Joss Stone ist für mich persönlich die Entdeckung des Jahres 2004. Im Frühjahr mit einem Debütalbum auf der Bildfläche erschienen, das Coverversionen mehr oder weniger bekannter Soultitel enthält. Bereits dieses Album war und ist aller Ehren wert.
Nun ist das "eigentliche" Debütalbum mit überwiegend eigenen oder zumindest mit eigener Mitwirkung von Joss Stone erschienen. Mir gefällt das zweite Album "Mind, Body & Soul" noch besser als das erste. "You had me" als Auskopplung ist ein klasse Titel, mein persönlicher Anspieltipp ist "Don't know how" (Titel Nr. 11). Joss Stone wechselt hier permanent zwischen hohen und tiefen Tönen, wobei man sagen muß, daß die tieferen Passagen weit überzeugender erscheinen als die dünneren hohen.
Wer beim ersten Album genau hingehört hat, wird ein permanentes, nicht störendes, Schmatzen gehört haben, das immer entstanden ist, wenn Joss Stone eine Passage zu singen begonnen hat. Mich hat sehr gewundert, daß die Produzenten das nicht in den Griff bekommen haben. Nun haben sie es. Wer Schmatzen hören will, sollte also die "Soul Sessions" einlegen.
Bei mir jedenfalls wird "Mind, Body & Soul" in den nächsten Wochen einer der Dauerläufer sein.
Warum nur 4 Sterne? Weil ich die Unsitte unsäglich nervig finde, daß am Ende leere oder beinahe leere Titel eingebaut werden. Titel Nummer 15 zählt von mehr als 9 min rückwärts, damit dann Titel 16 zwei weitere Minuten Musik bietet, bei einer wiederum deutlich längeren Spielzeit. Also: 5 Sterne für Joss Stone, 4 insgesamt.