Das Gedicht / Medienmagazin Insight / Zeitriß
Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
Nutzfaktor 10
Wenn es ein Schlagwort gibt, das die Printszene der neunziger Jahre beherrscht wie kein anderes, dann ist dies "Nutzwert". In Zeitungen und Magazinen erblühen Mehrwert-kasten-Landschaften, und auch der Buchmarkt wird klar von Sach- und Nutzwert-Titeln dominiert: Wer heute Bestseller schreiben will, der läßt die Lyrik links liegen. Dementsprechend schwierig ist es für alle unverbesserlichen, von der Muse geküßten Möchtergern-Autoren, einen Verlag zu finden. Spätestens dann, wenn die Portokosten für den Versand des Manuskriptes die Druckkosten im Falle einer Veröffentlichung übersteigen, kann (und sollte?) man den Selbstverlag andenken.
Es sei ein mühseliges Geschäft und verspricht keine Reichtümer, schreibt Manfred Plinke in seinem Buch Mini-Verlag. Selbstverlegen.Ein Ratgeber für Verlagsgründer - und er muß es ja wissen. Das 119-Seiten-Bändchen ist im Autorenhaus--Verlag Plinke erschienen, was zweierlei beweist: Erstens, daß auch selbstverlegte Bücher nicht unbedingt immer Ergüsse verhinderter Dichterfürsten sein müssen, und zweitens, daß man mit einem Mini-Verlag durchaus Erfolg haben kann. Von den ökonomischen und rechtlichen Fragen der Verlagsgründung über den Titelschutz, die ISBN-Forma-litäten, über Kostenkalkulation (mit konkreten Beispielen!), über Sponso-ringmüglichkeiten, die PR-Arbeit bis hin zu Vertriebsformen läßt der Autor kein Thema aus. Ganz im Geist der Neunziger bieten die Artikel und Kapitel Mehrwert pur, indem sie die Erfahrungsberichte mit (wirklich!) nützlichen Adressen, Literaturhin-weisen und Tips verbinden. Gelungen! Am Ende steht dann die Erkenntnis, daß man sich zum Klein- oder Selbstverlag nicht unbedingt aus Not entscheidet: Es ist schwer vorzustellen, daß Plinke nicht auch einen großen Verlag gefunden hätte. Aus: Insight, Neue Medien, Märkte, Macher (Frank Patalong) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Der Autor über sein Buch
Weil uns viele Quereinsteiger auch um Rat fragten, was die Buchgestaltung angeht, haben wir einen erfahrenen Verlagshersteller, Jens-Sören Mann, um Mitarbeit gebeten. In dem neuen Kapitel »Wie ein Buch entsteht« gibt er praktische Anleitung und wertvolle Tipps für Satz, Gestaltung und Herstellung von Büchern.
Aus Ein-Buch-Verlagen können auch Verlage mit einem kleinen Buchprogramm werden. Professioneller Verkauf und Vertrieb wird dann besonders wichtig. Deshalb wird das Verlagsmarketing in dieser wiederum erweiterten Ausgabe mit praxisnahen Beispielen und verkaufsbezogenen Anschriften behandelt.
Viele Erfahrungen stammen von Mini-Verlegern, die ihr Know-how hier gerne in Erfahrungsberichten und praktischen Beispielen weitergeben.
Mit zahlreichen Checklisten, Mustern und Abbildungen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.