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Erfreulich, dass der Soundtrack besser ist als die 20-Millionen-Dollar teure Kino-Produktion. Diese schildert binnen zwei Stunden wie ein FBI-Agent einen Mord in jenem heruntergekommenen Hotel von Los Angeles aufklärt, das zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts einmal eine Luxus-Herberge war. Der Untergang des ("Frontier"-)Hotels, auf dessen Dach U2 übrigens 1987 den Video-Clip zu ihrer Single "Where The Streets Have No Name" gedreht haben, ist dabei -- so die Macher -- als Sinnbild für Amerika zu verstehen.
Das wunderschöne "The Ground Beneath Her Feet", welches U2 mit Daniel Lanois an der Pedal-Steel-Gitarre aufgenommen haben und das auf einem Text von Salman Rushdie aus dessen gleichnamigem Roman basiert, eröffnet dieses sehr atmosphärische Album. Äußerst ätherisch kommen die vier Iren in "Stateless" daher. Die eigentlichen Überraschungen liegen allerdings in den Tracks, welche die aus Bono (Gesang, Gitarre, Klavier), Daniel Lanois (Gitarren, Gesang, Pedal-Steel), Brian Eno (Keyboards), Trompeter Jon Hassell, Greg Cohen (Bass), Schlagzeuger Brian Blade, Adam Dom (Beats, Synthesizer, Programming) und dem (Freejazz-)Gitarristen Bill Frisell bestehende M(illion) D(ollar) H(otel) Band erarbeitet hat. "Dancin' Shoes" beispielsweise klingt, als hätte Marianne "As Tears Go By" Faithfull dafür ihre typisch brüchigen Vocals beigesteuert. "Never Let Me Go" indes prägt ein entspannter Groove. Generell gesehen erinnern die Tracks in ihrer melancholischen Grundstimmung an U2s, 1995 unter dem Projektnamen Passengers veröffentlichte CD Original Soundtracks 1.
Einzig Milla Jovovichs Auftritt ist eine Enttäuschung. Die Schauspielerin (Joan Of Arc/Johanna von Orleans), die sich bereits auf ihren Solo-Werken The Divine Comedy (1994) und The Peopletree Sessions (1998) erfolglos als Sängerin versucht hat, probiert es diesmal mit Lou Reeds "Satellite Of Love". Im Finale bemüht sie sich zwar wie die Avantgarde-Vocalistin Diamanda Galas zu klingen, doch das nützt nichts. Das Resultat beschrieb ein Insider ihrer Plattenfirma deshalb treffend folgendermaßen: "Es hört sich an, als würde jemand ein Piano auf eine unter Drogen stehende Katze werfen!" --Thomas Hammerl
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
A different story ...,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Million Dollar Hotel (Audio CD)
Am Montag abend lief noch einmal "Million Dollar Hotel" für drei bei Tage bei uns im Kino an, weil er für den Deutschen Filmpreis nominiert war. Diese Gelegenheit konnten mein Freund und ich uns nicht entgehen lassen, ihn noch einmal zu sehen. Und obwohl der Soundtrack dazu nun schon seit dem Erscheinen im März fast ständig meinen CD-Player belegt, habe ich ihn durch den Film - wieder einmal - neu entdeckt. Mit den Bildern des Million Dollar Hotels erzählt er eine Geschichte, die von Skinner, Izzy, Tom Tom und Eloise und ihrer (kurzen) Liebe handelt; zuhause in meinem Zimmer, während ich die CD höre, eine ganz eigene ... Die wunderschönen, melancholischen, romantischen und ausgelassenen Bilder, die die Musik in meinem Kopf erzeugt, sind die Bilder aus dem Film - und gehen weit darüber hinaus. Bleiben hängen. Erzeugen eine Stimmung, der ich nicht enkommen kann - und es auch gar nicht will. Jedes Mal wieder. Im Film eröffnet Tom Tom Eloise und Skinner eine neue Welt - eine Welt, in der es sich lohnt zu leben. Die Musik öffnet diese Welt in mir. Jedes Mal wieder ...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Stimmig und auch ohne den Film zu hören,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Million Dollar Hotel (Audio CD)
Soundtracks haben neuerdings immer weniger mit dem Film zu tun - stattdessen werden wahllos Hits auf eine CD gebrannt und dann als angeblicher "inspired" Soundtrack verkauft. Anders bei diesem Machwerk: alle Songs auf dieser CD kommen so auch im Film selbst vor und trotzdem ist das Gesamtwerk mehr als gelungen. Nicht nur der große Einfluß von U2, sondern der aller beteiligten Musiker lassen die Stücke zu kleinen Meisterwerken werden. Und dabei kann sich jedeR seine eigenen Bilder im Kopf dazu machen. Heruasragend sind sicherlich "The Ground beneath her feet" und "Stateless". Schade, daß Soundtracks dieser Art immer seltener werden.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
An ocean of music,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: The Million Dollar Hotel (Audio CD)
Was U2 und ihre Musik schon immer zu etwas Besonderem gemacht hat, ist, daß sie sich nie wiederholen. Wo andere Bands auf der sicheren Schiene ihrer alten Erfolge fahren, haben U2 Neues gewagt und riskiert. Was ihre Musik aber wirklich einmalig macht, ist ihre Fähigkeit, sie immer voller Leben zu stecken und eine Stimmung zu schaffen, der den Hörer mit in eine andere Welt nimmt. Eine Welt, die sich ein bißchen besser anfühlt als der Alltag, aber auch eine Welt, die nicht ohne Ecken und Kanten und dunkle Schatten ist. Also Musik, die wie geschaffen ist, um einen wunderschönen Film zu untermalen ... U2 und Bono, der mehr als alle anderen Anteil an diesem Soundtrack hat, haben nicht nur bewiesen, daß sie all ihre alten Stärken noch haben, sondern immer noch besser werden. "You offer me an ocean wide I've never seen ..." heißt es in "Never let me go". Genau!
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