... aber dieses Buch ist nicht geeignet, als eine tiefschürfende Analyse von Fehlern und Mängeln in der Führung von militärischen Auseinandersetzungen zu gelten. Es ist im Grunde genommen nur Unterhaltung. Für die harten Fakten muß man andere Literatur und Karten zu Rate ziehen. Sicher - man erhält mit diesem Buch zumindest eine Anregung, mal darüber nachzudenken, warum in Kriegen immer wieder Soldaten in großem Stil sinnlos verheizt werden, warum größenwahnsinnige Militärs nicht einmal in Betracht ziehen, eine Niederlage erleiden zu können oder auch nur nicht eindeutig zu gewinnen, was oft auf dasselbe hinausläuft. Gegner werden unterschätzt, die eigenen Fehler vertuscht, die Kommunikation im Gefecht bricht zusammen. Entscheidende Informationen erreichen nicht die unterstellten Einheiten. Alle diese Ursachen und auch persönliche Schwächen von Oberkommandierenden wie Unterstellten sind in diesem Buch kurz angerissen.
Aber, der Autor hat es nicht verstanden, die Fakten so aufzubereiten, das dieses Buch mehr wäre, als ein Sammelsurium von militärischen Anekdoten und Episoden. Er hat es versäumt, den sich aus Fehlentscheidungen ergebenden weiteren Verlauf der Schlachten bzw. Gefechte so darzustellen, das die Dimension des Fehlers hautnah für den Leser nachvollziehbar wird. Er beschreibt Feldzüge wie amüsante Scharmützel, die durch das komische Talent der Beteiligten zu Lachnummer werden. Das nehme ich dem Autor übel, denn er verharmlost damit Ursache und Wirkung.
Außerdem ist seine Gliederung des Buches nach "Ursachen" eine einzige Katastrophe und vollkommen unbrauchbar.