Aus der Amazon.de-Redaktion
Es gibt wohl nichts, was Sir Charles Mackerras nicht kann. Auf der Decca-Aufnahme der Janacek-Opern scheint er sich innerhalb der Musik zu bewegen, so präzise trifft er ihre Eigenarten, Marotten und Nationalismen. Seine Bearbeitungen ergeben Modelle mit erregender Klarheit. Ein solches gelingt Mackerras auch bei Gilbert und Sullivan, einer opernhaften Welt, wie sie nicht verschiedener zu Janacek sein könnte, unter seiner Direktion aber ebenso fesselnd wird. Nichts scheint dem Glück überlassen, vom kleinsten "oom-pah" des Begleitstabes zu den klaren und knusprigen Stakkato-Schlusspassagen der prasselnden Stücke. Das Orchester antwortet alledem auf eine lebhaft energische Art. Die Einspielung funkelt wie ein Kristall und besticht durch einen klaren Schliff. Das Traumensemble muss etwas G&S mit der Muttermilch zu sich genommen haben, als herausragend zu nennen sind nicht nur Gillian Knight and Richard Suart, sondern auch die internationalen Opernstars John Mark Ainsley und Felicity Palmer. Da Dialoge auf Aufnahmen bekannterweise an Glanz verlieren, sind sie klugerweise auf dieser weggelassen. Und als sei das nicht genug des Lobes, so können noch Steven Ledbetter Anmerkungen im Booklet als beispielhaft für ihre Art vermerkt werden.
--Warwick Thompson