Kresten hat es geschafft. Er hat Karriere gemacht durch eigene Tüchtigkeit und er hat die Tochter des Chefs zur Frau bekommen. Doch da klingelt das Telefon und die Vergangenheit ist am Apparat. Sein Vater ist gestorben und man erwartet, das er heimkehrt und das notwendige regelt.
Der Bauernhof ist heruntergekommen. Die Felder sind verpachtet und das Vieh wurde verkauft, nur ein paar Hühner laufen noch herum. Zudem ist da noch Kresten's Bruder Rud, der seine Hilfe braucht. Kresten annonciert und stellt die Haushälterin Liva ein.
Liva ist auf der Flucht vor sich selbst. Sie ist eine Prostituierte und hat Probleme mit einem Anrufer, der sie telefonisch terrorisiert. Sie putzt und kocht und kommt klar mit dem gar nicht so ungleichen Brüderpaar. Die Situation verschärft sich erneut, als Liva's kleiner Bruder auf dem Hof auftaucht. Er ist von der Schule geflogen und in einem schwierigen Alter.
Die vier machen eine Entwicklung durch. Kresten's Frau besucht ihn nur kurz, um sich anschließend von ihm zu trennen. Liva bricht einmal aus und erkennt, das ihr ehemaliges Leben Vergangenheit ist. Übergriffe von Kresten's alten Freunden und Liva's ehemaligen Kolleginnen schweißen die beiden enger zusammen.
Der Film erzählt einen kurzen Lebensabschnitt grundverschiedener Menschen, die es erlernen Verantwortung zu übernehmen, in dem sie sich teils bewusst, teils unbewusst für ihren zukünftigen Weg entscheiden. Dialoge und Gespräche gibt es weniger, es sind Handlungen der Protagonisten, die den Zuschauer führen. Ein anspruchsvoller, herausragender Film am Rande der unzähligen Beziehungskistenfilme.