Dies ist das dritte Buch aus der Millie -Reihe, das unsere fast 7jaehrige Tochter und ich miteinander gelesen haben. Leider ist es nicht das beste. Diesmal faehrt Millie, 7 Jahre alt, mit ihrer zweijaehrigen kleinen Schwester Trudel und den Eltern nach Berlin, die Hauptstadt. Ein Schnaeppchenangebot aus dem Internet, sehr zeitgemaess und genau so fragwuerdig. Denn als sie in Berlin ankommen, beziehen sie ein Geisterhotel, und auch das inbegriffene Baerenmenu (denn Berlin ist die Stadt der Baeren) ist eher ein Flopp , und die versprochenen Baerenleckerli gibts am Ende auch nicht! Geklaut wird natuerlich auch in Berlin, auch das sicher realistisch und zeitgemaess. Aber Millie lernt mit dem Jungen Maxe die echt Berliner Schnauze kennen, und diese Schilderungen gehoeren zu den sehr lustigen Kapiteln des Buches ! Allerdings muss sie sich wieder durch alle Sehenswuerdigkeiten Berlins arbeiten, die teils schon witzige Namen haben, wie die Goldelse und die schwangere Auster, oder fuer die sie noch witzigere Namen erfindet, wie den Reistag oder die Hackfleischhoefe. Diese Schilderungen geraten fuer unseren Geschmack wieder etwas zu lang und zaeh. Dafuer faellt Millie immer etwas Keckes ein, das fuer unsere Tochter manchmal etwas zu viel war, etwa wenn Millie den Silbermann (Mensch oder Maschine?) zum Leben erwecken will oder das Geld, das Papa ihr fuer die Parkuhr gegeben hat, nicht einwirft und dann John Darm (der Gendarm..) auftaucht... Aber auch aus diesem Schlamassel kommt Millie wieder heraus. Insgesamt unterhaltsam, oft witzig, aber in Abschnitten zu langatmig.