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Mines
 
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Mines

Menomena Audio CD
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Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

„Mines“ heißt der soeben fertig gestellte Opus von Menomena aus Portland / USA. Der neue Longplayer des Trios ist ebenso gehaltvoll wie der von Kritikern hochgelobte Vorgänger "Friend And Foe" (2007), doch hier und dort noch luftiger, noch lakonischer. Woanders dagegen harscher, fordernder (vor allem in den von Bassist/Saxophonist Justin Harris gesungenen Songs) und noch größer, noch emotionaler, noch dramatischer und beseelter (in den größtenteils Schlagzeuger Danny Seim zugeschriebenen Nummern). Daneben stehen die feinsinnig ziselierten Kunstwerke von Brent Knopf, der letztes Jahr unter dem Namen Ramona Falls eine irre Soloplatte hingelegt hat. Zusammen ergibt all dies das vierte Album (eine Instrumentalplatte für ein modernes Tanztheater mal mitgerechnet) dieser Band aus Portland, Oregon.Menomena platzen ebenso vor Talent wie die Flaming Lips, emotionalisieren ihre Songs in den besten Momenten wie Weiland mit ganz verschiedenen Methoden Sebadoh oder Built To Spill, sie arrangieren mancherorts radikal-musikalisch wie Tortoise, türmen trotz Dreierbesetzung mehr Texturen als die Großfamilie von der Broken Social Scene übereinander, sind die erklärte Lieblingsband von Lambchop Chef Kurt Wagner; und dann hat einer von ihnen ja neulich auch noch das geliebte Debüt-Album der Südafrikaner von Dear Reader produziert.

motor.de

Drei Jahre nach dem Durchbruch "Friend and Foe" ist das Frickel-Indie-Trio Menomena wieder da, und zwar mit "Mines": tückisch, explosiv und knifflig zu entschärfen. Wenn Menomena, das Trio aus Portland, Oregon, auf der Bühne spielen, dann ist das immer nur so ein zufälliges Bild, wer da gerade welches Instrument in den Fingern hat, wer da mit welcher Stimme oder mit welchem Gerät diesen Bombast produziert oder zum Verschwinden bringt. Nächster Song, nächstes Setting. Aber der Bombast kommt wieder, amerikanisch, von Math- und Progrock-Strukturen informiert, immer knapp an der Grenze zur Musikermusik. Weil, so funktioniert der Apparat Menomena eigentlich: mit drei beobachtenden Maschinen. Sich gegenseitig beobachtend. Jetzt zum Datenmaterial, das mit dem neuen, starken Album "Mines" vorliegt, und wo man im Gegensatz zur Liveshow in etwa sagen kann, wer was gemacht hat: Danny Seim ackert am Schlagzeug, immer etwas übersteuert. Justin Harris ersetzt das, was bei den seelenverwandten Flaming Lips als Gitarrenriffs durch die Songs sägt, mit seinem Baritonsaxophon. Und selten bekommt man im Indie-Kontext das Gefühl, dass so ein gefährlich prätentiöses Instrument genau da hingehört. Brent Knopf spielt diese ständigen Piano-Hooklines mit Hall, das macht er nicht unbedingt originell, aber das gehört halt auch zu diesem Bombast. "Bote" hat die Slidegitarre, die sich Beck nicht mehr traut. "Intil" zeigt, wie Peter Gabriel sein jüngstes Klavieralbum "Scratch My Back" schmalzlos hätte absolvieren können. Nicht nur der könnte sich die Frage aus der düsteren Nummer "Killemall" stellen: "Have you met your ghost? / He says things that you won't".

kulturnews.de

Vielleicht waren Menomena bisher zu gut, um erfolgreich zu sein. Mit ihrem letzten Album "Friend and Foe" mauserte sich das Trio aus Portland zwar hierzulande zu Kritikerlieblingen, doch der durchschnittliche Indiefan fühlte sich überfordert. Natürlich bieten sie auch auf dem vierten Album wieder mehr Ideen in einem Song als die meisten anderen Bands auf einem Album, doch auf "Mines" legen sie die eingängigen Popmomente frei wie nie zuvor. Und sie sind so clever, sie direkt an den Anfang zu stellen: "Queen Black Acid" ist ein sanfter Einstieg, der zwar ständig in unterschiedliche Richtungen zu kippen droht, letztlich aber doch seiner unwiderstehlichen Hookline treu bleibt. Das sich anschließende "Taos" könnte auch eine Hitsingle von TV On The Radio sein, und dann folgen auch schon die zwei Übersongs des Albums: der verträumte Ohrwurm "Killemall" und das von verzweifeltem Chorgesang veredelte "Dirty Cartoons". Effekt: Der durchschnittliche Indiefan hat eine neue Lieblingsband. (cs)
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