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Minimum: Vom Vergehen und Neuentstehen unserer Gemeinschaft
 
 

Minimum: Vom Vergehen und Neuentstehen unserer Gemeinschaft [Kindle Edition]

Frank Schirrmacher
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

So minimalistisch der Buchtitel, so programmatisch die Unterzeile des neuen Buches von Frank Schirrmacher: Vom Vergehen und Neuentstehen unserer Gemeinschaft. Der eigene Anspruch des Autors ist hoch und der an die Leser ebenfalls. Doch wie schon beim Methusalem-Komplott hält sich Schirrmacher nicht bei apokalyptischen Prophezeiungen auf, sondern entwickelt sein Thema an beeindruckend einfachen, einleuchtenden Beispielen. Er geht zurück ins Amerika des 19. Jahrhunderts und beschreibt, wie eine Gruppe von Menschen versucht, den Wilden Westen zu erobern. Eine Passüberquerung wird zu ihrem persönlichen Golgatha. Hier entscheidet sich, wem mit welchen Strategien das Überleben gelingt. Erfolgreich sind die Familienverbände und nicht -- wie man vermuten könnte -- die starken, jungen, männlichen Einzelkämpfer.

Schirrmacher ist ein Querdenker, zieht ohne Scheu und falsche Ehrfurcht aus allen für das Thema relevanten Wissenschaften Fakten und Schlüsse. Er stellt die richtigen Fragen, erarbeitet die Antworten und gibt so dem Leser die Chance, ihm auf dem Weg zum Ziel zu folgen. Eine seiner Grundfragen lautet: Wie können wir überleben angesichts dieses von uns selbst herbeigeführten Minimums an Kindern? Er führt uns vor Augen, dass wir schlichtweg vergessen haben, dass Familien eine existenziell wichtige Funktion erfüllen. Er weist mahnend darauf hin, dass die gefahrlose und in allem versorgte Welt ein kurzfristiger Ausnahmetatbestand der Geschichte war. Das fast altmodische Wort Altruismus ist einer der Schlüsselbegriffe in Schirrmachers Buch; der Altruismus, den man nur in der Familie lernen kann.

Der Autor legt keine kühle, intellektuelle Analyse des demografischen Wandels in Deutschland vor, sondern behandelt das Thema mit viel Empathie. Er betrachtet vor allem die westdeutsche Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg, Ostdeutschland kommt erst nach 1989 vor. Im Buch erfährt man nicht nur viel Neues über die Themen Familie und Kinder, sondern wird auf wichtige Zusammenhänge gestoßen und findet präzise formulierte Einsichten. Das macht den Spaß beim Lesen -- und vor allem beim Weiterdenken -- aus. --Mathias Voigt

Pressestimmen

"Frank Schirrmacher - der Antreiber nationaler Großdebatten." (Focus )

"Schwerer Stoff, der empfänglichen Gemütern den Schlaf rauben könnte. Doch Schirrmachers Talent ist es, dass er zu plaudern weiß. All seine schrecklichen Wahrheiten verpackt der Erfolgsautor in schmökerkompatible Geschichten von historischen Katastrophen, staunenswerte wissenschaftliche Untersuchungen und bizarre Zahlensammlungen." (Mitteldeutsche Zeitung )

"Er ist der beste Thementrüffelsucher dieses Landes. Frank Schirrmacher entdeckt eine neue Gesellschaftsgefahr. Er stellt die berechtigte Frage, durch was eine Gesellschaft noch zusammengehalten werden soll, wenn ihr Kern nicht mehr existiert." (Die Welt )

