Mit der X-700 verabschiedete sich Minolta aus der Sparte der manuell fokussierten SLR's. Zwar wurden nach Einführung des Topmodells X-700 noch die Modelle X-500 sowie X-300 (X-300s) auf den Markt gebracht, diese sind jedoch (bis auf eine kleine Ausnahme) nur "abgespeckte Modelle der X-700.
Die X-700 bietet folgende Ausstattung:
- Programmautomatik, Zeitautomatik, Blitzprogrammautomatik
- B, 1 - 1/1000s
- Override um +/- 2,0 Belichtungsstufen
- Elektromagnetische Auslösung
- Elektronische Batteriekontrolle (LED)
- Elektronisch gesteuerter Selbstauslöser
- 13 teilige LED-Anzeige im Sucher für Zeiten
- LED-Anzeige im Sucher bei manuellem Override
- LED-Anzeige im Sucher für eingestellte Automatik (M A,P)
- Blendenanzeige im Sucher
- Mattscheibe mit Fresnellinse, Schnittbild und Mikroprismenring
- Blitzbereitschaftsanzeige im Sucher
- Filmladesignal
- Akustische Warnungen bei langen Verschlußzeiten
- Meßwertspeicher
Professionelles Zubehör wie der Motor Drive 1 (bis 3,5 Bilder/s), Multifunction Data-Back (Dateneinbelichtung, Intervallaufnahmen, gesteuerte Aufnahmen etc.), der Blitzgriff (Powergrip 2) sowie eine IR-Fernsteuerung (IR-1) lassen die X-700 zu einem hochprofessionellen Werkzeug werden. Nicht umsonst wurde dieses Kameramodell noch viele Jahre nach Einführung der AF-Kameramodelle gebaut. Die Kamera ist sehr hochwertig gebaut, liegt gut in der Hand und kann durch die großartige Integration in das Minolta System (MPS = Minolta Program System) punkten. Großartige Probleme gibt es bei diesem Modell nicht, die Kamera ist wie gesagt sehr robust. Einzig durch Elektronikprobleme kommt es vereinzelt mal zu Ausfällen, dann aber leider meist total !
Die erwähnte "kleine Ausnahme" in der Ausstattung findet sich in der X-500: Eine manuelle Nachführanzeige im Sucher hat die X-700 NICHT ! Dies bedeutet bei manuellem Betrieb wird ein optimaler Belichtungsvorschlag blinkend im Sucher angezeigt, der eingestellte Wert erscheint dauerhaft leuchtend. Man kann nun bewusst abweichen oder korrekt justieren ! Dies kann im Einzelfall interessant sein, durch die fehlende Programm-/Blitzprogramm-Automatik sowie das fehlende +/- 2,0 Override relativiert sich diese Zusatzfunktion der X-500 aber wieder.
Die X-700 ist meine persönliche Lieblingskamera unter den "Manuellen", auch wenn sehr viele auf die ältere XD-7 schwören. Durch das MPS integriert sich das Zubehör der X-700 elektronisch voll in die Kamerafunktionen, was für mich DAS Highlight dieser Kamera war (und ist). Deshalb ist die X-700 für mich der krönende Abschluß der manuell fokussierbaren Minoltas!