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Minimum: Vom Vergehen und Neuentstehen unserer Gemeinschaft [Kindle Edition]

Frank Schirrmacher
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (48 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

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So minimalistisch der Buchtitel, so programmatisch die Unterzeile des neuen Buches von Frank Schirrmacher: Vom Vergehen und Neuentstehen unserer Gemeinschaft. Der eigene Anspruch des Autors ist hoch und der an die Leser ebenfalls. Doch wie schon beim Methusalem-Komplott hält sich Schirrmacher nicht bei apokalyptischen Prophezeiungen auf, sondern entwickelt sein Thema an beeindruckend einfachen, einleuchtenden Beispielen. Er geht zurück ins Amerika des 19. Jahrhunderts und beschreibt, wie eine Gruppe von Menschen versucht, den Wilden Westen zu erobern. Eine Passüberquerung wird zu ihrem persönlichen Golgatha. Hier entscheidet sich, wem mit welchen Strategien das Überleben gelingt. Erfolgreich sind die Familienverbände und nicht -- wie man vermuten könnte -- die starken, jungen, männlichen Einzelkämpfer.

Schirrmacher ist ein Querdenker, zieht ohne Scheu und falsche Ehrfurcht aus allen für das Thema relevanten Wissenschaften Fakten und Schlüsse. Er stellt die richtigen Fragen, erarbeitet die Antworten und gibt so dem Leser die Chance, ihm auf dem Weg zum Ziel zu folgen. Eine seiner Grundfragen lautet: Wie können wir überleben angesichts dieses von uns selbst herbeigeführten Minimums an Kindern? Er führt uns vor Augen, dass wir schlichtweg vergessen haben, dass Familien eine existenziell wichtige Funktion erfüllen. Er weist mahnend darauf hin, dass die gefahrlose und in allem versorgte Welt ein kurzfristiger Ausnahmetatbestand der Geschichte war. Das fast altmodische Wort Altruismus ist einer der Schlüsselbegriffe in Schirrmachers Buch; der Altruismus, den man nur in der Familie lernen kann.

Der Autor legt keine kühle, intellektuelle Analyse des demografischen Wandels in Deutschland vor, sondern behandelt das Thema mit viel Empathie. Er betrachtet vor allem die westdeutsche Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg, Ostdeutschland kommt erst nach 1989 vor. Im Buch erfährt man nicht nur viel Neues über die Themen Familie und Kinder, sondern wird auf wichtige Zusammenhänge gestoßen und findet präzise formulierte Einsichten. Das macht den Spaß beim Lesen -- und vor allem beim Weiterdenken -- aus. --Mathias Voigt

Pressestimmen

"Frank Schirrmacher - der Antreiber nationaler Großdebatten." (Focus)

"Schwerer Stoff, der empfänglichen Gemütern den Schlaf rauben könnte. Doch Schirrmachers Talent ist es, dass er zu plaudern weiß. All seine schrecklichen Wahrheiten verpackt der Erfolgsautor in schmökerkompatible Geschichten von historischen Katastrophen, staunenswerte wissenschaftliche Untersuchungen und bizarre Zahlensammlungen." (Mitteldeutsche Zeitung)

"Er ist der beste Thementrüffelsucher dieses Landes. Frank Schirrmacher entdeckt eine neue Gesellschaftsgefahr. Er stellt die berechtigte Frage, durch was eine Gesellschaft noch zusammengehalten werden soll, wenn ihr Kern nicht mehr existiert." (Die Welt)

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 649 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Karl Blessing Verlag (2. Februar 2009)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004OL29NC
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (48 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #26.509 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Mehr über den Autor

