Es ist natürlich nicht die Art von Musik, die einem mit dem absoluten Zündstoff der Beat-Generation vom Hocker reißt. Nein, es ist vielmehr eine Musik die in einem das hervorruft was Geduld heißt. Für mich war es schwer diese Platte zu charakterisieren, aber eins habe ich ganz sicher gewonnen. 1., wie angesprochen, Geduld und 2. innere Ruhe. Als ich die ersten beiden Titel hörte wollte ich eigentlich schon beleidigt die CD aus dem CD-Player schmeißen und Evelyn für musikalisch Tot erklären. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass es nun auch ihn erwischte. Musik machen und in einer Gewohnheits-Lethargie fallen. Die ersten beiden Titel, „Mind Eye" und „Say Say" sind in der guten alten Manier des Albums „Carboot Soul" und nicht wirklich spannend, da nicht neu und auf den Punkt produziert. Ganz anders sieht es aus, wenn man sich bereit erklärt weiter zu hören. Spätestens bei dem Gesang von Miriam Lamen in „Thinking of Omara" wird einem klar, Evelyn hat sich wieder belebt und die Lethargie weggeworfen. Hier und da wieder Downbeat vom feinsten mit viel Soul und dazu Reagea. Ok, zugegeben wird man die Begeisterung nicht beim ersten mal verstehen, doch hört man wieder und wieder wird einem das Licht aufgehen etwas zu höheren was Esprit hat.