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Minima Moralia: Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Sonderausgabe [Broschiert]

Theodor W. Adorno
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Broschiert --  

Kurzbeschreibung

3. September 2001
"Adornos Werk Minima Moralia erdrückt alles, was unser Jahrhundert bisher an kulturdiagnostischen und kulturkritischen Dokumenten vorgelegt hat." Hans Kudszus
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Minima Moralia
OA 1951 Form Aphorismen Bereich Philosophie
Es gibt kein vergleichbares Werk in der philosophischen Literatur des 20. Jahrhunderts: Minima Moralia von Theodor W. Adorno ist eine Sammlung von 153 Reflexionen aus dem beschädigten Leben (so der Untertitel), die in der Kultur- und Gesellschaftskritik neue Maßstäbe gesetzt hat und auch ein halbes Jahrhundert nach der Erstveröffentlichung gleichermaßen durch Aktualität und analytische Schärfe verblüfft.
Entstehung: Die Entstehungsgeschichte reicht bis in die Zeit des englischen Exils zurück. 1935 stellte Adorno seinem bereits in die USA emigrierten Freund Max Horkheimer ein »Aphorismenbüchlein« in Aussicht, das an dessen 1934 veröffentlichte Dämmerungen, eine Sammlung von Aphorismen und Notizen aus der Weimarer Zeit, anschließen sollte. Zu einer Publikation des geplanten Bandes kam es nicht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diverse Motive und Textfragmente in die Minima Moralia eingegangen sind, mit deren Niederschrift Adorno 1944 im kalifornischen Exil begann. Ein Jahr später waren die beiden ersten Teile fertig gestellt und konnten Horkheimer, dem das Buch zugeeignet ist, zum 50. Geburtstag überreicht werden. Der dritte Teil des Buches wurde 1947 abgeschlossen. Eineinhalb Jahre nach Adornos Remigration erschien das Buch 1951 im Suhrkamp-Verlag.
Inhalt: Kein Satz ist geeigneter, die Methodik der Minima Moralia zu umschreiben, als Rainer Maria R Rilkes Bemerkung, man könne die Geschichte eines zerbrochenen Lebens nur in Bruchstücken erzählen. Adorno begann mit der Niederschrift zu einer Zeit, als ein Ende der nationalsozialistischen Herrschaft absehbar und zugleich das ganze schreckliche Ausmaß der begangenen Gräuel zu überschauen war. Die bürokratisch-industrielle Organisation der Barbarei, die falsche und deshalb von Beginn an bösartige Vergesellschaftung der »vereinzelten Einzelnen« in der Volksgemeinschaft, die Identifikation der Massen mit dem »Führer«, das totalitäre Bündnis von Arbeit und Kapital, alle diese konstitutiven Merkmale des Nationalsozialismus waren nicht gleichsam über Nacht in Erscheinung getreten. Der Zivilisationsbruch war das Resultat der historischen Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft. Und auch nach der Zerschlagung des nationalsozialistischen »Volksstaats« steuerte die westliche Gesellschaft durchaus nicht auf ein Reich der Freiheit zu, sondern auf ein System global organisierter Unmündigkeit, eine verwaltete Welt, die – nach Adornos Diagnose – auf dem besten Weg war, das Subjekt und die Frage nach Sinn endgültig zu liquidieren.
Adorno reflektiert in seinen Aphorismen die gesellschaftliche Totalität durch den Rekurs auf individuelle Erfahrungen. Neben den philosophischen Stücken über Kierkegaard und Friedrich R Nietzsche, die Schönheit und die moderne Kunst finden sich deshalb bestechende Analysen zu den alltäglichsten Momenten des modernen Daseins, zur Sensation, dem Verfall des Wohnens und des Schenkens, dem Schließen einer Tür, der Erotik, der Kommunikation, dem Gestus des coolen Typen und, immer wieder, den Erfahrungen moderner Flüchtlinge.
Das Buch »insistiert«, wie es in der Zueignung heißt, »in Opposition zu R Hegels Verfahren und gleichwohl in der Konsequenz seines Gedankens auf der Negativität«, die dieser in der Vorrede zur Phänomenologie des Geistes als die Kraft des Geistes definiert hatte, dem Negativen ins Angesicht zu schauen, bei ihm zu verweilen. Das dialektische Verfahren zielt nicht mehr, wie in der philosophischen Tradition, darauf, dass durch die Figur einer Negation der Negation ein Positives sich herstelle, das angesichts des unwahren Ganzen nicht zu halten wäre. »Es ist keine Schönheit und kein Trost mehr«, heißt es bei Adorno, »außer in dem Blick, der aufs Grauen geht, ihm standhält und im ungemilderten Bewusstsein der Negativität die Möglichkeit des Besseren festhält.«
Wirkung: Schon wenige Monate nach dem Erscheinen machten die Reflexionen aus dem beschädigten Leben den Autor – wie er in einem Brief an Siegfried R Kracauer formulierte – »bekannt wie einen bunten Hund«. Mit einer Auflage von inzwischen mehr als 100 000 Exemplaren wurde die Minima Moralia wie kaum ein anderes gesellschaftstheoretisches Werk weit über die Grenzen der akademischen Zirkel hinaus rezipiert. K. L. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Theodor W. Adorno wurde am 11. September 1903 in Frankfurt am Main geboren und starb am 06. August 1969 während eines Ferienaufenthalts in Visp/Wallis an den Folgen eines Herzinfarkts. Von 1921 bis 1923 studierte er in Frankfurt Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musikwissenschaft und promovierte 1924 über Die Transzendenz des Dinglichen und Noematischen in Husserls Phänomenologie. Bereits während seiner Schulzeit schloss er Freundschaft mit Siegfried Kracauer und während seines Studiums mit Max Horkheimer und Walter Benjamin. Mit ihnen zählt Adorno zu den wichtigsten Vertretern der „Frankfurter Schule“, die aus dem Institut für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt hervorging. Sämtliche Werke Adornos sind im Suhrkamp Verlag erschienen.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

