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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen31
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am 5. Januar 2002
Dieses Buch läßt einen nicht mehr los.
Ich habe gestern angefangen es zu lesen und bin heute damit fertig geworden und das, obwohl ich mir eisern vorgenommen hatte, für die Klausur zu lernen, die ich übermorgen schreibe...
Kaminer schreibt in einer selten humorvollen und unterhaltsamen Art, das ich jetzt noch ab und an leise oder auch mal laut vor mich hinlachen muß, wenn ich an einige Situationen aus dem Buch zurückdenken muß.
So wie er seine Heimat Russland, seine Mitmenschen, Erlebnisse und kleinen Abenteuer sowie den ganzen (eigentlich nicht sehr witzigen) sozialistischen Apparat beschreibt muß man seine Erzählweise einfach lieben.
Ein tolles Buch, dass ich sicherlich nicht zum letzten Mal gelesen habe.
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am 11. September 2003
Selten habe ich in der letzten Zeit ein derartig kurzweiliges Buch wie "Militärmusik" gelesen: Der unverwechselbare Schreibstil von Wladimir Kaminer hat sich hier im Vergleich zu den schon exzellenten Vorgängern noch um einiges gesteigert, die tollen, gespielt naiven Beobachtungen und der trockene Humor fangen einen sofort in den realsozialistischen Alltag ein. Statt realsozialistischer Propaganda oder den üblichen Berichten vom Leben im Unrechtsstaat wird hier eine Perspektive von "unten" eröffnet, sei es die realsozialistische Kindheit (wo Kaminer ganz beiläufig den "roten Plastikpanzer" als durchaus gängiges realsozialistisches Spielzeug erwähnt), die nationalen Konflikte im Vielvölkerstaat Sowjetunion oder die Underground-Szene um Hippies, Punks und Heavy-Metal-Fans: Alles wird mit einem leichten Augenzwinkern erzählt. Da wird Gorbatschow auf einem Portrait mit dem Weihnachtsmann verglichen und die antisemitischen Auswüchse einer Bürgerinitiative werden nur durch die gewählte Formulierung des Dargestellten dezent lächerlich gemacht.
Kaminer schreibt beobachtend, faktisch, statt lange Charakterbeschreibungen erschließt sich der Charakter seiner Figuren größtenteils durch ihre Handlungsweise. Seine gute Beobachtungsgabe und vor allem sein literarisches Talent lassen den Leser Alltagssituationen nochmals miterleben und herzlich darüber lachen.
Insgesamt, vor allem wohl wegen der Thematik, das wohl beste Buch Kaminers.
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am 1. Oktober 2003
Nelli Mihalzova von der Universität in Peterburg hat neugierig in den Läden von Berlin geguckt, was man denn so in Deutschland für russische Autoren schätzt, und was denn zum Beispiel der gute, alte Tschingis Aitmatow aus ihrer alten Heimat Kirgisistan heute noch hermacht. Da ist es ihr aufgefallen: Es gibt sie schon noch - die alten Namen. Es gibt aber auch neue. Die Bücher von Wladimir Kaminer hat sie hier überall in den Läden gesehen, den kannte sie aus Russland gar nicht, - in Berlin ist er eine Kult-Figur, eine Modeerscheinung; denn wir kennen inzwischen den ‚Amerikaner in Paris' und den ‚Englishman in New York', - hier haben wir zur Abwechslung mal den Russen in Berlin. Am besten hat mir eine Stelle gefallen, die mir geradezu typisch erscheint. Da erzählt er, wie er schon früh unangenehm aufgefallen ist durch Majakowski-Gedichte, die er aus Jux gefälscht und selber verfaßt hatte. Eben: So sind sie, diese Russen. Sie haben Kultur. Aber da ist eben auch dieser aufmüpfige, vielleicht sogar revolutionäre Geist. Sie setzen sich erstaunlicherweise immer wieder durch. Sie haben ihre Tradtion, aber sie verlängern sie nicht einfach. Das ist auch das Gute an Kaminer: Er spricht für die jungen Kontakte nach Russland, für die neuen Fremdheiten und Gemeinsamkeiten in Musik, Mode und dem Umgang mit der Tradition.