Produktinformation


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Minimum an Tiefgang 4. August 2009
Von bmrk
Format:Gebundene Ausgabe
Frank Schirrmachers These von der sozialen Funktion der Familie ist vor allem eines: ein Gemeinplatz. Dass die Geborgenheit der mehr oder minder intakten Familie zur Selbstsicherheit des Einzelnen und zu stabilen gesellschaftlichen Verhältnissen führt - geschenkt. Und dass die rückläufigen Geburtenziffern und die Überalterung der Gesellschaft in der westlichen Welt zu gewaltigen Problemen in der Zukunft führen wird - das wissen wir gut und gerne seit zwanzig-dreißig Jahren.
Ehrlich gesagt ist mir der Sinn und Zweck dieses Buches nicht wirklich klar geworden. Die Analyse (Arbeitswelt und das Fernsehen sind schuld) ist recht oberflächlich, Lösungsvorschläge bietet Schirrmacher auch nicht wirklich an. Das Buch bleibt plauderndes Feuilleton.
Beängstigend hingegen manche Reaktionen. Jubeln einige Rezensenten dieses Buch zum Manifest des 21. Jahrhunderts hoch (was für ein trauriges Jahrhundert muss das dann werden, wenn es nicht mehr Tiefgang zu bieten hat), setzt bei anderen, vielleicht bedingt durch die Tätigkeit Schirrmachers als F.A.Z.-Mitherausgeber, anscheinend ein Beißreflex ein, der den Autor zwischen neokonservativ und völkisch verortet. Dies alles gibt das Buch nicht her, Manifest aufgrund der Seichtigkeit sowieso nicht, andererseits ist der Familienbegriff bei Schirrmacher auch recht offen, die 19. Jahrhundert-Familie passt da genauso rein wie die moderne "Patchwork"-Familie. Dass Kinder im allgemeinen von Frauen geboren werden kann man Schirrmacher indes nicht wirklich vorwerfen...
Vorwerfen hingegen kann man ihm hingegen, wie schon gesagt, Oberflächlichkeit, fehlende Struktur und Ziellosigkeit. Zum Lesen ganz nett, deswegen drei Sterne.
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Kein Zweifel: Frank Schirrmacher spricht in seinem neuen Buch ein wichtiges Thema an. Doch nur wer sich noch nie ernsthaft Gedanken über die heutige Situation in Europa Gedanken gemacht hat, kann von Schirrmachers Ausführungen überrascht oder gar geschockt sein. Viele der vom Autor - stets stilsicher und souverän - vorgetragenen Argumente zu seiner These, dass wir langsam aber sicher als Gemeinschaft zerfallen, sind entweder Allgemeinplätze oder kühn aus patchworkartig zusammengeflickten wissenschaftlichen Erkenntnissen exprapolierte Thesen. Schirrmacher spekuliert nicht, er doziert und stellt fest, er vermutet nicht, sondern weiß - wenn man sein Buch liest und dabei diese störenden Teile ausblendet, erfährt man viel Interessantes, aus dem man sich dann selbst seinen Reim machen kann. Frank Schirrmacher aber hätte mehr Lesevergnügen bereiten können, wenn er sich auf das Darlegen der zahlreichen von ihm gesammelten Informationen beschränkt und die vielen teils haltlosen Behauptungen zu Zukunftsszenarien sowie etliche ärgerliche Wiederholungen (Donner-Pass zum 10., Frauen als sozialer Kitt zum 20.) eingespart hätte. Fazit: Ein 30-seitiger Essay zum selben Thema, mit dem selben Stoff hätte mir besser gefallen und mehr gebracht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von SA.M.T TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Es ist noch nicht lange her, da nannte man die heute Vierzig- bis Fünfzigjährigen, die Sandwich-Generation, eingeklemmt zwischen den Verpflichtungen gegenüber ihren Eltern und ihren Kindern, wirtschaftlich und seelisch erschöpft. Doch dieser Begriff ist falsch und nur ein weiteres Beispiel für die Egomanie einer Generation." ... Die ist der 1. Satz des Buches und ich dachte zunächst, dass es ein spannender Auftakt sei. Jedoch: ich wurde enttäuscht, denn mehr und mehr hat mich das Buch zu ärgern begonnen.

Nicht nur, dass sich immer alles um Wirtschaftlichkeit dreht und wie man ein "System" erhalten kann, es bescheinigt uns (und vor allem unseren Kindern und Enkeln) auch eine mehr oder weniger hoffnungslose Zukunft. Stets ist nur von der "Last auf den Schultern", der "Doppelbelastung Eltern, eigene Kinder" usw die Rede. Als ob es im Leben nur darum ginge, dass alles wirtschaftlich abläuft!

Als Mitglied jener egomanen Generation, von der eingangs gesprochen wird, hab ich mir oft gedacht, dass wohl JEDE Generation ihre Chancen und ihre Probleme hatte und es erscheint mir mehr als kurzsichtig, der zukünftigen Generation gleich gar keine Chance mehr einzuräumen. Die Nachkriegsgeneration war bitterarm, aber hatte die große Chance ein Land neu aufzubauen. Die heutigen Generationen kommen in eine Welt, die eigentlich reich ist. Es ist alles da und doch (oder gerade deshalb) wissen viele gleich gar nicht mehr, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen.

Die Themen, um die es in dem Buch geht:
-- Es warden signifikant weniger Kinder geboren, die eine merklich älter werdende Gesellschaft zu tragen haben.
-- Wer in einem Familienbund lebt, hab mehr "Überlebenschancen", als jene, die alleine sind.
-- Familie ist wichtiger als Freundschaft, weil man die sozialen Leistungen innerhalb der Familie gratis bekommt, Freunde hingegen früher oder später eine Gegenleistung verlangen.
-- Frauen haben die soziale Kompetenz Gemeinschaften aufrecht zu erhalten, weil sie auch "Nicht-Familienmitglieder" in ihre Gruppe aufnehmen. Männer haben nur Interesse daran, die eigene Sippschaft durchzubringen.
-- Frauen haben die Fähigkeit Kinder in die Welt zu setzen UND die Familie zu ernähren.
-- Früher galt es als Option Kinder oder Karriere; heute müssen diese beiden Bereiche wie selbstverständlich vereint werden.
-- Großmütter werden immer mehr zu Ersatzmüttern, weil die Mütter selbst arbeiten gehen (müssen). Gleichzeitig sind die Großmütter jedoch "egoistischer" geworden (Stichwort: Pensionistenausflüge, Urlaube, etc)
-- Um den Kinderwunsch zu wecken, muss man entweder selbst aus einer Großfamilie kommen oder zumindest das Leben mit Kinder vorgelebt bekommen.
-- Das Fernsehen ist vielfach schon zum Ersatz für echte Freundschaften geworden.
(Telenovellas, Soaps, etc.)

Auch wenn der Autor von Fakten und Daten spricht, sondern werden diese doch nur von ihm interpretiert und so aneinandergereiht, dass sich ein bestimmtes Bild ergeben, nämlich jenes, dass unsere Gesellschaft auf ein Minimum an Tragfähigkeit geschrumpft ist, weil es zuwenig Kinder gibt, die das System aufrecht erhalten.

Düstere Aussichten also für alle, die auf eine Pension hoffen.
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Veröffentlicht am 10. Oktober 2006 von Albert
Ein Minimum an Informationen, aber ein Maximum an Spekulation
Frank Schirrmacher ist eben Journalist und man merkt, dass die Demographie als Wissenschaft nicht sein Metier ist. So schreibt er viele kleine Geschichten, z. B. Lesen Sie weiter...
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