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Mielke-Konzern. Die Geschichte der Stasi 1945-1990
 
 
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Mielke-Konzern. Die Geschichte der Stasi 1945-1990 [Gebundene Ausgabe]

Jens Gieseke
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 287 Seiten
  • Verlag: DVA (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421054819
  • ISBN-13: 978-3421054814
  • Größe und/oder Gewicht: 20,9 x 13,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 747.665 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jens Gieseke
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Er galt als einer der bestorganisierten Geheimdienste der Welt, doch mit dem Sturz der SED-Herrschaft brach der gefürchtete Staatssicherheitsdienst der DDR zusammen wie ein Kartenhaus.

Warum, das ist vielen bis heute ein Rätsel. Schon zu DDR-Zeiten eilte der Stasi der Ruf allwissender Omnipräsenz voraus, und daran hat sich in den vergangenen zehn Jahren, aller wissenschaftlichen Aufarbeitung zum Trotz, wenig geändert. Eher im Gegenteil. Mit Blick auf den Westen sprechen einige besonders eifrige Apologeten des Stasi-Mythos gar schon von einer "unterwanderten Republik" und fordern, die Geschichte der Bundesrepublik umzuschreiben, da "die Stasi immer mit dabei gewesen" sei. Folgt man jedoch den Befunden, die der Berliner Historiker Jens Gieseke in seiner prägnanten Studie zum Mielke-Konzer ausbreitet, wird das kaum erforderlich sein. Zumindest, so weit man das nach Auswertung der Stasiakten sagen kann. Welche Geheimnisse noch in den Archiven des KGB und anderer Dienste schlummern, wagt zurzeit niemand vorherzusagen.

In einem wohltuend sachlichen, unaufgeregten Stil, widmet sich Jens Gieseke der Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit. Von den frühen Anfängen in der SBZ/DDR, über die Aufbauphase Anfang der 50er-Jahre, als die "rote Gestapo" mit brutaler Effizienz jedwede Opposition gegen die Sowjetisierung der DDR-Gesellschaft unterdrückte, bis hin zur Phase einer "immerwährenden tschekistischen Prosperität", die 1957 mit dem Amtsantritt Erich Mielkes begann und jenen aufgeblähten Apparat hervorbrachte, der selbst im Vergleich zum KGB eine Spitzenstellung einnahm: Auf 180 DDR-Bürger kam -- statistisch gesehen -- ein hauptamtlicher MfS-Mitarbeiter. In der ungleich größeren UdSSR lag die Überwachungsdichte bei 600 Bürgern pro Mitarbeiter. So entstand der "wohl größte geheimpolizeiliche und geheimdienstliche Apparat der Weltgeschichte"; logische Konsequenz von Mielkes Spitzel-Philosophie: "Wir müssen alles erfahren! Es darf an uns nichts vorbeigehen."

Jens Gieseke schildert das gigantische System der Bespitzelung und Unterdrückung durch das MfS und seine enge Verflechtung mit allen Lebensbereichen der DDR-Gesellschaft. Sein Buch stellt damit einen wichtigen Beitrag zu einem zentralen Kapitel deutscher Geschichte dar und dürfte erheblich zur Versachlichung einer emotionsgeladenen Debatte beitragen. --Stephan Fingerle

Kurzbeschreibung

Einer der profundesten Kenner der Stasi-Akten liefert die erste knappe Bilanz der ebenso grausigen wie miefigen Welt des DDR-Geheimdienstes, des, im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, größten geheimen Sicherheitsapparates der Welt.
Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR war nicht nur gefürchtete Geheimpolizei und effektiver Spionagedienst, sondern entwickelte sich zu einem weitläufigen "Gemischtwarenkonzern" in Sachen Sicherheit, Überwachung und Unterdrückung.
Jens Gieseke schlägt den Bogen von den Jahren des Hochstalinismus bis zu den Überbleibseln der Stasi im wiedervereinigten Deutschland. Er untersucht die Triebkräfte der Expansion und die Rückwirkungen dieser "Armee hinter den Kulissen" auf Alltagsleben und Staatsgeschäfte.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein notwendiges Buch! 15. April 2003
Von J. Plath
Format:Gebundene Ausgabe
"Mielke-Konzern. Die Geschichte der Stasi von 1945 - 1990" - ein wichtiges Buch zu einer immer noch aktuellen Thematik. Eine Thematik, die von zu vielen bereits wieder verdrängt wird, ohne dass eine gesellschaftliche Aufarbeitung wirklich erfolgt ist.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wichtiges Buch! 13. Februar 2012
Von Marlon B.
Format:Broschiert
Ein wichtiges Buch über den ostdeutschen Geheimdienst, dem Autor gelingt es glänzend die Umstände und Hintergründe der Stasi zu erzählen. Kaufempfehlung!
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38 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Allein der Titel schiebt eine Welle, daß man einen gewaltigen Frachter dahinter vermutet. Bei näherer Betrachtung, also Lektüre, zeigt sich: Es ist allenfalls ein Beiboot, was da zu Wasser gelassen wurde. Ärgerlich ist, trotz beeindruckender Faktenfülle, daß der Autor sich als unfähig erweist, Geschichte in ihrem Ablauf und ihrer Komplexität zu erfassen. Das MfS wird als Institution geschildert, als habe sie sich nach eigenen Gesetzen und gänzlich losgelöst von einem gesellschaftlichen Kontext entwickelt. Als habe es keinen Kalten Krieg gegeben, keine Auseinandersetzung zwischen Ost und West, bei der am Ende überhaupt nicht mehr feststellbar war, was Aktion und was Reaktion war. Der Autor wollte beweisen, daß der "Mielke-Konzern" eine organisierte Verbrecherbande war. Wohl wahr, Geheimdienste sind keine Gesangvereine, egal, ob sie nun CIA, KGB, BND, MAD oder MfS heißen. Das wußte man schon vorher. Aber daß die einen nur gut und die anderen nur schlecht waren bzw. sein sollen, darf bezweifelt werden. Wer dies aber den Lesern weiszumachen versucht, hat selbst nicht viel begriffen.
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