Einleitung
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Minimalist Lighting ist ein sehr nütliches Buch - nicht zu kurz, nicht zu lang.
Es ist ca. A4 groß, und hat ca. 125 Seiten. Das Layout und die Schrift empfinde ich als angenehm. Der Schreibstil ist locker und kurzweilig.
Kirk Tuck hätte an einigen Stellen sparsamer, an anderen wiederum etwas detallierter sein können.
Dennoch ist das Buch gelungen und seinen Preis wert.
Inhalt
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Die einzelnen Abschnitte gehen fast immer fließend in einander über. Ich beschreibe folgend 7 Abschnitte (diese Abschnitte decken sich vielleichtn nicht 100%ig mit dem Inhaltsverzeichnis). Ich werde jeden Abschnitt kurz beschreiben und dann nochmal stichpunktartig auf die enthaltenen Fakten eingehen (Sie können daher auch einfach die Stichpunkte lesen, wenn Ihnen die gesamte Rezension zu lang ist ;).
Der Erste Abschnitt beginnt mit einer (von mir als fiktiv empfundenen) Geschichte über Maximalist Lighting und seinen Nachteilen gefolgt von den Vorteilen von Minimal.
- Geschichte
- Einleitung - warum Minimal?
- Vorteile von Minimalist Lighting (schon hier eindrucksvolle Bilder)
Im folgenden Abschnitt werden 10 Regeln zu Minimalist Lighting genannt. Darauf werden die verschiedenen Arten und Wirkungen von Licht mit eindrucksvollen Bildern beschrieben. Der Abschnitt wird mit vielen Setup-Bildern eines Studio-Portraits abgerundet.
- 10 Regeln zu Minimalist Lighting
- Wie wirkt Licht und was ist der Unterschied zwischen diffusem und direktem Licht? (10 verschieden ausgeleuchtete Studio-Protraits)
- Setup mit Schirm und Reflektor (Bilder des Setup, keine Skizzen)
Der nächste Abschitt umfasst eine Palette von Blitzen und Fernauslösern, beschreibt Montierungs-Formen der Blitze und wie die Farbe an das Umgebungslicht angepasst werden kann. Der Abschnitt wirkt, was die Blitze angeht, sehr Nikon lastig. Kirk Tuck fotografiert offensichtlich mit dem Nikon-System, erwähnt aber auch dass es ähnliches Equipment für Canon und andere Hersteller gibt, und dass sich Beide ähnlicher Technogien bedienen.
- Welche (Nikon-)Blitze gibt es und wofür eignen sie sich
- Wie entfesselt man sie (Kabel, Funk-/Infrarot-Auslöser)
- Was sind die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Komponenten
- Montierung der Blitze (Blitzstative) und (Schirm-)Neiger
- Transport der Ausrüstung (Roll-Koffer)
- Alternative Befestigungen (Klemmen, Klebeband, etc.)
- Filter zur Farbanpassung
Es geht nahtlos in den nächsten Abschnitt über: wie werden Softbox, Schirm und Lichtformer eingesetzt um das Licht dahinzu dirigieren wo es sein soll und abzuschirmen wo es nicht sein soll.
- Reflektoren, Softboxen, Blenden
Im gleichen Kapitel (für mich aber ein neuer Abschnitt) werden in 6 Beispielen praktische Einsatzgebite der Ausrüstung gezeigt. Sie bestehen konsequent aus einem oder mehreren Variationen, einer Skizze und teilweise einer Aufnahme des Setups.
- Ausleuchten Indoor (komplexe Situation)
- Outdoor aufwerten
- Outdoor verfremden (Dämmerung bei Tageslicht)
- Hartes Tageslicht dirigieren
- Wenig Licht aufwerten
- Unter erschwerten Bedingungen fotografieren (wenig Licht, Regen) (mit Hinweisen auf "Isolierung")
- Kurzer Abriss zu Makro-Fotografie unter Laborbedingungen (sehr kurz)
Immernoch das gleiche Kapitel, aber (für mich) wieder ein neuer Abschnitt geht kurz auf die Energieversorgung für System-Blitze ein und schließt mit einer kurzen Anleitung zum Nikon-System ab. Kirk Tuck ist der Meinung, dass Nikonhandbücher das Blitzen ehr komplizierter machen und beschreibt daher auf 2-3 Seiten die Verwendung von Remote-Trigger SU-800 und Blitz SB-800.