4.1 von 5 Sternen
4.1 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feinschliff 10. Juli 2006
Format:Gebundene Ausgabe
In aus allen Fugen geratenen Zeiten ein solches Buch zu schreiben, ist bereits eine Meisterleistung. Theodor W. Adorno sind hier über Jahre latent bewußtwerdende Gedanken zum Zeitgeschehen, zum Verlust einstmaliger zivilisatorischer Werte, zum Leben unter Bedingungen, die das individuelle Leben zur privaten Angelegenheit verkümmern lassen, zu Textminiaturen verdichtet, die zum besten zählen, was überhaupt je veröffentlicht wurde. Sprachlich und inhaltlich ein Meisterwerk!
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Format:Gebundene Ausgabe
Adorno setzt mit Minima Morala viele Grundlagen der modernen Kulturkritik, an der am Konsum- bzw. Kapital orientieren Unterhaltungsindustrie, die er zu analysieren und kritisieren nicht müde wird. Mag seine Aphorismenedition auch vor 70 Jahren geschrieben worden sein, in den Grundzügen hat sie Maßstäbe gesetzt und ist für viele Kultursoziologen und -philosphen eine Referenzgröße.
Seinen ästhetischen Urteilen muss man freilich nicht zustimmen. Adorno hat zum Beispiel nie (sofern es seine Schriften hergeben) den Jazz verstanden, vielleicht ihn nie verstehen wollen - zu sehr hatte er sich dem verschrieben, was man allgemein als »Klassik« bezeichnen kann. Ästhetisch wie politisch erschreckte ihn das Törichte, Aktionistische und Laute der Beat-Generation zuletzt. Er lieferte den 68er viele Motive - ihr Verbündeter im Sinne politischer Ziele und neuer kultureller Vorlieben in Musik und Literatur ist er nicht gewesen und er verbat sich auch deren Vereinnahmung - sofern er sie jedenfalls bis 1969 noch registrieren konnte.
Der konservativen Kritik, Adorno hätte dem Land, dass ihn als Emigranten aufnahm, den Vereinigten Staaten, statt mit Kritik mit mehr Achtung (also »Zustimmung«) begegnen sollen ist eine Absage zu erteilen. Adorno wendet sich gegen die konsumistische Industrie der Kultur des »Marktes«, die selbstverständlich in den USA seit den 1930er Jahren vom »Fließband« anlief. Ob der Kapitalismus moderner Prägung nun unbedingt "amerikanisch" sein muss? »Kapitalismus« oder meinetwegen »Marktwirtschaft« kennt letztlich keine Nation, kein Geschlecht, keine Rasse, keine Religion - sie kennt nur »Konsumierende« und bügelt die kulturellen Eigenarten und Unterschiede einfach platt. Dagegen wandte er sich.
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25 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen urmeter des modernen schreibens und denkens 12. September 2002
Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT
Format:Broschiert
