Kurzbeschreibung
Die Mikrosystemtechnik gilt als eine der Schlüsseltechnologien zur Standortsicherung Deutschlands. Marktstudien haben in den letzten Jahren versucht, das Potential dieser Technologie zu quantifizieren, ohne dabei Firmenstrategien, konkurrierende Technologien und nationale Spezialisierungsmuster der Industrie zu berücksichtigen. Dieses Buch beleuchtet die Potentiale der Mikrosystemtechnik qualitativ aus industriestrategischer Sicht. Die Miniaturisierung verläuft danach noch auf vielen Einzelpfaden. Ein querschnitthafter Marktdurchbruch wird erst mittelfristig erwartet. Die deutsche Technologieposition ist vergleichsweise stark. Ausnahmen bestehen in den Bereichen Präzisions- und Feinwerktechnik, dem Werkzeugmaschinenbau und in der Biomedizin und Gentechnik, wo Wettbewerbsrisiken identifiziert wurden. Strategische Handlungsempfehlungen an Industrie und Politik zeichnen dieses Buch aus.
Der Autor über sein Buch
Gute Ausgangsposition - Defizite bei der UmsetzungDie Mikrosystemtechnik gilt als eine der Schlüsseltechnologien zur Standortsicherung Deutschlands. Marktstudien haben in den letzten Jahren versucht, das Potential dieser Technologie zu quantifizieren, ohne dabei Firmenstrategien, konkurrierende Technologien und nationale Spezialisierungsmuster der Industrie zu berücksichtigen. Dieses Buch beleuchtet die Potentiale der Mikrosystemtechnik qualitativ aus industriestrategischer Sicht. Einen lawinenartigen Marktdurchbruch der Mikrosystemtechnik wird es demnach nicht geben. Der Markt wird eher kontinuierlich auf einer breiten Anwendungsbasis wachsen und in fünf bis sieben Jahren ein wirtschaftlich relevantes Ausmaß erreichen. Die deutsche Technologieposition ist dabei im internationalen Wettbewerb vergleichsweise stark. In den USA, Japan und Deutschland werden zwar unterschiedliche Miniaturisierungsschwerpunkte gesetzt, aber diese Unterschiede entsprechen überwiegend der traditionellen Spezialisierung dieser Länder am Weltmarkt. Das Wettbewerbsrisiko liegt häufig jedoch nicht in Technologiedefiziten, sondern in Innovationsdefiziten. Das Buch schließt dazu mit strategischen Handlungsempfehlungen an Wirtschaft, Politik und Forschung.