Aus der Amazon.de-Redaktion
Also der Titel ist etwas übertrieben. Wer sich erst in letzter Minute mit den Besonderheiten dieses Verfahrens zur Personalauswahl beschäftigt, dürfte schlechte Karten haben.
Das Buch bietet eine solide und brauchbare Einführung; wer sie gelesen hat, versteht, was ein Assessment Center ist, und wie man sich darauf einstellt. Denn es geht darum, sich auf ein Szenario einzustellen, das im täglichen Leben nicht vorkommt -- entgegen der oft erklärten Absicht, reale Situationen aus dem Berufsalltag zu simulieren.
Das erste Kapitel "Was Sie über das Assessment Center wissen sollten" ist besondes wichtig. Die Autorin zeigt die Erwartungen der Veranstalter und die Fallen, in die man als naiver Teilnehmer leicht tappt.
Das Buch ist aber weit über seinen im Titel genannten Zweck hinaus nützlich und eine gute Investition für jeden, der sich ganz allgemein mit seiner beruflichen Einmündung oder Weiterentwicklung befaßt, der seine Kommunikationsfähigkeit erhöhen oder das eigene Bewerbungsverhalten verbessern möchte. Denn da Assessment Center die Teilnehmer vor verschiedene Aufgaben stellen, werden viele Aspekte behandelt: Zum Beispiel wie man einen Kurzvortrag gestaltet, und wie man Gespräche professionell führt. Außerdem gibt die Verfasserin handliche, auf die Praxis beschränkte Hinweise. Damit wird der schmale Band fast zu einem kleinen Handbuch für die ersten Karriereschritte. --Michael Winteroll
Pressestimmen
07.07.2001 / Wirtschaftsblatt: Vorbereitung auf das AC "Mit diesem Buch sind Sie optimal vorbereitet!"
Kurzbeschreibung
Der praxisnahe Ratgeber hilft, sich auch noch in letzter Minute optimal auf ein bevorstehendes Assessment Center einzustellen. Zahlreiche Übungsaufgaben und Checklisten ermöglichen eine schnelle und effektive Vorbereitung.
Über den Autor
Robert S. Kaplan ist Professor für Leadership Development an der Harvard Business School. Robin Cooper ist Managementprofessor und Direktor des Institute for Study of U.S./Japan relations in the World Economy am Peter F. Drucker Graduate Management Center.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Wenn Sie morgen ein Assessment Center haben Sie haben nur diesen Tag zur Vorbereitung? Dann müssen Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren. Wesentlich ist, welches Urteil die Beobachterinnen und Beobachter über Sie abgeben. Wie dieses Urteil ausfällt, können Sie beeinflussen. Was Sie tun können, um diese Personen für sich einzunehmen, ist so wichtig, daß Sie einen Teil Ihres Vorbereitungstages diesem Thema widmen sollten. Zunächst geht es darum, zu verstehen, wie eine Beurteilung zustande kommt. Grundsätzlich werden zwei Gesichtspunkte ausschlaggebend sein. Einmal geht es um Ihre Kompetenz, Ihre Qualifikation in einem umfassenden Sinne. Sie können dies als notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für Ihren Erfolg ansehen. Ihre Teilnahme am AC bedeutet, daß zumindest von der Papierform her Ihre fachlichen Qualifikationen akzeptiert sind. Daher muß der zweite Aspekt jetzt für Sie in den Vordergrund rücken: Ihre Persönlichkeit. Wohlgemerkt: Damit ist