Produktinformation
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»Eine einprägsame Geschichte, unaufwändig erzählt. [...] Von mancher Angst wird man geplagt beim Lesen. [...] Aber die Autorin hat ihre Geschichte im Griff - ebenso wie ihre Figuren. Und dass dies eine sehr weibliche Geschichte ist, die zudem noch sehr weiblich erzählt wird, spricht nicht mal gegen das Buch.«
Kölner Illustrierte
Klara hat es satt, armen Leuten den Strom abstellen zu lassen, wenn die ihre Rechnung nicht zahlen. Also kündigt sie und fliegt spontan nach Argentinien, um Tango zu tanzen. Buenos Aires mit seinen sozialen Gegensätzen und seiner vibrierenden Atmosphäre überwältigt sie völlig. Auf der Suche nach Klarheit über ihre Gefühle und Wünsche schreibt sie eine Art E-Mail-Tagebuch an sich selbst.
Als sie Gustavo Ehrenstein kennen lernt, dessen Vater aus Deutschland flüchten musste, ist sie sicher, ihre große Liebe gefunden zu haben. Aber die Wirtschaftskrise in Argentinien und ein brutaler Raubüberfall beenden ihr kurzes Glück. Was sie nicht weiß: In Berlin gibt es jemanden, der sie kennt. Der Einzelgänger Bruno, der nach dem Tod seines Vaters von Job zu Job und von einer ungeliebten Freundin zur anderen driftet, hat heimlich ihre E-Mails gelesen und wartet auf sie
Wie beim Tango geht es auch in diesem Roman um die richtige Balance zwischen Abstand und Nähe.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Tango ganz global,
Rezension bezieht sich auf: Milonga: Roman (Taschenbuch)
Macht man denn das: Sich ein fremdes Passwort merken und sich in E-Mails einklicken, die einen nichts angehen? Aber egal, wenn der Spion sympathisch ist und sein heimliches Wissen ausschließlich jenseits böser Absichten nutzt, dann verzeiht man das gern. Und den Leser von Katrin Dorns Roman "Milonga" hält der kleine Frevel bis zur sprichwörtlich letzten Seite in Spannung, ob hier wirklich zwei Welten zusammen kommen, die nur scheinbar 20.000 km auseinander liegen: Berlin und Buenos Aires, zwei Metropolen, die eins am Laufen hält: Tango tanzen! In Berlin eignet man sich das Grundwissen der kontaktfördernden Leidenschaft an, in Buenos Aires erfährt man die Geheimnisse der Schwerelosigkeit. Und die kalte Welt des Überlebens braucht sowieso überall ein Schlupfloch des Vergessens, ist also höchst nachvollziehbar für jeden Leser. Hier ist es kalt, es gibt keine Jobs oder fiese Chefes und dort wird geschwitzt, drohen (immer noch!?) Mord & Totschlag und Laune verderbende Kleinkriminalität. Jede Menge Nebenpersonal gibts auch und das ist teilweise so gut gezeichnet, daß es den Hauptakteuren Klara und Bruno - und Gustavo sowieso - recht angenehm die Identifikationsmöglichkeit stiehlt. Kurzum: Schwarz/Weiß ist nichts und am Ende fragt man sich: Wo kann ich mich hier zum nächsten Tango-Kurs anmelden...?
