein wichtiges, wenngleich verwirrendes Buch.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Schmib am 22. November 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe dieses Buch gekauft, weil mein Vater auch an dieser Ostfront war und von seinen schrecklichen Erlebnissen nie berichten konnte. Wenn dann höchstens einmal in Form lustiger Anekdoten. Ich brauchte einige Zeit um mich in den Stil Reeses einzufinden, denn er kam aus ganz anderen Verhältnissen als mein Vater. Letztlich übrig geblieben ist aber doch der tiefe Eindruck der unmenschlichen und daher für die Überlebenden so "unsagbaren" Grausamkeit des Krieges. Diejenigen, die die Kriege auf der Welt verantworten, sollten dieses Buch unbedingt lesen, damit sie wissen, was sie anrichten.
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