nicht gemeint, daß Sie sich darauf konzentrieren sollten, "nett" zu sein oder Ihre "private" Persönlichkeit auszubreiten. Gemeint ist, daß es im AC darum geht, wie Sie Ihre Kompetenz einbringen, wie Sie Ihre Professionalität darstellen, wie Sie im beruflichen Handeln mit anderen umgehen. Soziale Kompetenz gepaart mit emotionaler Intelligenz bildet den Rahmen, in dem Ihre fachliche und methodische Kompetenz überhaupt erst zur Geltung kommen kann. Anders gesagt: In die Bewertung, die schließlich formuliert wird, gehen inhaltliche Aspekte ein (Ihre benennbaren Qualifikationen, Ihre Erfahrungen, Ihre Kenntnisse), vor allem aber spielen prozeßbezogene Aspekte eine Rolle: wie kommunizieren Sie, wie gestalten Sie den Kontakt, wie präsentieren Sie sich. Dies ist letztlich die Ebene, auf der Einzelbeobachtungen Ihres Verhaltens zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden und mit einem positiven oder negativen Vorzeichen versehen werden. Der Sympathiefaktor, der von Ihrer Person ausgeht, ist ausschlaggebend; wenn die beiden anderen Faktoren, die Wahrnehmung, daß Sie motiviert und kompetent sind, hinzukommen, sind Sie kaum noch zu schlagen. Ausgangspunkt für die Beurteilung, die die Beobachterinnen und Beobachter schließlich abgeben, ist die Wahrnehmung Ihrer Person, Ihres Verhaltens und Auftretens. Diese vollzieht sich grundsätzlich, allen Trainingsbemühungen zum Trotz, ganzheitlich, d. h. die Beobachterinnen und Beobachter nehmen ein Gesamtverhalten war, Verhaltensmuster, die vor dem Hintergrund unternehmens- und professionsspezifischer Erfahrungen und Selbstverständlichkeiten beurteilt werden. Trotz aller Versuche, durch Training und Vorbereitung "objektivierte" und verhaltensbezogene Aussagen zum Ausgangspunkt der anschließenden Bewertung zu machen, ist davon auszugehen, daß bei den Beurteilern ein Gesamtbild Ihrer Person und Ihres Potentials entsteht. Die Konstruktion dieses Gesamtbildes wird bestimmt durch die Erwartungen der Beobachter einerseits, das Wahrnehmungsraster, daß diese bereits mitbringen, und die Art und Weise, wie die Signale, die Sie liefern, in dieses Raster passen und sich zu einem positiven Gesamtbild zusammenschließen. Dafür ist es nützlich, daß Sie sich selbst klar machen, wie Wahrnehmung funktioniert und wie Sie sich im AC inhaltlich und auf der Verhaltensebene darauf einstellen können. Sie nutzen Ihren Vorbereitungstag optimal, wenn Sie die drei Eckpunkte einer guten Einstellung auf das AC miteinander verbinden: * Bündeln Sie Ihre Informationen zum Unternehmen: Damit erhalten Sie die Stichworte, an denen Sie inhaltlich und sprachlich bei Ihrer Selbstdarstellung während des gesamten AC anknüpfen können. * Gleichen Sie die Anforderungen für Ihre Wunschposition mit Kompetenz- und Stärkenprofil ab: Damit erarbeiten Sie sich die Grundlage für die Darstellung Ihrer Professionalität und Managementkompetenz. * Erarbeiten Sie sich die Basisstrategie für Ihre Selbstpräsentation und Ihre Verhaltensorientierung für das gesamte Assessment Center: Damit machen Sie sich die Grundlagen für einen guten Kontakt und überzeugendes Auftreten klar.
