Die 700si ist eine semiprofessionelle Kamera, mit der sich sowohl Einsteiger und Gelegenheitsknipser als auf professionelle Anwender zurechtfinden.
Mit Programmautomatik (shiftbar), Zeitautomatik, Blendenautomatik und Manueller Steuerung, Verschlußzeiten von 30sek bis 1/8000 sek und die Möglichkeit der Verwendung der Minolta Chip-Karten bietet die Kamera für jeden Anwender ausreichend Anwendungs- und "Spiel"-Möglichkeite'n. Man kann mit Ihr in Programmautomatik "nur" knipsen oder mit Ihren vielfältigen Möglichkeiten jedes die Belichtung betreffende Detail verändern.
Sie besitzt zwar nicht die von Ihrer großen Schwester 800si gewohnten Motivprogramme (Sport, Portrait, Bewegung etc.), hat aber dieser gegenüber den Vorteil, das sich die von Minolta produzierten Chip-Karten einsetzen lassen. Die 700si verträgt immerhin 23 (teilweise allerdings mit Einschränkungen) der 25 jemals produzierten Chip-Typen, womit teilweise sogar eine noch größere Einstellvielfalt als beim "Profimodell" 800si gegeben ist.
Der eingebaute Blitz ist recht dürftig und muß von Hand aufgeklappt werden, was für meine Verhältnisse eher positiv als negativ zu werten iste. Ein großes Blitzgerät wie z.B. das 5400HS oder für den kleineren Geldbeutel das 5400xi oder 5200i ist unbedingt zu empfehlen. Desweiteren sollte man unbedingt den Batteriegriff VC-700 ins Auge fassen, denn die Kamera wird zwar schwerer (4x Mignon Batterien), aber auch wesentlich griffiger und universeller.
Die Kamera ist sehr robust, da das Chassis aus sehr stabilem Metall gebaut wurde. Das Gehäuse selbt ist zwar zu einem Großteil aus Kunststoff, dieser ist jedoch wehr wertig und vor allem sehr stabil gefertigt !
Alles in allem kann man der Kamera nur gute Noten ausstellen. Aus der si-Reihe hat die Kamera das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, ich kann Sie jedem empfehlen, der in die "analoge" Welt der Fotografie einsteigen möchte und eine möglichst universelle Kamera sucht !