Eine gesellschaftspolitische Debatte anzustoßen, ist dem Sachbuchautor und Journalisten Frank Schirrmacher mehr als einmal gelungen. Er verblüffte die Leser der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", indem er bereits Ende der 90er-Jahre Gen- und Hirnforschung zu Themen des Feuilletons machte. Mit Titeln wie "Das Methusalem-Komplott" oder "Payback" widmet er sich aktuellen Problemen und Herausforderungen wie beispielsweise der Überalterung der Gesellschaft oder der digitalen Zukunft. Schirrmacher wurde 1959 in Wiesbaden geboren und studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Heidelberg und Cambridge. Seit 1994 zählt er zu den Herausgebern der "FAZ". Er gehört zu den einflussreichsten deutschen Journalisten.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Familie hat ihren guten Ruf eingebüßt. 4. Februar 2011
Von SA.M.T
Format:Gebundene Ausgabe
"Es ist noch nicht lange her, da nannte man die heute Vierzig- bis Fünfzigjährigen, die Sandwich-Generation, eingeklemmt zwischen den Verpflichtungen gegenüber ihren Eltern und ihren Kindern, wirtschaftlich und seelisch erschöpft. Doch dieser Begriff ist falsch und nur ein weiteres Beispiel für die Egomanie einer Generation." ... Die ist der 1. Satz des Buches und ich dachte zunächst, dass es ein spannender Auftakt sei. Jedoch: ich wurde enttäuscht, denn mehr und mehr hat mich das Buch zu ärgern begonnen.

Nicht nur, dass sich immer alles um Wirtschaftlichkeit dreht und wie man ein "System" erhalten kann, es bescheinigt uns (und vor allem unseren Kindern und Enkeln) auch eine mehr oder weniger hoffnungslose Zukunft. Stets ist nur von der "Last auf den Schultern", der "Doppelbelastung Eltern, eigene Kinder" usw die Rede. Als ob es im Leben nur darum ginge, dass alles wirtschaftlich abläuft!

Als Mitglied jener egomanen Generation, von der eingangs gesprochen wird, hab ich mir oft gedacht, dass wohl JEDE Generation ihre Chancen und ihre Probleme hatte und es erscheint mir mehr als kurzsichtig, der zukünftigen Generation gleich gar keine Chance mehr einzuräumen. Die Nachkriegsgeneration war bitterarm, aber hatte die große Chance ein Land neu aufzubauen. Die heutigen Generationen kommen in eine Welt, die eigentlich reich ist. Es ist alles da und doch (oder gerade deshalb) wissen viele gleich gar nicht mehr, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen.

Die Themen, um die es in dem Buch geht:
-- Es warden signifikant weniger Kinder geboren, die eine merklich älter werdende Gesellschaft zu tragen haben.
-- Wer in einem Familienbund lebt, hab mehr "Überlebenschancen", als jene, die alleine sind.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lulu TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Liest man Schirrmachers Buch heute, und zwar nachdem man zuvor modernere und lösungsorientiertere Bücher wie etwa "Familie als Beruf" gelesen hat, dann stößt einem die konservative Grundhaltung des Buches nach einiger Zeit unangenehm auf. Minimum fällt im Grunde in die gleiche Kategorie wie die Bücher von Eva Herman. Während des gesamten Buches wird immer wieder die Bedeutung der Familie betont und zwar aus einer Wert-Sicht heraus.

Zwei Punkte habe ich trotzdem vergeben, weil Schirrmacher - ähnlich wie später Eva Herman - ein wichtiges Problem in die Öffentlichkeit gebracht hat.

Allerdings mangelt es dem Buch an einer wirklich präzisen Analyse. Mersch hat beispielsweise sehr genau darauf hingewiesen, dass die Familie in unserer Gesellschaft eine sog. "Wirtschaftsfunktion" besitzt: Sie hat sich inklusive aller Kinder selbst zu finanzieren. Unter patriarchalischen Verhältnissen sprach man deshalb auch vom Ernährermodell der Familie: Der Vater ging arbeiten und ernährte mit seinem Verdienst seine Familie.

Diese individuelle Wirtschaftsfunktion (pro Einzelfamilie) ist alles andere als selbstverständlich, dennoch wird sie in unserer Gesellschaft nie in Frage gestellt. Mersch konnte nun zeigen: Diese Wirtschaftsfunktion harmoniert zwar mit patriarchalischen Verhältnissen, nicht aber mit einer Gesellschaft, in der Frauen und Männer gleichberechtigt sind und beide einer Arbeit nachgehen.

