Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
melancholisch, hoffnungsvoll und kafkaesk, 14. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Milchmann in der Nacht (Gebundene Ausgabe)
Auch dieses Buch von Kurkow habe ich mit Freude gelesen. Es dauerte einige Seiten, bis man sich an die Namen der Protagonisten gewöhnt hat, zumal die Kosenamen im Russischen mir nicht so geläufig sind. Es gibt 3 parallel laufende Geschichten, die Handlung springt alle 5-10 Seiten zu einem anderen Schauplatz. Diese Erzählweise kann ja verwirrend sein, aber ich konnte den Handlungssträngen problemlos folgen. Die Sprache ist liebevoll, nah an den Personen, man kann gut mit ihnen leiden/hoffen. Allen Personen haftet etwas melancholisches und trauriges an, jeder hat auf seine Weise mit den Problemen des modernen Kiew zu tun und muss sich durch das Leben schlagen. Eine spannende Frage war, ob die Geschichten am Ende miteinander verwoben sind oder nicht. Tja, die Auflösung kann ich nicht verraten. Wie immer bei Kurkow ahnt man nur aus der Ferne, wer die Fäden in der Hand hält und über das Schicksal der Menschen entscheidet. Reichlich kafkaesk.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Beobachtungen zum Demokratisierungsprozess der Ukraine, 25. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Milchmann in der Nacht (Gebundene Ausgabe)
Irina verdient sich mit dem Verkauf ihrer Muttermilch den Lebensunterhalt für sich, ihre alte Mutter und ihre kleine Tochter. Doch für diese Arbeit muss sie morgens früh in den Bus steigen um die lange Strecke nach Kiew hinein zu fahren. dabei lernt sie eines Tages Jegor kennen, der unter anderem mit der bwachung des Parlaments betraut ist. Er beginnt an den Arbeitgebern Irinas allerlei merkwürdig zu finden. Dima verdient sein Geld als Hundeführer am Kiewer Flughafen. Als er eines Tages auf Drängen zweier Gepäckträger einen Koffer verschwinden lässt, auf den sein Hund angeschlagen hat, beginnt sich sein Leben nachhaltig zu verändern - und damit auch das seiner Frau. Dies sind zwei Kerngeschichten dieses Romans, in dem es um Arzneien, Liebe, Mutterschaft und politische Veränderung in der Ukraine geht. Da es ein Kurkow-Roman ist, geht es dann auch noch um die Plastizinierung von Ehegatten, die ukrainische Variante von "Friedhof der Kuscheltiere" und andere Merkwürdigkeiten. Wie immer interessant zu lesen, wenn auch der eigentümliche Zauber von "Petrowitsch" oder "Picknick auf dem Eis" nicht wieder auftritt, so dass es nur für vier Sterne reicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schwarze Gesellschaftskomödie, 2. April 2011
Es ist diese unbekümmerte Übertreibung, mit der Kurkow zu Werke geht und wie er den ukrainischen Alltag auf eine derart tragigkomische Art beschreibt, was seine Bücher interessant machen. Die Lektüre dieser grotesken Situationen, in die seine Protagonisten geraten, erzeugt oft das berühmte Lachen, das einem im Hals stecken bleibt. Da geht es u. A. um Frauen, die ihre Muttermilch an reiche Mütter verkaufen, um ein Medikament, dass als Nebenwirkung Heldenmut erzeugt und eine Katze dazu bringt, sich in einen tödlichen Kampf mit einem Hund zu stürzen. Kurkow hat es auch in diesem Roman wieder mit den Tieren, wobei die natürlich nicht die Hauptrolle spielen wie in den Pinguin Romanen. Das alles ist sehr kurzweilig und spannend zu lesen. Kurkow vermittelt erneut ein Bild seiner Heimat Ukraine, in der westliche Gepflogenheiten noch lange nicht üblich sind und die immer noch mehr an Russland als an Mitteleuropa erinnert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|