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Mit 'Frauen, die sich in der Liebe verloren haben', könnte man ihre zweite CD überschreiben, die allerdings ohne Giacomo Puccini und Richard Strauss auskommt, stattdessen Werke von Benjamin Britten, Igor Stravinsky, Franz Lehár, Antonín Dvořák und anderen präsentiert.„Sie zeigen eine weibliche Hauptfigur in einem glücklichen Moment, bevor die eigentliche Tragödie hineinbricht…Eine unterschwellige Spannung mischt sich in die an der Oberfläche durch und durch ‚schöne’ Musik“, sagt Kate Royal. Großartig erkannt, aber dennoch ein ebenso großartiger Anspruch. Denn Schwere, Beseeltheit und Wahrhaftigkeit, überhaupt jede Art von Doppeldeutigkeit oder Gebrochenheit liegen Kate Royal so nicht. Zu laut, zu gleichförmig, zu wenig nuanciert und zu vital und - wenn man so will – zu ‚gesund’ klingen ihre Interpretationen. Das Leid der Frauenfiguren oder ihre laszive Sinnlichkeit, ihr Raffinement – etwa bei den Operettenarien von Lehar - nimmt man ihr so nicht ab. Dvoraks „Lied an den Mond“ aus „Rusalka“ singt sie gar wie einen Schlager. Man muss der Fairness halber sagen, dass Anna Netrebko diese Nuancen und Facetten auch nicht beherrscht und trotzdem ein Superstar geworden ist. Es gibt also kein Hindernis für eine große Karriere. - Teresa Pieschacón Raphael
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