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Miles Davis: Eine Biographie [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Sandner
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. November 2010
«Spiel nicht, was da ist – spiel, was nicht da ist.» Miles Davis Die Biographie eines großen Jazzmusikers Miles Davis hat die Musik neu erfunden. Sein Spiel verband das Kühle mit dem Explosiven und schenkte dem Existenzialismus einen Klang. Er liebte Paris und Juliette Gréco und blieb doch immer ein zorniger Amerikaner. Wolfgang Sandner zeichnet in seiner Biographie ein atmosphärisches, dichtes Lebensbild des Trompete spielenden Jungen aus East St. Louis, der zum hellsten Stern am Jazzhimmel, zum Popstar und zu einer Ikone des 20. Jahrhunderts wurde. «Miles Davis ist der Picasso der unsichtbaren Kunst.» Duke Ellington «Ich habe die Musik fünf- oder sechsmal revolutioniert … Und warum sind Sie hier?» Miles Davis bei einer Party im Weißen Haus zur Gattin eines Politikers "Nichts ist schwieriger, als Musik in ein anderes Medium zu übersetzen - Sandner aber findet für jede Phase des Schaffens von Davis seinen eigenen Ton, der Stimmungen und Schwingungen so hörbar macht, als würde nebenher eine Schallplatte mitlaufen." (die tageszeitung).

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Berlin (1. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871346772
  • ISBN-13: 978-3871346774
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 509.140 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Konzentriert blasen sich die Backen auf, behutsam nähert sich die Lippe dem Mundstück, gekonnt lassen die Finger Ventile auf- und abgleiten. Die Trompete ertönt, Jazz liegt in der Luft. Miles Davis gehört zu denen, die der Musikrichtung einst ihren schöpferischen Stempel aufdrückten. Der deutsche Jazz-Kenner Wolfgang Sandner weiß um die Verdienste des US-Musikers und zeichnet sein Schaffen nach – von den ersten Versuchen in East St. Louis über seine wahren Meisterstücke bis zum jähen Ende.

Guter Jazz wird als „expressionistische Bluttransfusion“ durch den richtigen „Groove“ lebendig. Den Bebop erklärt Sandner als „kulturelle Unabhängigkeitserklärung des schwarzen Amerika“. Diese Stilrichtung prägte Miles Davis genauso wie den Cool Jazz, modalen Jazz und Rock Jazz. Weiter geht es darum, was die Musik in New York auszeichnet oder wie die Beatlemania in den sechziger Jahren den Jazz trifft.

Natürlich war Miles Davis Kind seiner Zeit: „Auf der Highschool war ich der beste Trompeter. Aber alle Wettbewerbspreise gingen an die Jungs mit blauen Augen“, ärgerte sich der schwarze Musiker über erlebte Diskriminierung. Als der Trompeter mit nichts als seinem Instrument unter dem Arm nach New York kommt, bestimmen harte Drogen die Szene. Im Giftrausch mussten viele Musiker seiner Generation einsehen, dass Talent weder mit der Nadel injiziert noch geschluckt werden kann.

Wolfgang Sandner schwebt als Chronist über den Dingen. Die von ihm vielfach gewählte Vogelperspektive führt zu einer gewissen Distanz. Den Menschen Miles Davis beschreibt der Autor kurz und knapp als oft zornigen Mann mit harter Schale und weichem Kern, um seine Frauen und Kinder dreht es sich nur am Rande. Wesentlich ausführlicher wird eine Art ABC der Jazzgrößen entwickelt und der Trompeter in der Szene kenntnisreich verortet. Dabei lernen Leser einen Vollblut-Musiker kennen, der immer wieder aufs neue überrascht. Oder wie Miles Davis es einmal formulierte: „Wenn Du alles verstündest, was ich sage, wärst Du ich.“
– Herwig Slezak

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Wolfgang Sandner, geboren 1942, war Produzent der Plattenfirma Wergo, bevor er 1981 zur «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» wechselte, für die er fast drei Jahrzehnte als Musikredakteur arbeitete. Er lehrt als Professor am musikwissenschaftlichen Institut der Universität Marburg und widmete sich als Autor und Herausgeber so unterschiedlichen Künstlern wie Carl Maria von Weber, Tom Waits oder Gidon Kremer. 2010 erschien seine vielgelobte Biographie über Miles Davis.

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikwissenschaftler contra (Auto-)Biograph 27. Juni 2011
Von azche24 TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Der Autor ist Musikwissenschaftler (und nicht Journalist oder Fan) und am lebendigsten sind seine Schilderungen, wenn es nur um die Musik geht. Die stilistischen Wandlungen von Davis werden versiert und sprachlich so anschaulich beschrieben, dass dieses Buch zum einen Lust auf das Hören macht und zum anderen präzise verortet, was an dem ebenso professionellen wie intuitiven Wandel der Stilistik bei Mile`s Musik neu oder spannend ist. Wie Sandner beispielsweise den Übergang von Bebop zu Hardbop beschreibt, was er über Coltrane und die späte Phase Davis` mit seiner Hinwendung zu Rock und Pop schreibt, das ist erhellend und passt auch zur Beschreibung des Lebens. Und mir persönlich gefällt, dass sich Sandner weder an Mythenbildung noch an Gerüchteküchen beteiligt. Wenn Davis in seinen letzten 10 Jahren praktisch nicht das Haus verließ und wenig über sein sonstiges Leben bekannt ist, dann ergeht sich Sandner nicht in Spekulationen, sondern schildert das einfach so.

