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Produktinformation
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Paris ist seine eigene Kunstform, lässt Woody Allen Gil Pender, sein diesmaliges Alter Ego sagen. In dem kalten, grausamen, sinnlosen Universum existiert Paris, dessen Lichter man sogar vom Weltall aus sieht, schwärmt Gil, der am liebsten gleich ganz in die Stadt seiner Träume übersiedeln möchte. Für ihn sind die 20er Jahre das Goldene Zeitalter schlechthin, in dem die Kreativität und die Kunst noch lebendig waren. Angeleitet von Gertrude Stein nimmt er das Schreiben wieder auf und erkennt, dass sein bisheriges Leben mit Inez so nicht weiter gehen kann. Da begegnet er Adriana, Picassos bildhübscher Freundin, die lieber in der Belle Epoque leben würde, ihrem Goldenen Zeitalter, wo die beiden bei einer weiteren magischen Reise auf Lautrec, Gauguin und Degas treffen, die ihrerseits wiederum der Renaissance nachtrauern. Gil erkennt, dass das Goldene Zeitalter für jeden etwas anderes ist. Letztlich muss man sich aber von der Illusion lösen, dass in der Vergangenheit alles schöner und besser war, wenn man im Leben etwas vollbringen will, oder wie es Gil formuliert: Die Gegenwart ist vielleicht etwas unbefriedigend, aber so ist eben das Leben. Aus den Dialogen hört man Woody Allen sprechen, wie er leibt und lebt. In seinem 42. Kinofilm nähert sich der Altmeister noch einmal Klassikern wie Purple Rose of Cairo oder Stardust Memories an. Es macht einfach nur Spaß, den intelligenten, witzigen Dialogen zuzuhören und sich in die romantische Märchenwelt Paris’ entführen zu lassen. Es gibt herrliche Oneliner und die obligatorische Diskussion über die Angst vorm Tod darf natürlich auch nicht fehlen. Owen Wilson, Marion Cotillard, Rachel McAdams, Michael Sheen brillieren in einer bezaubernden Liebesklärung an Paris und das Leben. -- Ellen Große
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Wo bin ich?",
Von
Rezension bezieht sich auf: Midnight in Paris (DVD)
Gute Frage. Aber ganz ehrlich: Die Antwort auf seine Frage wird den amerikanischen Drehbuchautor Gil Pender(Owen Wilson) komplett um den Verstand bringen. Er ist mit seiner Verlobten Inez(Rachel McAdams) nach Paris gefahren, um die Hochzeit vorzubereiten. Klar, dass auch Inez wohlhabende Upper-Class Eltern dabei sind. Schon allein mit denen hat Gil ein Problem, als aber auch noch Inez alter Bekannter, der oberschlaue Pedant Paul(Michael Sheen) mit seiner Frau auftaucht, hat Gil die Nase voll. Er macht sich allein auf den Weg und erkundet Paris bei Nacht. Gil ist ein absoluter Fan vom Paris der 20er Jahre, und er hofft diesen Zauber in den Gassen der Stadt zu finden...Ja...und dann kommt ein altes Peugeot Taxi vorgefahren. Und plötzlich ist Gil auf einer Feier von Jean Cocteau. Dort muss er feststellen, dass sein Mitfahrer aus dem Taxi niemand anders als John Fitzgerald(Tom Hiddleston) ist und der Typ am Klavier, der sieht doch tatsächlich wie Cole Porter aus. Gil ist sprachlos. Das wird auch nicht besser, als er Hemingway(Corey Stoll) trifft und der ihn mit Gertrude Stein(Kathy Bates) bekannt macht. Gil arbeitet gerade an einem Roman; da bietet es sich doch an, dass Getrude mal einen Blick ins Manuskript wirft. Vorher aber muss er unbedingt die bildschöne Adriana(Marion Cottillard) ansprechen, die mit ihrem Freund Picasso bei Gertrude zu Besuch ist. Dann ist Gil wieder in der Gegenwart. Hat er geträumt? Nein, er glaubt fest an das Erlebte. Allerdings hält ihn Inez für verrückt. Aber Inez Eltern glauben ohnehin, dass Gil nicht richtig tickt. Also macht sich Gil um Mitternacht wieder auf den Weg in die 20er. Er begegnet Dali(Adrien Brody), Bunuel, Matisse und T.S. Eliot. Aber er hat nur Augen für Adriana. Mit ihr erlebt er die schönsten Stunden seines Lebens. Zusammen machen die beiden sogar einen Abstecher in die Belle Epoque und sitzen dort mit Degas, Lautrec und Gaugin an einem Tisch. Spätestens jetzt weiß Gil, dass sein bisheriges Leben so nicht weitergehen kann... Eine traumhaft schöne Geschichte des, jedenfalls wenn sie mich fragen, intellektuellsten Filmemachers der letzten Jahrzehnte. Diese Überdosis intellektueller Dialoge und Ansichten lässt Woody Allen Freunden das Herz höher schlagen und verstärkt bei Gegnern die Abneigung. Was soll man da machen? Allens Filmbeginn, eine Kamerafahrt zu den schönsten Plätzen von Paris, nur von Musik unterlegt, ist brilliant. Auch seine Wahl dem Komödianten Owen Wilson die Hauptrolle für dieses verträumte Filmfeuerwerk zu überlassen ist ein gelungenes, wenn auch gewagtes