Ausgewählte Kurzgeschichten des Science-Fiction-Kultautors in einer Sonderausgabe anlässlich der spektakulären Verfilmung einer von ihnen: "Minority Report", die in einer düsteren Zukunft spielt, in der Verbrechen dadurch verhindert werden, dass man die potenziellen Täter mit Hilfe von Hellsehern ausfindig macht und festnimmt, BEVOR sie ein Verbrechen begehen können - Gewaltvorbeugung der besonderen Art. Eine gute Gelegenheit, Bekanntschaft mit einem der bedeutendsten Visionäre des 20. Jahrhunderts zu machen. Dick war nicht nur ein großer Dichter, sondern vor allem ein Philosoph und Mystiker, ein apokalyptischer Theologe und zu spät geborener alttestamentarischer Prophet, der unsere Kultur mit seinen Visionen regelrecht infiziert hat. Allein vier seiner Erzählungen und ein Roman ("Blade Runner") wurden verfilmt - zuletzt eben "Minority Report" von Steven Spielberg. Ein Jammer, das dieses Genie 1982 kurz vor der Premiere der Romanverfilmung "Blade Runner" fast mittellos, verrückt, krank, süchtig und einsam starb. Er hatte einfach zu viel in seinem Kopf, wollte den Dingen auf den Grund gehen und wurde damit nicht fertig. Wie auch? Wir beißen uns heute noch an seinen Fragen die Zähne aus: Wenn wir die Zukunft voraussagen könnten, wären wir dann noch frei und in der Lage, sie zu verändern (das Thema von "Minority Report")? Was ist der Mensch? Was ist Wirklichkeit? Braucht die Zukunft uns noch? Sind wir vielleicht nur träumende Maschinen? Wahrlich, ohne Dick gäbe es weder "The Matrix" noch "Terminator" oder "Robocop". Wer es nicht glaubt, der lese diese unglaublichen, packenden Geschichten, die anlässlich des Spielberg-Filmes mit Recht und Stolz in dieser schönen Aufmachung präsentiert werden.