Auszug aus Last Minute Programm für das erfolgreiche Assessment Center. von Bärbel Rompeltien. Copyright © 1999. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Wenn Sie morgen ein Assessment Center haben Sie haben nur diesen Tag zur Vorbereitung? Dann müssen Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren. Wesentlich ist, welches Urteil die Beobachterinnen und Beobachter über Sie abgeben. Wie dieses Urteil ausfällt, können Sie beeinflussen. Was Sie tun können, um diese Personen für sich einzunehmen, ist so wichtig, daß Sie einen Teil Ihres Vorbereitungstages diesem Thema widmen sollten. Zunächst geht es darum, zu verstehen, wie eine Beurteilung zustande kommt. Grundsätzlich werden zwei Gesichtspunkte ausschlaggebend sein. Einmal geht es um Ihre Kompetenz, Ihre Qualifikation in einem umfassenden Sinne. Sie können dies als notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für Ihren Erfolg ansehen. Ihre Teilnahme am AC bedeutet, daß zumindest von der Papierform her Ihre fachlichen Qualifikationen akzeptiert sind. Daher muß der zweite Aspekt jetzt für Sie in den Vordergrund rücken: Ihre Persönlichkeit. Wohlgemerkt: Damit ist nicht gemeint, daß Sie sich darauf konzentrieren sollten, "nett" zu sein oder Ihre "private" Persönlichkeit auszubreiten. Gemeint ist, daß es im AC darum geht, wie Sie Ihre Kompetenz einbringen, wie Sie Ihre Professionalität darstellen, wie Sie im beruflichen Handeln mit anderen umgehen. Soziale Kompetenz gepaart mit emotionaler Intelligenz bildet den Rahmen, in dem Ihre fachliche und methodische Kompetenz überhaupt erst zur Geltung kommen kann. Anders gesagt: In die Bewertung, die schließlich formuliert wird, gehen inhaltliche Aspekte ein (Ihre benennbaren Qualifikationen, Ihre Erfahrungen, Ihre Kenntnisse), vor allem aber spielen prozeßbezogene Aspekte eine Rolle: wie kommunizieren Sie, wie gestalten Sie den Kontakt, wie präsentieren Sie sich. Dies ist letztlich die Ebene, auf der Einzelbeobachtungen Ihres Verhaltens zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden und mit einem positiven oder negativen Vorzeichen versehen werden. Der Sympathiefaktor, der von Ihrer Person ausgeht, ist ausschlaggebend; wenn die beiden anderen Faktoren, die Wahrnehmung, daß Sie motiviert und kompetent sind, hinzukommen, sind Sie kaum noch zu schlagen. Ausgangspunkt für die Beurteilung, die die Beobachterinnen und Beobachter schließlich abgeben, ist die Wahrnehmung Ihrer Person, Ihres Verhaltens und Auftretens. Diese vollzieht sich grundsätzlich, allen Trainingsbemühungen zum Trotz, ganzheitlich, d. h. die Beobachterinnen und Beobachter nehmen ein Gesamtverhalten war, Verhaltensmuster, die vor dem Hintergrund unternehmens- und professionsspezifischer Erfahrungen und Selbstverständlichkeiten beurteilt werden. Trotz aller Versuche, durch Training und Vorbereitung "objektivierte" und verhaltensbezogene Aussagen zum Ausgangspunkt der anschließenden Bewertung zu machen, ist davon auszugehen, daß bei den Beurteilern ein Gesamtbild Ihrer Person und Ihres Potentials entsteht. Die Konstruktion dieses Gesamtbildes wird bestimmt durch die Erwartungen der Beobachter einerseits, das Wahrnehmungsraster, daß diese bereits mitbringen, und die Art und Weise, wie die Signale, die Sie liefern, in dieses Raster passen und sich zu einem positiven Gesamtbild zusammenschließen. Dafür ist es nützlich, daß Sie sich selbst klar machen, wie Wahrnehmung funktioniert und wie Sie sich im AC inhaltlich und auf der Verhaltensebene darauf einstellen können. Sie nutzen Ihren Vorbereitungstag optimal, wenn Sie die drei Eckpunkte einer guten Einstellung auf das AC miteinander verbinden: * Bündeln Sie Ihre Informationen zum Unternehmen: Damit erhalten Sie die Stichworte, an denen Sie inhaltlich und sprachlich bei Ihrer Selbstdarstellung während des gesamten AC anknüpfen können. * Gleichen Sie die Anforderungen für Ihre Wunschposition mit Kompetenz- und Stärkenprofil ab: Damit erarbeiten Sie sich die Grundlage für die Darstellung Ihrer Professionalität und Managementkompetenz. * Erarbeiten Sie sich die Basisstrategie für Ihre Selbstpräsentation und Ihre Verhaltensorientierung für das gesamte Assessment Center: Damit machen Sie sich die Grundlagen für einen guten Kontakt und überzeugendes Auftreten klar.