Vorweg: Seit gestern Abend ist die Demo verfügbar, diese bietet 3 spielbare Karten (sowohl Online als auch gegen Bots) mit den Modi Deathmatch und Capture The Flag. Diese Rezension beruht auf Erfahrungen mit dieser Demo, ich habe bisher ca. 5 Stunden damit verbracht.
Grafik:
Wie zu erwarten war, trumpft das Spiel dank Unreal Engine 3 mit einer fantastischen Grafik auf, statt den ganzen Effekte-Schnickschnack hier nochmal aufzuzählen, einfach Folgendes: Man kann es etwas höher als Halo 3 einordnen, im Vergleich zu BioShock (was ja auch die UE3 nutzt) läuft es trotz Außenlevels ungleich flüssiger, man merkt einfach, dass Epic Wert auf schnelle und ruckelfreie Online-Partien setzt. Trotzdem sollte der PC einigermaßen aktuell sein (sprich, Core 2 Duo, 2GB RAM und eine schnelle GeForce 7 oder 8 sollten es schon sein), um die Grafikpracht wirklich genießen zu können.
Sound:
Fetzige Waffensounds, tolle Soundtracks und perfekte Ortung der Gegner dank 5.1: Soundtechnisch lässt das Spiel wirklich keine Wünsche offen. Allerdings kann ich nicht beurteilen, ob auch 7.1-Systeme unterstützt werden (ich gehe allerdings davon aus), da ich nur 5.1 besitze.
Gameplay:
Das Gameplay ist den Vorgängern sehr ähnlich, fühlt sich (für mich) sogar noch einen Tick schneller an. Das liegt zum Teil auch an an der wirklich sinnvollen Implementierung des Hoverboards, mit dem man auch auf Warfare-Karten schnell ins Gefecht gelangen sollte und nicht ewig Laufen oder auf Fahrzeug-Respawn warten muss. Auf jeden Fall wieder echt spaßig und richtig schnell.
Maps:
Die 3 in der Demo vorhandenen Karten (DM-HeatRay, VCTF-Suspense und DM-ShangriLa) sind nahezu perfekt designt, alle Extras und Waffen sind sehr gut verteilt, aber das kennt man ja schon aus den Vorgängern. Auch die Optik ist atemberaubend, das muss man einfach selbst gesehen haben.
Waffen:
Hier ist so ziemlich alles beim Alten geblieben, lediglich das Design der Waffen ist neu, was jedoch nicht unbedingt schlecht ist, denn die Waffen waren ja mit ausgefallenen Sachen wie der Biorifle schon immer spaßig und abwechslungsreich.
Bots:
Man glaubt es kaum, auch die Bots wurden weiter verbessert und agieren in den Gefechten sehr glaubwürdig. Klar, UT3 ist vor allem immer noch ein Online-Shooter, doch auch wer über kein Internet verfügt oder einfach keine Lust auf die Suche nach einem passenden Server hat, kann dank den Bots viel Spaß mit dem Spiel haben.
Insgesamt ein wirklich würdiger Nachfolger für die UT-Reihe. Das alte Spielgefühl kommt sofort wieder auf und zieht in seinen Bann. Ich vergebe insgesamt dennoch nur 4 Punkte, da natürlich noch nicht klar ist, ob die Qualität der Demo auf allen Maps gehalten wird und ob der Warfare-Modus nicht wie Onslaught zu einer ewigen Rennerei verkommt (dank Hoverboard sollte das allerdings nicht der Fall sein).
Ich empfehle jedem der mit UT nicht so vertraut ist, erst einmal die Demo anzuspielen, diese wiegt mit knapp 750MB auch nicht so viel. UT-Veteranen können meiner Meinung nach bedenkenlos zugreifen.