Der Mini-Motivsucher von Minadax ist ein kleines, handliches aber dennoch stabiles Teil, sehr schön, aus Metall und deshalb wahrscheinlich auch sehr belastungsfähig. Ich habe ihn in meinen Aktenkoffer gepackt, um ihn immer griffbereit zu haben. Am vorderen Linsenrad lassen sich wahlweise die Formate TV, 35mm und 16mm einstellen, beziehungsweise die gängigen Kinoformate 1:1.66, 16:9, 1:1.85, 1:2,35 und 1:2:55. Der Schaft für die verschiedenen Brennweiten ist ausziehbar und 8 verschiedene Brennweiten können einrasten. Im Bezug auf 35mm Film die gängigen Optiken 18, 24, 35, 50, 75, 100, 150, und 200 mm. Die Ausschnitte im Sucher können dann klar eingegrenzt werden, auch wenn sich natürlich dabei das betrachtbare Bildfenster verkleinert. Aber das stört nicht, man kann noch immer beurteilen, was bei der jeweils vorgewählten Linse ins Framing passen wird, auch wenn ein Dioptrienrad fehlt.
Im Gegensatz zu den Apps beim Iphone, hat man gerade bei 18mm ein Vollbild, was das Iphone offenbar nicht abbilden kann. Dort behilft man sich mit Grauflächen um ein Bild, das einem 25 mm Ausschnitt entspricht. Ich bevorzuge daher die optische Variante des Mini-Motivsuchers, denn so lassen sich die ausgewählten 18mm-Bildwinkel sehr gut beurteilen. In der Praxis sicher die bessere Lösung, auch wenn der Preis mit 199,00 Euro etwas hoch ist. Deshalb gebe ich nur 4 Sterne.
Bestechend aber ist wirklich die Größe, die zuläßt, dass man den Mini-Sucher immer einstecken haben kann - so ist er immer parat. Die Motiv-Werte allerdings muß man nach wie vor auf Papier festhalten. Beim Iphone lassen sich die Motivausschnitte fotografieren und abspeichern, mit den jeweiligen Werten eingeblendet. Hier aber stört mich, dass im oft verwendeten 18mm-Bereich nur Ausschnitte des Motivs sichtbar sind, was eine wirkliche Beurteilung nicht zulässt, was beim Mini-Motivsucher natürlich nicht der Fall ist.