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Midnite Vultures hält die Waage zwischen dem großartigen Beck und dem nicht so großartigen Beck. Ungefähr die Hälfte des Albums schwelgt in diesem Retro-Brei, man könnte es, wenn man so will, "Becksploration" nennen. In diesem Bereich erreichen seine ziemlich direkten und plumpen Verkörperungen nicht das Niveau der Originale. Bei Dauerbrennern wie seinen Soul-Tracks "Peaches and Cream" und "Debra" oder der Widmung "Hlwd. Freaks" fehlen ihm die Stimmkraft, der Mumm und der Werdegang, um als legitimer vollwertiger Soul-Typ oder als Rapper der alten Schule anerkannt zu werden. Bei der anderen Hälfte, in der wir Beck in seinem Element finden, ist er belebend und erfrischend. Seine unerschütterliche Meisterschaft in der Studioarbeit wird besonders deutlich bei Meisterwerken wie dem von den Bläsersätzen dominierten "Sexx Laws", dem überschäumenden, vom Slap-Baß angetriebenen "Nicotine and Gravy" und bei dem bombastischen Wah-Wah-Effekt von "Mixed Bizness".
Das Album beweist, daß Beck nicht an die spontanen Talente von Marvin Gaye, George Clinton oder Prince herankommt, wenn er konsequent Funk spielen will, aber solange er so erfindungsreich unterschiedliche Musikkategorien verbinden kann, bleibt er auf seine Art immer noch faszinierend. --Beth Massa
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Wahnsinnsalbum,
Rezension bezieht sich auf: Midnite Vultures (Audio CD)
Erst beim dritten, vierten Durchhören hat mich dieses Album voll mitgerissen. Becks verspielter Umgang mit einer unendlichen Vielfalt an Samples ist gewöhnungsbedürftig, aber von genialischer Kreativität. Die Vielfalt der Songs und die freakige Ironie mancher Texte (I wanna go for you/and your sister/I think her name is Debra...) ist die große Stärke dieser Platte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kauziger Funk,
Von
Rezension bezieht sich auf: Midnite Vultures (Audio CD)
Ob das nun eine ernst gemeinte Hommage und Verbeugung vor Prince, oder doch eher eine äußerst anspruchsvolle Parodie auf das kleine Musikgenie aus Minneapolis war, werden wir wohl nie erfahren, es ist aber auch egal, denn: das Ergebnis zählt - und das ist hier allemal gelungen.Als einer der wohl größten Exzentriker des Musikbusiness zimmerte Beck Hansen hier ein aus 11 Räumen bestehendes Funk-Haus, dass seinen Reiz einereseits aus kantigen, aber keineswegs unzugänglichen songs, und andererseits aus detailverliebten Arrangements bezieht. Klar - man hört Prince hier an allen Ecken und Enden heraus (sogar seine Falsettstimme wird hier imitiert), nur kompositorisch ist das wohl das beste Album, dass dieser in den 90er Jahren nicht aufgenommen hat. Es groovt, fiept und klirrt hier auf Teufel komm' raus, aber Spaß macht diese Platte vor allem deswegen, weil es hier so viel an Feinheiten zu entdecken gibt, und weil es keine Strophe gibt die gleich klingt. Wer wissen will, wie Prince geklungen hätte, wenn ihm Anfang der 90er Jahre nicht die kreative Luft ausgegangen wäre, der soll hier unbedingt zugreifen, zumal sich auf diesem Album mit ,Sexx Laws' und ,Mixed Bizness' auch zwei unzerstörbare Hits befinden. Und sexy ist diese Scheibe allemal. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der geniale Querschläger - Beck hat's in sich,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Midnite Vultures (Audio CD)
Dieses Album teilt das Schicksal seines Schöpfers: Es bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn. 80er-Kraftwerk-Synthie trifft auf Country-Mundharmonika, Keyboard-Billigbreaks kombinieren sich mit Scratchen, Möbel werden zerschlagen, ein Gospelchor wird aufgestellt, Funkgitarren und Rockeinlagen mischen sich mit buntschrägen Klängen einer Art Xylophons, die Texte ergeben keine Sinn, und wenn ist er irgendwo zwischen Zynismus, Ironie und Chaos. Anspielungen gibt es auf diesem Album zuhauf. Doch das schönste Beispiel ist "Hollywood Freaks", eine Art Kampfansage an den kopistischen Rap der Westküste, in dem so ziemlich jeder Sprachrhythmus von dort aufs Korn genommen wird, und die Tracks so künstlich schlecht klingen, daß es schon wieder hohe Kunst ist. Dieses Album ist gewöhnungsbedürftig, nicht einmal Beck's monoton gelangweilter Gesang ist geblieben. Vielmehr hat er die Kampzone sogar noch auf die 80er ausgeweitet, nachdem er schon vorher wild durch die 70er gewildert hat. Jeder Soundschnipsel, den er einbringt, ist es wert, gehört und verstanden zu werden, Anspielungen zu berühmten Künstlern erledigt er nebenbei. Seien Sie auf eins vorbereitet: Harte Brüche und Sprünge, die alles durcheinanderwirbeln, seien Sie vor allem auf der Hut, wenn Sie glauben, das ergebe jetzt einen Sinn. Das tut es zwar, aber welchen kann wohl nur Beck selbst beantworten. Kaufen!
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