- Batterie vs. Akku (und Akku-Arten)
- (Hochspannungs) Batterie-Packs
- (Niederspannungs) Batterie-Packs Marke Eigenbau
Abschließend skizziert Kirk Tuck noch einmal in 14 Fallstudien einige seiner Aufträge.
- verschiedene Ausschnitte und Perspektiven
- verschiedene Licht-Setups (pro Klient)
- detalliert beschrieben
- wo stehen die Lichtquellen
- wie wurden sie verändert (Filter)
- Abstand, Brennweite und Kamera-Modell
- fast immer mit Skizzen
- Die letzten Fallstudien ohne Skizzen
Das Buch endet mit dem Hinweis, dass man selber probieren, sich nicht nur auf Anleitungen verlassen und Neues ausprobieren soll. Daran schließen sich ein paar Seiten mit (Ausrüstungs-)Quellen und anderen Strobisten/Beleuchter-Informationen an.
Kritik
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Begrüßt habe ich die detallierten Setup-Aufnahmen und Skizzen im ersten Teil, die zusammen mit der Erklärung im Text die Wirkung der Lichtformer gut vermitteln.
Bei einigen Skizzen war mir manchmal nicht ganz klar wie das Symbol für den Blitz (schwarzes Rechteck) ausgerichtet ist, das Symbol könnte eindeutiger sein (zum Beispiel mit hellblauem Trapez).
Den Umfang des Technik-Abschnitts empfinde ich neutral. Mir hätte weniger genügt, Anderen mag der Abschnitt zu kurz und dafür wieder andere Abschnitte zu lang sein. Als störend könnten Nicht-Nikon Benutzer die Nikon-Lastigkeit empfinden, ich bin aber der Meinung, dass er sich nicht auf das pure erwähnen von Geräten beschränkt, sondern auch die Funktionen beschrieben hat, sodass Canon-Benutzer ähnliche Geräte wiederfinden dürften. Ich würde das Buch aufjedenfall auch Benutzern anderer Kamera-System empfehlen (ausser sie sind militante Liebhaber des eigenen Systems und ebenso militante Gegner anderer Systeme ;).
Negativ empfand ich, dass bei den Fallstudien die letzteren kaum noch mit Setup-Skizzen untermalt waren. Einige Setups fand ich schon komplex genug, dass eine blose Beschreibung in Fließtextform wo Blitze, Diffusoren und Reflektoren standen nicht mehr ganz nachvollziehbar fand. Dagegen hätte Kirk Tuck bei ein oder zwei Fallstudien auf eine Skizze verzichten können da das Setup einfach genug war.
Positiv war dagegen, dass er die Fallstudien sehr detalliert beschrieben hat und auch erwähnte, dass weniger manchmal mehr ist.
Bei den Fallstudien hätte ich mir gewünscht dass er die Bilder zeigt, die er als unbefriedigend empfand (bevor er z.B. ein zwei weitere Lichtquelle hinzgefügt, abgeschirmt oder Farbanpassungen vorgenommen hat). Auch wenn es keine Labor-Shootings waren, dürfte er schon diese Outtakes haben, daher wären sie praktisch gewesen und ich hätte dafür auch ein bisschen mehr für das Buch bezahlt.
Ich hätte mir Erklärungen zum korrigieren ohne Blitze, nur mit Reflektoren und Diffusoren bei Aufnahmen in der Natur gewünscht. Das basiert auf meiner Erwartung an das Buch und ist nicht unbedingt objektiv.
4 von 5 Sterne
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Der eine Stern Abzug besteht zu 75% aus den fehlenden Skizzen der letzten Fallstudien. Zwei Sterne Abzug wären unfair, daher sind die folgenden Punkte in dem einen Stern enthalten:
- umfangreicher Technikabschnitt (eventuell zu Lasten anderer Abschnitte?)
- Nikon-Lastigkeit (stört mich weniger, da ich Nikon benutze)
- nicht immer eindeutige (vielleicht sogar widersprüchliche?) Ausrichtungen der Blitze in den Skizzen
- Kaum/keine Erklärungen zum korrigieren ohne Blitze, nur mit Reflektoren und Diffusoren bei Aufnahmen in der Natur
Buch
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Diese Rezension bezieht sich auf
Minimalist Lighting
Professional Techniques for Location Photography
von Kirk Tuck
bei Amherst Media
ISBN 978-1-58428-230-3, August 2008