adorno, zunächst behütet aufgewachsen, lernte das grauen erst ausserhalb des heimischen, friedlichen, musikerfüllten wohnzimmers kennen: zunächst in der schule, gehetzt und geprügelt als klassenprimus, sodann als jude - in den zeiten des auschwitz-erfindenden deutschlands. was ihm als verachtung durch die horde der mittelmäßigen als gymnasialschüler schon zu nahe gegangen war, erreichte durch die ideologischen konstruktionen des nationalsozialismus fast unerahnbare ausmaße - und doch meinte adorno, dies habe ihn schon nicht mehr überrascht, nach allem, was er als milieu-sturz in jugendjahren in den lehranstalten verdauen mußte. das ende seines lebens ähnelte traurigerweise dem beginn und der mitte seines horden-flüchtigen strampelns: die zur brüllenden masse sich kumulierende 68'er studentenschaft verstieß erneut gegen adornos stilempfinden, - und obwohl schon längst im sarg, wird ihm aus dieser richtung, welche elitäres verhalten niemals akzeptieren wollte, verachtung nachgeworfen - indem man in ihm nicht den denker zu erkennen behauptet, der wahrlich nutzbringendes zu tage gefördert habe. er hat. nicht nur stilistisch mit seinen "minima moralia". nicht nur mit dem denkerischen und schriftstellerischen imperativ, dass nur mehr essayistisch nach stichworten zu arbeiten sei, da die großen mega-philosophien ja doch immer wieder zusammenbrächen oder durch den arbeitsprozess der dialektik lautlos versickerten; sondern drittens mit der heutzutage immer deutlicher in ihrem gewicht werdenden einsicht, dass systemhöriges denken, egal innerhalb welcher nationen durchgepaukt, fast zwangsläufig zu katastrophen führen muß. Lesen Sie weiter... ›
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die schönste Ausgabe 19. Mai 2012
Von F. Riedel
Format:Broschiert|Verifizierter Kauf
Suhrkamp ist ja nicht gerade für gutes Papier bekannt. So leiden Bücher aus den 1950-ern heute an so starkem Gilb und brechenden Buchrücken, dass ihre aktuellen Ausgaben als Anschaffung auf Lebenszeit kaum in Frage kommen. Man will ja ein Buch in einer intellektuellen Karierre mehrfach lesen und genießen, auch nach der Rente.
Auch sind viele Suhrkamp-Bücher eng bis an den Rand gedruckt: Für Anmerkungen bleibt dann kein Platz mehr. Die amerikanischen Universitätsverlage sind in Sachen Design, Papier und Druck weit voraus und dennoch äußerst konkurrenzfähig.

Wenigstens hat sich Suhrkamp für die Minima Moralia etwas mehr Mühe gegeben und die alte Ausstattung neu aufgelegt. Ärgerlich ist nur die Auflage: Man bekommt sie nur noch antiquarisch.

Das Layout ähnelt einer Zeitungsspalte, etwas breiter. So macht Lesen Sinn.

Inhaltlich ist es halt die Minima Moralia. Ein unverzichtbares Werk mit gelegentlichen peinlichen Ausrutschern, die einfach nicht hätten sein müssen.
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