Seine Begründungen sind denkbar einfach:
1. Da es in modernen Gesellschaften immer Menschen geben wird, die kinderlos bleiben, können sich solche Gesellschaften nur mit einem nennenswerten Anteil an Familien mit drei oder mehr Kindern bestandserhaltend reproduzieren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zurück zum Ausgangspunkt 15. März 2006
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Wohlfahrtsstaat ist in der Krise. Ein greifendes Konzept für den drohenden Rentencrash und die ebenfalls drohende Pflegemisere alter Menschen gibt es noch nicht. Frank Schirrmacher tritt die Flucht rückwärts an! Der Meinungsmacher entdeckt in seinem Buch als Sicherungsmittel die vielköpfige Großfamilie neu und als Hüterin des Clans natürlich die Frau. Diese nämlich ist, wie er weiß, genetisch zur Aufopferung bestimmt. Schirrmacher hofft, dass die Frau im gebärfähigen Alter zukünftig wieder von einer großen Kinderschar umgeben sein wird, denn er vermutet, dass der sich breiter und breiter machende Egoismus unter den Menschen problemlos verschwindet, wenn viele Geschwister, beschützt von ihrer altruistischen Mutter, sich voller Empathie einander zuwenden und diese erlebte Idylle später in ihren privaten und öffentlichen Beziehungen vorantreiben. Der hellsichtige Autor hat 160 Jahre alte Aufzeichnungen extremer Lebenssituationen aus dem Wilden Westen gelesen und daraus für das Hier und Heute gelernt. Noch haben Akademikerinnen allerdings erhebliche intellektuelle Defizite diesen Erkenntnisprozess nachzuvollziehen. 45% der studierten Frauen gehen kinderlos ihren Berufen nach und nehmen den Männern langfristig qualifizierte Arbeitsplätze weg. Das Dilemma des Kindermangels wird zudem erheblich vergrößert, weil durch einschlägige, (vermutlich von Akademikerinnen produzierte) Telenovelas minder ausgebildete Frauen Rollenmodelle übernehmen, welche hartnäckige Gebärunfreudigkeit zum Ergebnis haben. Das muss sich ändern! Lesen Sie weiter... ›
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Interessant.... weil provokant
Ein höchst spannendes Buch, das aufzeigt, welche Strukturen sich in unserer
Gesellschaft (oder soll ich sagen Welt) zeigen, die zur Auflösung führen... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von m.baumgar veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der Zusammenhang zwischen Individuum und Gemeinschaft plakativ und in...
Ein großartiges Buch, das in eindrucksvoller Weise beschreibt, wie der gesellschaftliche Wandel auf das Familiendasein wirkt. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Dharavi veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Grottenschlechte Argumentation
Wie kann dieser Schirrmacher sich bloß dazu erdreisten, praktisch alle kinderlosen Menschen an den Pranger zu stellen?!? Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Soziologin veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Biologistisch
Wie schon in seinem letzten Buch macht Frank Schirrmacher auch hier aus einer Mücke einen Elefanten. Die Deutschen bekommen weniger Kinder. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Frank Hertel veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Volk ohne Raum oder Raum ohne Volk?
»Deutschland stirbt aus!« warnt Frank Schirrmacher und dramatisiert in »Minimum« das drohende Sterben einer Nation durch fehlende Brut. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. August 2012 von Ruprecht Frieling
4.0 von 5 Sternen Als Denkanstoß lesenswert
Eine Lanze für die Familie bricht Schirrmacher in seinem Buch "Minimum". Aber nicht in einer plumpen Art und Weise nach dem Motto Frauen zurück an den Herd und ins Heim. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Dezember 2010 von Kucher Wolfgang
5.0 von 5 Sternen F. Schirrmacher Minimum
F. Schirrmacher erläutert selbst wie sich die Gesellschaft seiner Meinung nach verändern wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. September 2010 von B. Wobus
5.0 von 5 Sternen PANTA RHEI, alles fliesst, alles verändert sich.
Frank Schirrmacher profiliert sich in seiner Analyse gesellschaftlicher Probleme der Gegenwart als Meister differenzierten Denkens. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. August 2009 von Dr. Bruno J. Widmann
3.0 von 5 Sternen Ein Minimum an Tiefgang
Frank Schirrmachers These von der sozialen Funktion der Familie ist vor allem eines: ein Gemeinplatz. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. August 2009 von bmrk
4.0 von 5 Sternen Interessante Denkanstöße
Das Buch "Minimum" mag, wie meine Vorredner geschrieben haben, zu wenig analytisch sein. Ich stimme dem teilweise zu, denn die Konklusionen, die Schirrmacher fällt werden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juli 2008 von Stephan Mörs
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