Eigentlich sehr traurig, macht dieses Album doch deutlich, wie gut Till Brönner im Grunde genommen sein kann. Funkig, soulig, jazzig, stimmig.
Das ist nicht zu vergleichen mit der Fahrstuhl- Musik von "Rio" oder "Oceana".
Die Besetzung ist gigantisch und noch ein Grund zum Traurig- sein: Das Saxophon- Solo von Michael Brecker auf "Don't you worry bout a thing" ist hinreissend. Was für ein Verlust! Die müssen da oben wirklich mittlerweile eine Super Jazz- Band haben.
Also: Wer lieber den neuen Till Brönner mag, sollte die Finger von dem Album lassen, wer auf guten fetzigen Jazz steht, ist hier gut bedient.
Dankenswerterweise hat Herr Brönner hier auch noch nicht gesungen. Das kann er nämlich ebenso wenig wie Chet Baker.
Noch 2 Pluspunkte. Für's Geld ist viel Musik drauf (61:42) und das digitale Remastering macht die Aufnahme frisch, transparent und lebendig.