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Mimosen in Hosen. Eine Naturgeschichte des Mannes
 
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Mimosen in Hosen. Eine Naturgeschichte des Mannes [Gebundene Ausgabe]

Sabina Riedl , Barbara Schweder
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 237 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 380007026X
  • ISBN-13: 978-3800070268
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 596.037 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Sabina Riedl - Geboren 1965 in Wien. Seit 1987 Journalistin im ORF. TV-Dokumentationen unter anderem über Gentechnik, menschliche Evolution, den Ursprung von Gewalt und Aggression, die Macht der Gerüche, Astronautentraining in der Schwerelosigkeit, Geschlechtsunterschiede zwischen Frau und Mann, Kinderschicksale im Dritten Reich. 1998 Staatspreis für Wissenschaftspublizistik.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jensb1984
Die Autorinnen bereiten in ihrem Buch das Geschlechterverhältnis unter feministischem Vorzeichen auf, wodurch man schon erahnen kann, wie die Geschlechter konzipiert werden: Frauen werden durchweg als gute - ja sogar bessere - Menschen beschrieben, während auf Männer im ganzen Buch verbal eingeprügelt wird. Dabei nehmen die Autorinnen kein Blatt vor dem Mund und betrachten sachliche Etikette offensichtlich als obsolet. Um ein Beispiel zu geben:

"Kein Wunder, dass sich die Natur für die Weibchen der Spezies mehr ins Zeug gelegt hat. Sie mussten zäher, widerstandsfähiger, einfühlsamer und sensibler sein als die Erzeuger ihrer Kinder. Männer waren, ebenso wie ihre Samenzellen, als billige, rasch austauschbare Massenware konzipiert, als Kanonenfutter oder menschliche Schilde bei gewalttätigen Auseinandersetzungen."

Was hier subtil angedeutet wird ist eine Art Pogrom gegen Männen, nach dem Motto: die sind sowie überfüssig und dürfen ruhig von dem Planet verschwinden. Wenn die Autorinnen hingegen auch die andere Seite betrachtet hätten, würden sie bei Frauen mindestens ebenso viele Kritikpunkte finden. Bloß dürfte man die nicht so herablassend äußern wie es umgekehrt der Fall ist, da ein solches Buch wohl schnell konfisziert würde. (Oder können sie sich obiges Zitat mit umgekehrten Geschlechterrollen vorstellen? Oder stellen sie sich obiges Zitat vor, wobei das Wort "Mann" durch eine Ethnie, wie z.B. Schhwarze, Juden, etc., ausgetauscht würde.)
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
In diesem Buch wird (wieder einmal) dem Leser der Mythos vom "Mangelwesen Mann" aufgetischt. Man(n) kann es eigentlich schon nicht mehr hören. Die Sammlung von Fakten ist zwar beeindruckend, allerdings ohne nähere Ursachenanalyse vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen - die aus dem Datenmaterial gezogenen Schlußfolgerungen sind daher wissenschaftlich fraglich. So wird in dem Buch zwar bspw. behauptet, daß Männer schlechter mit Streß umgehen können, dementsprechend häufiger an Herzinfarkten sterben - dies allerdings hat eine Vielzahl von Ursachen. So sind Männer aufgrund gesellschaftlicher Umstände wesentlich stärkerem Streß ausgesetzt als Frauen. Frauen wird Schwäche zugestanden, Männern hingegen nicht. Stellenweise wird es dann auch absurd. Unter anderem, wenn die frühe Mortalität von Männern in diesem Buch als Indiz für eine vermeintliche "biologische Unterlegenheit" des männlichen Geschlechts herangezogen wird. Diesem Vorurteil steht eine große Zahl von Untersuchungen der WHO gegenüber, die eine frühe Mortalität des Mannes weniger auf biologische Mängel, sondern vor allem auf mangelnde Gesundheitsprophylaxe zurückführen.
Ein echter Beitrag zur Genderforschung ist dieses Buch somit nicht, denn eine vergleichbare Liste an Mängeln und Defekten läßt sich auch problemlos für Frauen zusammenstellen. Nur hilft uns das nicht weiter. Ich hätte mir eher eine sachliche und wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit den Problemen der "Männerwelt" gewünscht, die auch effektive Auswege aufzeigt und kompetente Ursachenanalyse betreibt. So bleibt dieses Buch vor allem eines: billige Polemik.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eiferer 11. Mai 2009
Als Unterhaltslektüre mag das Buch angehen, aber ich fürchte, es ist bitter ernst gemeint. Und leider auch unverhohlen rassistisch, da nämlich bei Schweder/Riedl nur die Frau der Mensch ist, während der Mann beharrlich als "Konstruktion der Natur", wahlweise auch als "Massenware" oder "Ausschussware" bezeichnet wird (die erst allmählich eingemenscht werden muss). Auch der inhaltliche Hintergrund ist wenig bio-logisch: Wenn die Damen Autorinnen sich nicht erklären können, warum die Natur sich sich all die vielen Männchen leistet, sollten sie Roughgarden statt Darwin lesen.

