Auf dem Markt ist eine Vielzahl von Büchern zum Thema Mindmaps erhältlich. Warum sollte man sich dieses Buch kaufen?
Zunächst zum Inhalt:
Es werden Argumente für Mapping-Techniken dargestellt, kurz Begriffe und Techniken von Mind maps und concept maps erlautert. Es folgen Kapitel über Darstellungsstrukturen (hierarchisch, kausal, zeitlich) und konkrete Einsatzmöglichkeiten (Brainstorming, Zusammenfassen, Moderieren und Präsentieren, Gruppenarbeiten, Wissen erfassen, Texte schreiben und analysieren, Projekte planen und leiten und Beratungsgespräche führen. Den Schluß bildet ein kurzes Kapitel über Mindmapping am Computer.
Immer wieder finden sich Absätze, in denen typische Probleme und ihre Lösungsmöglichkeiten dargestellt werden.
Der Stil ist knapp und strukturiert, einzelne Beispielgraphiken und Karrikaturen sind hilfreich, bzw. lockern auf.
Das Schlüsselthema sind sicher die "Concept maps", eigentlich Mind maps, in denen aber die Beziehungen zwischen den einzelnen Begriffen auf den Verbindungslinien explizit benannt sind. Dies kommt v.a. bei der Hierarchisierung von Begriffen und bei der Entwicklung oder Darstellung von Abläufen zum Tragen.
Die Ergebnisse können wie eine Kreuzung von Mind map und Flußdiagramm anmuten.
Es läßt sich sicher darüber streiten, ob a) die Idee brandneu ist und b) noch viel mit Mindmapping zu tun hat.
Ich habe mich in jedem Fall angeregt gefühlt, sie bei Prozeßdarstellungen auszuprobieren.
Sehr brauchbar erscheint mir in jedem Falle das Praxiskapitel, in dem konkret und praxisnah mehrere Anwendungsmöglichkeiten für Mind maps und Concept maps dargestellt wird. Besonders gefällt mir, daß die Autoren immer auch auf die Kundenperspektive eingehen.
Fazit: Wer schon länger mit Mindmaps arbeitet, findet hier einige gute Anregungen zu vernünftigem Preis. Mich selbst hat die Beschäftigung mit dem Konzept der Concept maps angeregt, wieder einmal über Stärken und Grenzen der Mindmap-Methode nachzudenken.
Als Einführung in das Thema würde ich aber lieber zu anderen Büchern greifen.