Mino steht oft im Schatten von Silas, Jack Holborn, Patrik Pacard, Oliver Maas und natürlich Anna und dem Nesthäkchen. Vielleicht liegt das auch an dem sehr traurigen und erschütternden Thema, das weniger mit Abenteuer oder Wunschträumen zu tun hat, sondern uns die knallharte Realität des Krieges anhand des Schicksals des kleinen Minos näherbringt.
Mino verliert, so wie es zunächst einmal aussieht, nach einem Lawinenunglück, seine Eltern verliert. Der Schmuggler Rico, der in den Bergen wohnt, nimmt den Jungen bei sich auf, muss aber wenig später in den Krieg ziehen, und überlässt Mino seinem schrecklichen Bruder. Mino flieht zusammen mit Riccos Bernhardiener. Wenig später gerät zwischen die Fronten und wird dabei schwer verletzt.
Für die deutschen Herz- Schmerzfilmzuschauer war das natürlich sehr schwere Kost zu Weihnachten, dem Fest der Liebe, wobei gerade an Weihnachten eigentlich die Menschen sehr sensibel für Elend und Not sind. Obwohl die Serie auch mit Mario Adorf in einer der Hauptrollen mit hervorragenden Schauspielern besetzt ist, konnte Mino bei den Zuschauern nicht so punkten, wie die oben genannten Abenteurer und Traumtänzer. Die deutschen Fernsehzuschauer haben eben nach wie vor immer noch ein großes Problem mit Filmen oder Serien, die sich sehr hautnah an der Realität und Wahrheit bewegen. Sie wollen sich lieber von frei erfundenen oder imaginären Helden berieseln und verzaubern lassen. Schade eigentlich, denn wenn man nur in den Traumwelten lebt, dann kann man diese nur schwerlich auf den harten Lebensalltag übertragen. Natürlich sind Träume und Fantasien in unserem Leben sehr wichtig, aber wir sollten dabei nicht das wirkliche Leben vergessen, denn das sieht in der Regel leider anders aus.