Die Autobiographie einer Legende des Jazz. In seiner offenherzigen Sprache nimmt Miles Davis den Leser mit durch die Jahre seines Lebens. Da ihm fasst alle großen Namen des Jazz begegnet sind, ist das Buch auch ein Stück Jazzgeschichte über die Dimension einer Einzelperson hinaus. Die Lebensgeschichte von Miles Davis erinnert sehr an die Lebensbilder der frühen Jazzgrößen, anfangs des 20. Jahrhunderts. Der Weg vom erfolgreichen Musiker hin zum bettelarmen, oft drogenabhängigen Verlierer war nicht weit. Davis hat die Kurve aber dann doch noch geschafft und hat ein vielfältiges musikalisches Erbe hinterlassen. Eine unterhaltsame, spannende Lebensbeschreibung, ein Stück Jazzgeschichte, aber auch eine Stück Sozialgeschichte der US-amerikanischen Gesellschaft. Was das Buch für mich so besonders wertvoll macht sind die wie zufällig hingeworfenen Aussagen über das innere Wesen des improvisierenden Jazzmusikers. Dass, was in dieser Hinsicht oft schwer zu beschreiben ist, erläutert Miles Davis lakonisch in einem Nebensatz. Was unterscheidet Jazz von der Klassik, was ist die Grundlage der Improvisation? Hier findet man einige interessante Ausführungen dazu. Für Musiker und Jazzfreunde ein Muss - ein sehr empfehlenswertes Buch!