Um heutzutage einen guten 3rd Person Shooter zu entwickeln ist schon einiges an Originalität gefragt. Die Messlatte wurde durch Titel wie Uncharted, Resident Evil oder Vanquish so hoch gesetzt, dass man sich schon etwas ganz neues Ausdenken muss, um den Gamer von heute vor den Bildschirm zu fesseln.
Squareenix will dies mit Mindjack erreichen, ob es ihnen gelungen ist seht ihr gleich im Detail.
Story:
Mindjack spielt im nicht ganz so weit entfernten Jahr 2031. Die Technologie hat einen gewaltigen Sprung gemacht und es ist nun möglich sich in die Gehirne anderer Menschen einzuhacken. Ihr übernehmt die Rolle des Agenten Jim und werdet auf die Observation einer Person namens Rebecca angesetzt. Einiges läuft schief und ehe ihr euch verseht steckt ihr zusammen mit Rebecca in einem Krieg gegen den Megakonzern Nercas.
Leider ist die Story von Mindjack weder orinell, noch ist sie spannend erzählt. Alles was man bekommt sind verwirrende Flachbacks und langweilige Zwischensequenzen, mit dem enttäuschendsten Voice-Acting dieser Konsolengeneration.
Gameplay:
Naja wenn schon die Story keinen vom Hocker haut dann tuts vielleicht wenigstens das Gameplay. Mindjack versucht sich von anderen 3rd Person-Shootern durch die Mindhacking Fähigkeiten abzuheben.
Allerdings beschränkt sich das ganze auf das Kontrollieren von kampfunfähigen Gegnern. Ihr habt zwar auch noch die Möglichkeit euren Körper zu verlassen und dann in den Geist eines einfachen Passanten einzutauchen, allerdings werdet ihr diese Option meist nur in Gebrauch nehmen, falls euer Charakter ausgeknocked wird und ihr ihn wiederbeleben müsst.
Auch die Gegner-KI weiß nicht zu überzeugen. Zum Teil laufen Feinde einfach an euch vorbei ohne euch Beachtung zu schenken, oder rennen von einer Deckung in die Nächste, ohne Sinn und Verstand. Das war vor einigen Jahren noch in Ordnung, aber wir befinden uns mittlerweile in 2011 und da sollten solche KI-Patzer langsam mal der Vergangenheit angehören.
Mindjack bietet allerdings auch eine interessante Multiplayer-Komponente. Ihr könnt die gesamte Singleplayer-Kampagne nämlich auch Online spielen. So können sich andere Spieler in eure Welt einhacken und mit euch zusammen das Spiel durchspielen. Dies ist allerdings nur eine Variante. Diese Hacker können sich nämlich auch entscheiden, ob sie mit euch kämpfen, oder sich in die Hirne der Feinde einhacken, um euch das Leben schwer zu machen.
Grafik:
Mindjack sieht leider auch nicht sonderlich toll aus. Das liegt erstmal nicht zwangsläufig an der wenig detailreichen Grafik, sondern eher am wenig einfallsreichen Charakter- und Umgebungsdesign. Vor allem die Gegnertypen sind fantasielos und absoluter Cyberpunk Standard, aber auch die Locations stechen einfach nicht heraus und keine davon wird euch länger als das Feuergefecht, dass ihr beim durchmaschieren führt, in Errinerung bleiben.
Sound:
Mindjack leifert im Punkto Soundtrack typischen Sci-Fi Standard ab, hier gibt es nichts zu meckern, aber loben kann man die Komponisten auch nicht.
Wo es aber auf ganzer Linie versagt ist die Synchro. Diese ist so stümperhaft, dass man sich an alte Resident Evil Zeiten errinert fühlt. Allerdings kann man den Sprechern nicht die komplette Schuld in die Schuhe schieben, denn das Script mit dem sie arbeiten mussten ist mindestens genauso uninspiriert.
Fazit:
Mindjack hatte Potential, mit seinem Gameplay rund um das Mindhacking und dem innovativen Multiplayer, ein Überraschungshit des Jahres zu werden. Leider ist das Spiel von Anfang bis Ende ein nie enden wollender Firefight, voll mit langweiligen Umgebungen, stupiden Gegnern und einer Story an der jeder nach 30 Minuten jegliches Interesse verliert.
Der Multiplayer hätte das Spiel retten können, jedoch sind alle anderen Aspekte des Spiels einfach so unglaublich antiquiert, dass man beim besten Willen nicht darüber hinwegsehen kann.
Story: 23%
Gameplay: 45%
Grafik: 49%
Sound: 20%
Multiplayer: 67%
Spielspass: 28%