Warum Davis so wichtig ist für den Jazz und was er seinen Zeitgenossen voraus hatte - hier kann es auch der nicht versierte Jazzfan oder Gelegenheitshörer nachlesen. Und die Discographie lässt an Genauigkeit nichts zu wünschen übrig. Ein ebenso lesbares wie seriöses Werk, von dessen Machart ich mir mehr Biographien wichtiger Musiker wünschen würde.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Informativ und unterhaltsam 30. März 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Wolfgang Sandner hat mit diesem Buch eine wirklich sehr informative, jederzeit unaufgeregte und seriöse Biografie eines der interessantesten Musikers des vergangenen Jahrhunderts verfasst. Interessant nicht nur für Freunde des Jazz, sondern für alle Liebhaber der Musik, vor allem der populären. Sandner beginnt mit Davis' Kindheit, arbeitet vor allem das Verhältnis zu dessen Vater heraus und zeichnet das Bild eines zornigen aber schüchternen Amerikaners, der sich nie selbst genug war, der jahrelang als Junkie praktisch auf der Straße lebte, den die Frauen liebten und der als Musiker schlichtweg genial war.

Dabei widerlegt Sandner auch die eine oder andere Behauptung aus Miles Davis' Autobiographie. Darüberhinaus räumt er auch Weggefährten Davis', allen voran Charlie Parker oder auch John Coltrane, reichlich Platz ein. Überhaupt ist es interessant nachzulesen, wie Miles Davis sich über die Jahrzehnte seinen Weg durch die Musikgeschichte bahnte, wie er aus allen möglichen musikalischen Ecken beeinflusst wurde und schließlich selbst zum Einfluss vieler anderer Musiker wurde. Wie sich die Beatles etwa oder Jimi Hendrix auf seine Musik auswirkten ist nicht nur informativ sondern auch äußerst unterhaltsam dargelegt.

Der Vollständigkeit halber schließt das Buch mit einer extensiven Diskografie.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Warum Miles Davis? 24. September 2012
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Macht ja nix, wenn man keine Lust hat, eine Miles-Davis-Biographie zu schreiben. Warum macht es Wolfgang Sandner dann trotzdem? Weil es schon so viele Charlie-Parker-Biographien gibt? Die hätte er nämlich viel lieber geschrieben, so scheint es. Den findet er richtig gut, und Miles Davis hat halt auch genau hingehört, denn doof war er ja nicht.
Die Biographie erscheint lieblos zusammengestückelt, über Kind of Blue und Bitches Brew steht auch mal mehr drin als 1 Absatz, interessieren tun ihn aber eigentlich nur Nonen über Septimen und dass Parker die ja auch schon gespielt hat und wie wichtig er eigentlich war und dass es Davis ohne Parker nie gegeben hätte (wird auch schwierig, das Gegenteil zu beweisen).
Für Musikwissenschafts-Interessierte zu unwissenschaftlich, für Biographen zu wenig "Leben und Leiden", aber immerhin feulletonistisch flott geschrieben.
Die Discographie am Ende ist brauchbar.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber nichts Neues 12. September 2011
Von Waldonez
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Dies ist die fünfte (!) Biografie über bzw. von Miles Davis in deutscher Sprache.
Von dem großartigen Swingtrompeter Roy Eldridge gibt es eine solche leider nicht, obwohl ein Buch von John Chilton unter dem Titel "Little Jazz Giant" in den USA vorliegt. Hier sind die deutschen Verleger (auf)gefordert, dies zu ändern und den Markt zu bedienen.
Nun zur Biografie von Wolfgang Sandner: Er bringt nach den früheren Biografien im Wesentlichen nichts Neues, sondern vieles nur in einem neuen Kontext. Dennoch ist das Buch für alle Jazzfreunde lesenswert und zu empfehlen, zumal es nicht mehr alle früheren Biografien im Handel gibt.
Interessant sind vor allem seine neuen (wie immer subjektiven) Bewertungen der Musik von Miles Davis. Viel Wert hat
er auch auf das Privatleben von Miles, besonders seine Beziehungen zu Frauen gelegt, was in den anderen Biografien
so nicht vorkommt. Alles in allem also ein gutes, lesenswertes Buch über einen der größten Jazzmusiker, obwohl seine Musik ab den 70er Jahren nichts mehr mit Jazz zu tun hatte, was auch Sandner (auf Seite 224) schreibt.
Die Discografie im Anhang ist, wie schon die anderen Rezensenten schrieben, umfassend und damit vorbildlich.
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5.0 von 5 Sternen miles davis - ein leben 14. Oktober 2012
Von schaewi
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Super Buch. Für alle Fans von Miles Davis ein "MUSS"! Ein interessantes Leben mit vielen Höhen und Tiefen, ein interessanter, kreativer Mensch. Absolut Lesenswert!
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