Es verwundert daher nicht, dass auch die Ausführungen zu Männern, Stressverträglichkeit, Testosteron, Sex usw. nicht viel mit der Lebenswirklichkeit zu tun haben. Ich kann mich als Mann jedenfalls höchstens marginal darin wiederfinden. Wenn es wenigstens originell wäre, aber es sind doch nur lauter scheinwissenschaftlich "erklärte" Klischees. Das einzig Originelle am ganzen Buch ist eben die Einteilung in Mensch (Frau) und Zusatzkonstruktion (Mann), einschließlich des üblichen yy-xy-Chromosomen-Krams, der schon deshalb fragwürdig ist, weil er nicht überall in der Tierwelt seine Entsprechung findet. (Ein Teil der damals "neuen" Erkenntnisse war auch schon kurz danach wieder überholt)

Lustig ist aber schon, dass dem minderwertigen Geschlecht sein Unterdrückungsstreben vorgeworfen wird; wo doch jeder Richter bei Lektüre dieses Buchs sofort auf Unzurechnungsfähigkeit des Täters Mann entscheiden müßte. Zu guter Letzt werden auch noch hohe Erwartungen an die Männerwelt gerichtet (Robin Hood...), aber das kennen wir ja nun zur Genüge aus dem wirklichen Leben. Da Frauen so hohe emotionale und andere Erwartungen an die gendefizitäre Konstruktion "Mann" richten, müssen sie eigentlich selbst einen größeren Gendefekt haben, oder nicht?

Und was wirklich schade ist: Es tauchen im Buch durchaus die richtigen Fragen und Problemstellungen, ja teilweise sogar gute Ideen auf, aber sie werden mit eher kindlich-naiven Modellen (Fortpflanzungsarithmetik) und einem Wust an zumeist sinnlosen Statistiken eigentlich eher abgewürgt als beantwortet. Das Buch ist auch ein Hinweis auf die allgemeine Krise der biologischen Wissenschaften. Und speziell die Problematik des Patriarchats (das gerade in allerdings unschöner Form verfällt) kann nicht biologistisch-rassistisch, sondern nur in einem offenen gesellschaftlichen Dialog von Frauen und Männern angegangen werden. Das Buch hat dafür einen Bärendienst geleistet. Bleibt nur zu hoffen, dass es doch nicht ganz so ernsthaft gemeint ist wie es für mich klingt.

Fazit: Empfohlen nur für Männer, die einmal das wohlige Schauern spüren möchten, ein klein wenig von den Gefühlen verfolgter Bevölkerungsgruppen zu erahnen, als jene vor ihrer Vernichtung zu Untermenschen erklärt wurden.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Informativ und zum Schmunzeln
Ein sehr gelungenes Buch mit vielen Beispielen und Vergleichen aus der Tierwelt, die mich persönlich sehr fasziniert haben!! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. November 2006 von Pepe
Das Übliche
Es ist schon interessant. Da lassen die beiden Damen eine wissenschaftlich verbrämte Hasstirade gegen Männer los, die man leider schon zu genüge kennt, um dann am... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Februar 2006 von Salvatore
AHA - Erlebnisse Ein Lesevergnügen mit Schmunzelgarantie
Nicht nur einmal hab' ich mir gedacht, "kommt mir das aber bekannt vor..." das Buch ist liebevoller Fraulichkeit und mit wissenschaftlicher Härte geschrieben, ein tolles... Lesen Sie weiter...
Am 27. Juni 2005 veröffentlicht
Faszinierend und subversiv!
In diesem Buch ziehen zwei Zoologinnen aus der Beobachtung der Tierwelt für den Menschen die Lehre, dass der Mann der Frau untertan ist. Lesen Sie weiter...
Am 1. Januar 2005 veröffentlicht
Provokant, witzig und lesenswert!
?Mimosen in Hosen? ist ein großartiges Buch! Es ist provokant und ironisch und dabei so witzig und in keinster Weise trocken oder theoretisch! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. November 2004 von "irenetanz"
Super
Ich finde dieses Buch mal wieder richtig klasse! Witzig, amüsant und brilliant geschrieben. In keinster Weise hämisch und super aktuell. Lesen Sie weiter...
Am 10. November 2004 veröffentlicht
Eine köstliche Provokation
Was für eine Provokation! Dass der Mann, als soziobiologische Ausgabe von Männlichkeit sozusagen, ob seiner vorgeblich genetischen Geringwertigkeit zur Ausschussware der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. November 2004 von Tasso
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