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am 28. Oktober 2002
In dem Roman, dessen Titel nicht unbedingt nachvollziehbar ist, erzählt Kaminer in 7 Kapiteln aus seinem Leben in der alten Sowjetunion. Das plätschert munter vor sich hin, dem Leser werden keine geistigen Höhenflüge abverlangt. Es macht Spaß, Wladimir zu beobachten, wie er sich durch die verschiedenen Stadien seiner Jugend mit List und Tücke hindurchmogelt. Langweilig wird es dabei nicht. Im Gegensatz etwa zu dem Iren Frank McCourt, der in seiner Jugend eigentlich tun konnte, was erwollte, schlecht ging es ihm stets, entzündete Augen waren sein Markenzeichen, hat man nie das Gefühl, Wladimir könne einmal in eine nachhaltige Pechsträhne hineingeraten. Er ist abwechselnd Lebenskünstler, dann wieder eine Art russischer Schwejk und versteht es immer, das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen. Das reißt mit, muntert auf. Es ist unwahrscheinlich, daß Leser/Leserin in anderer als guter Laune das 222 Seiten kurze Buch aus der Hand legt (von dem Bedauern,daß es zu Ende ist, einmal abgesehen).
Fazit : Ein überaus kurzweiliges, gut lesbares Buch, das dem Leser interessante Einblicke in Leben und Alltag der Sowjetunion hinter allen offiziellen Verlautbarungen ermöglicht. Kaminer offenbart darin großes Erzähltalent, man wird ihn und seinen literarischen Werdegang beobachten müssen.
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am 22. Januar 2002
Wladimir ist schon ein Schlingel. Wer ihn einmal im Cafe Burgler erlebt hat, wie er seine Russendisko zelebriert, der schliesst diesen "Exilanten" schon fast ins Herz. Um so besser kann dieser Mensch schreiben. Seine Prosa ist geradewegs aus dem Bauch heraus, schwankt immer zwischen beissender Komik und sentimentaler Ironie und bleibt bei aller Phantastik doch eines: Glaubwürdig im Sinne des Erzählens. Seine Geschichten bilden ein Panoptikum des menschlichen (russischen) Alltags, zwar in der Kurzversion, aber immer mit einem Lächeln auf den Lippen.
Wenn Kaminer sein Niveau halten kann und sich nicht in irgendwelchen stilistischen Modernitäten verfängt, dann könnte es gut sein, dass in einigen Jahren der Beste und Unterhaltsamste Schriftsteller deutscher Sprache eigentlich aus Russland kommt und in Berlin lebt. Weiter so!!!!!!!!!!!!1
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am 2. April 2007
Wladimir Kaminer mit seinem einzigartigen Humor erzählt Anekdoten aus seiner Jugend. Wer hier keinen Roman und auch keine Autobiographie erwartet, sondern sich von den vielen aneinander gereihten ironischen, wie auch nachdenklichen Geschichten in die Sowjetunion der 80ger Jahre tragen lässt, hat seinen Spass beim Lesen. Manche Episoden, wie z.B. die Zugfahrt im Rinderwagon quer durch die Republik oder der Militärdienst im Luftabwehrring um Moskau (ich sage nur Kaukasus, lol), sind so skurril, dass man seine Zweifel an der Echtheit bekommt - ich war ja nicht dabei.

Wusstet ihr schon, dass Kaminer mit Schuld daran trägt, das Matthias Rust auf dem roten Platz in Moskau landen konnte? Wenn noch nicht, dann unbedingt mal nachlesen!