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Milonga - gelebte Sehnsucht,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Milonga: Roman (Taschenbuch)
Katrin Dorn gelingt mit "Milonga" das Kunststück Tango in Worte zu fassen und mit der Geschichte der Protagonistin Klara die ganze Dichte und Athmosphäre des Tango Argentino darzustellen. Sehnsucht, Nähe und zugleich Distanz, in diesem Dreieck der Gefühle wird Klaras Geschichte erzählt, die auf der Flucht vor ihrem inhaltsleeren, unerfüllten Leben in Deutschland nach Argentinien flieht, nicht nur um in in Buenos Aires Tango zu tanzen. Klara glaubt sehr bald in Buenos Aires und dem Milonguero Gustavo ihre Heimat und große Liebe gefunden zu haben und doch hat sie ihr Gleichgewicht, ihre innere Achse noch nicht gefunden. Zur Verarbeitung all ihrer Eindrücke und Erlebnisse verfaßt und schickt sie Emails an sich selbst, die aber ohne ihr Wissen vom Berliner Bruno, der zweiten Hauptfigur gelesen werden, der eine unglaubliche Seelenverwandtschaft zu Klara empfindet, aber nicht weiß wie er die Distanz zweier Kontinente überwinden kann. Wunderschön und berührend in wechselnden Perspektiven erzählt, ist "Milonga" nicht nur leidenschaftlichen Tänzern des Tango Argentino sondern auch einem breiten Publikum wärmstens zu empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch wie ein Tanz,
Rezension bezieht sich auf: Milonga: Roman (Taschenbuch)
Katrin Dorn MilongaKlara hält es in Berlin nicht mehr aus. Seitdem mit Konrad Schluß ist, ist nicht nur ihr Privatleben ein Desaster, auch ihr Job bei den Stadtwerken gefällt ihr nicht mehr. Anderen Leuten im November den Strom abzustellen, weil sie ihre Rechnung nicht bezahlt haben, ist mehr, als sie ertragen kann. Spontaner als sie eigentlich ist, bucht sie einen Flug nach Buenos Aires, um Tango zu tanzen, den sie auch in Berlin schon getanzt hat. Vorher richtet sie eine Emailadresse ein, damit ihr ihre Berliner Tango-Freunde nach Argentinien schreiben können. Bruno bekommt eigentlich nichts so richtig hin. Nicht mal eine Affäre. Und daß er bei einem Marktforschungsinstitut die Leute nach ihren Pizzavorlieben fragen muß, macht es auch nicht besser. Als er für eine fremde Frau eine Emailadresse einrichten muß und dabei sieht, welches Paßwort sie eingibt, Milonga, ist es nur ein kleiner Schritt für ihn, aus seinem festgefahrenen Leben kleine Ausflüge in ein anderes zu unternehmen. In Klaras Leben. Klara schreibt sich in Buenos Aires Email-Briefe an sich selbst. Keiner ihrer Berliner Freunde meldet sich bei ihr und so erzählt sie sich selbst, was sie in Argentinien erlebt. Sie lernt Gustavo Ehrenstein kennen, einen spanisch-jüdischen Tangotänzer. Man ist einsam, man ist sehnsüchtig. Er könnte der Richtige sein, oder auch nicht. Beim Tanzen fühlt er sich richtig an. Sie kommen zusammen, sprechen von Heirat. Bruno fängt an, Tangostunden zu nehmen. Er möchte mit Klara tanzen können, wenn sie zurück kommt. Er lernt Bettina im Marktforschungsinstitut kennen. Nach einer vermasselten Nacht gehen sie sich zuerst aus dem Weg, dann tanzen sie zusammen Tango. Sie ist nicht die Richtige, oder vielleicht doch. Beim Tanzen fühlt sie sich richtig an. Aber nur dort. Bruno und Klara bewegen sich auseinander. Sie hört auf, Emails an sich selbst zu schreiben, als sie mit Gustavo zusammen zieht. Bruno bewegt sich eine Weile auf Bettina zu. Dann jedoch treibt ein Ereignis Klara und Bruno wieder zusammen. Katrin Dorn schreibt atmosphärisch dicht von der Sehnsucht, erkannt zu werden. Von dem einen Richtigen. Oder von sich selbst. Aber nicht nur um die innere Welt der Protagonisten geht es, auch um die politischen Unruhen in Argentinien, und um das merkwürdige Verhältnis zwischen Deutschland und Argentinien. Bei einer Schildkrötensuppe, sehr sinnlich beschrieben, treffen ein paar jüdische Emigranten und ein Argentinier zusammen, der auf seinem Bibliothekstisch Mi lucha liegen hat, mein Kampf. Ein Abend, an dem Klara, die doch die Konfrontation entspannen wollte, alles falsch macht. Schwerelos, sinnlich, atmosphärisch, sehnsüchtig: Mir gefiel schon Katrin Dorns erstes Buch zum Thema, Tangogeschichten, sehr. Dieses ist ebenso lesenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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