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Produktinformation
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Damian ist nämlich ein Spezialist in Schutzheiligen. Auch das wirkt auf den ersten Blick wie schwer verdauliche Kost, zumal er alle Details der Märtyrertode jedes einzelnen kennt -- und auch immer wieder gerne erzählt. Das enthält einiges komische Potenzial, nicht nur die immer wiederkehrende bohrende -- und nie beantwortete -- Frage, was denn eine jungfräuliche Märtyrerin sei. Dabei ist Damian geschickt darin, jedes Unterrichtsthema so hinzubiegen, dass er eine Heiligengeschichte einbringen kann. Und wenn sich jemand dagegen wehrt, reicht ein knapper Hinweis darauf, dass seine Mutter gestorben ist, und sofort verstummen alle Einwände. Bei seinen vergeblichen Bemühungen, es den Heiligen im Leiden in einer Eremitage gleichzutun, findet Damian eine Tasche mit viel Geld. Er hält dies für ein Geschenk Gottes, der ihm helfen will, Gutes zu tun. Sein Bruder erkennt allerdings die wahren Hintergründe. Zuerst versuchen die Brüder, den Geldfund zu vertuschen, indem sie heimlich so viel wie möglich davon ausgeben. Natürlich fällt das bald auf und es finden sich zahlreiche Menschen ein, die sich als Wohltäter der Menschheit darstellen und damit ein Interesse an dem Geld bekunden. Letztlich setzt sich jedoch Damian durch. Auf dem langen Weg zum guten Ende helfen ihm etliche Schutzheilige, und selbst seiner Mutter begegnet er noch einmal.
Die fesselnd und humorvoll erzählte Geschichte eignet sich trotz der jungen Hauptperson auch für ältere Kinder und Jugendliche. --Ulrike Rudolph -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Damian baut aus Kartons eine Eremitage. Jetzt kann er leben wie die alten Einsiedler. Und Gott scheint sein Wohlgefallen daran zu finden. Jedenfalls schickt er ihm eine Tasche mit 229.000 Pfund Sterling. Na ja, vielleicht war es auch nicht Gott. Vielleicht ist die Tasche doch von dem vorbeifahrenden Zug gefallen?
Doch in siebzehn Tagen wird dieses Geld wertlos. Damian und Anthony geben sich alle Mühe, es auszugeben. Aber ganz so leicht ist es nicht. Denn wer kann schon 229.000 Pfund zur Bank bringen, ohne aufzufallen? Vor allem, wenn man zehn ist?
Anthony und Damian plagen sich jeder auf seine Weise, Anthony kauft, was es zu kaufen gibt, Damian sucht Arme, denen er damit helfen kann. Beides nicht so einfach, beides hat ungeahnte Folgen. Nicht nur, dass sämtliche Wohltätigkeitsvereine vor ihrer Tür Schlange stehen, obendrein bekommen auch die Ganoven, denen die Tasche gehörte, Wind davon, in wessen Besitz sie sich jetzt befindet. Und als Damian den Heiligen der Letzten Tage einige Tausend Pfund zuschiebt, reagieren die ganz unheilig auf dieses Geschenk.
Boyce hat ein herrliches Kinderbuch geschrieben, das - wie alle guten Kinderbücher - aber auch Erwachsene in seinen Bann zieht. Realistisch und phantastisch zugleich, witzig und traurig und spannend bis zur letzten Seite. Kein Wunder, dass das Buch so viele Preise bekam.
(C) Hans Peter Roentgen
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