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am 14. Dezember 2003
Er ist schon ein rechtes Schlitzohr, dieser Wladimir Kaminer. Als wolle er beweisen, dass die „Russische Seele" noch viel mehr zu bieten habe, als ständige Melancholie und Sehnsucht, schreibt er über seinen früheren Alltag in der russischen Heimat in einer Art und Weise, die - warum auch immer - ein wenig an Ephraim Kishon erinnert. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie erzählt der Wahlberliner seine Geschichten, die dem Leser humorvoll einen Spiegel vor das Gesicht halten.
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HALL OF FAMEam 28. Oktober 2003
Spätestens seit seinem Buch „Russendisko" ist Wlademir Kaminer in jeder Buchhandlung präsent. So war es eigentlich nur ein Frage der Zeit, wann auch ich zu einem seiner Werke greifen würde. Mit Militärmusik habe ich richtig gelegen. Kaminer erzählt darin in mehr oder minder zusammenhangslosen Episoden seine Jugend in der Sowjetunion bis zur Ausreise in die noch damalig existierende DDR. Dabei erinnert sein Stil und seine Episoden an die Vorgehensweise „Schwank aus der Jugend" und man weiss eigentlich nie, ob der Autor all dies wirklich erlebt hat oder nicht. Ist im Grunde aber egal. Die leichte Ironie und die immer mitschwingende Melancholie (die mich ein wenig an das Buch Herr Lehmann von Sven Renger erinnert hat) lassen dieses Buch zu einem sehr interessanten, meist amüsanten Lesevergnügen werden. Leider hat man dieses Buch nach ca. 3-4 Stunden hinter sich gebracht - und hofft innerlich doch eigentlich auf mehr.
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HALL OF FAMEam 14. November 2003
Kaminer ist ein begnadeter Erzähler und Geschichtenerfinder, schon in der Grundschule, wie er selber schreibt. In 'Militärmusik' erzählt er abstruse und witzige Geschichten aus seinem Leben in Moskau von seiner Geburt 1967 bis zu seiner Emigration nach Berlin 1990. Allerdings mit einem nicht mehr nachvollziehbaren Übergang zwischen Realität und Fiktion.
Dank dem Eisernen Vorhang ist uns die russische Kultur, obwohl so nah, bis heute viel ferner als die amerikanische. Und eine Jugend im Kommunismus verläuft oder verlief einfach anders. Mit viel Witz und Kreativität mauscheln sich der junge Wladimir und seine Freunde durch den eigentlich recht trostlosen russischen Alltag und versuchen das Beste aus den Auswüchsen der kommunistischen Planwirtschaft zu machen. Theater und Rockkonzerte am Rande der Legalität; Austricksen der KGB-Überwacher; das Leben mit der Sinnlosigkeit verschiedener Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder auch mal der Konsum von 100 Litern Spiritus während eines wochenlangen Rindertransports quer durch Russland.
Es mag die Hälfte davon erfunden sein, aber Kaminer gelingt es, alles so durch den Kakao zu ziehen, dass man einfach lachen muss. Ein schönes und lohnendes Buch.
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am 28. August 2001
Wladimir Kaminer ezählt auch in diesem Buch Geschichten. Geschichten aus dem skurillen Leben im sozialistischen Moskau, seine eigene Geschichte, wie er immer wieder versichert. Natürlich läge man falsch, würde man eine ernsthafte Autobiographie erwarten, es sind vielmehr witzige Episoden aus seiner Kindheit und Jugend, die zum Besten gegeben werden. Auf diese Weise aneinander gereiht wie Perlen auf einer Schnur, wirken sie äusserst absurd. Doch auch diesmal glauben wir ihm natürlich gerne all die Absurditäten, die ihm in seinem Leben permanent zu widerfahren scheinen. Die Stories sind genau so wunderbar tragikkomisch, wie es auch schon Russen Disko war. Ein wirklich sehr lustiges Buch, auch wenn er versichert, dass er doch eigentlich traurige Geschichten schreibt, noch lustiger ist vermutlich nur das Buch als CD.
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