Experiment. Allen zeigt uns seine literarischen Helden mit all der künstlerischen Freiheit, für die er bekannt ist. Der Macho-Hemingway, der übernervöse Picasso und der Lebemann Fitzgerald, diese Charaktere sind so spannend wie witzig gelungen. Zu all der nostalgischen Schwärmerei packt Allen in sein Drehbuch noch eine gefühlvolle Lovestory und die Moral von der Geschichte, dass man immer das haben möchte, was man nicht besitzt... Also wenn sie mich fragen: Sollten sie gern lesen, träumen und sich schon immer gefragt haben, wie das damals eigentlich so war, als Hem, Scott und Gertrude das "alte Paris" unsicher machten, dann schauen sie sich -Midnight in Paris- unbedingt an. Wenn sie auf Allen Filme stehen, dann ist -Midnight in Paris- ohnehin ein Muss. Lehnen sie die Filme des Mannes aus Brooklyn jedoch grundsätzlich ab, bleiben sie einfach dabei. Aber in diesem Fall, ob sie mir glauben oder nicht, würden sie vielleicht etwas verpassen... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Paris ist auch nicht mehr das, was es einmal war,
Rezension bezieht sich auf: Midnight in Paris (DVD)
"Midnight in Paris" (2010) war ein Film, der mich positiv überrascht hat! Ich habe mich über die letzten Jahre auch ein wenig mit dem künstlerischen Werk von Woody Allen befasst und möchte anmerken, dass man es wohl in drei unterschiedliche Phasen einteilen kann: die erste Phase besteht aus relativ albernen Komödien wie z.B. "Bananas", die zweite, die intellektuelle Hauptphase nimmt ihren Anfang mit dem Allen'schen Schlüsselwerk "Der Stadtneurotiker" und findet einen fast fließenden Übergang in den 1990er Jahren mit romantischen Liebeskomödien, die ins Krimi- und Thrillergenre hereinreichen, wie z.B. "Match Point"."Midnight in Paris" erinnerte mich überraschenderweise sofort an Allens erste Phase. Als grobes Vorbild für den Film diente vielleicht eine ältere humoristische Kurzgeschichte von Woody Allen, die von einem intellektuellen Bücherwurm handelt, der sein trostloses Liebesleben dadurch aufpeppt, dass er hin und wieder in seiner Fantasie in die Romanwelt von Gustave Flauberts "Madame Bovary" erscheint, um das ebenfalls triste Leben dieser klassischen Romanfigur aufzuheitern. In "Midnight in Paris" spielt der gefragte Comedystar Owen Wilson einen Drehbuchautor aus Hollywood, der mit seiner Verlobten und deren Eltern eine Reise nach Paris unternimmt. Während seine Verlobte (schön zickig: Rachel McAdams) in Paris mit befreundeten amerikanischen Touristen und Eltern von Ereignis zu Ereignis hetzt, streift der von Wilson dargestellte Autor lieber ganz alleine durch die Straßen von Paris. Nach einer Rotwein-Party etwas angetrunken, ziellos aufs Geratewohl, sich auf einer Treppe ausruhend, irgendwo im nächtlichen Paris, geschieht plötzlich etwas Magisches: eine alte Limousine fährt vor und nimmt ihn mit zu einer Party, wie sie in den Goldenen Zwanzigern in Paris stattgefunden haben mag. Diese Zeitepoche ist seine Lieblingsepoche, vor allem was das künstlerische Schaffen betrifft. So trifft er auf dieser Party alle seine großen Vorbilder, als da wären u.a.: Fitzgerald mit seiner Ehefrau Zelda, Hemingway, Gertrude Stein, die Maler Picasso, Matisse und Dali, den Filmregisseur Bunuel und den Fotograf Man Ray, außerdem die verhinderte Kostümdesignerin und ehemalige Modigliani- und jetzige Picasso-Muse Adrianna (Marion Cotillard), mit der er eine platonische Affäre beginnt, denn genau so wie er ist sie davon überzeugt in das falsche Zeitalter reingeboren worden zu sein. In dieser intellektuell und emotional ansprechenden Umgebung findet er außerdem geistige Anregung und Unterstützung beim Verfassen seines ersten Romans sowie Hilfe beim Lösen privater zwischenmenschlicher Konflikte aus seinem realen Leben. Das kann man aber nur wirklich gut verstehen, wenn man zuvor schon mal in den Genuss der Lektüre von Fitzgeralds "großem Gatsby" gekommen ist, denn das Filmende korreliert teilweise mit dem Romanende dieses genialen Literaturklassikers von 1925. Ich muss anmerken, dass mich bei Woody Allen vor allem die Filme aus seiner Frühphase und einigermaßen auch noch die aus seiner aktuellen Spätphase ansprechen. Zu den Filmen aus seiner Hauptphase aus den späten 1970ern und 1980ern fehlte mir bisher leider der richtige Zugang, was ein intellektuelles Problem sein mag. Ich denke, "Midnight in Paris" wird all jenen Woody-Allen-Fans gefallen die die Filme aus seiner Anfangszeit zu würdigen wissen oder vielleicht auch ein Interesse für die Ikonen der 1920er Jahre aufbringen können. Hier schafft es Allen, einen gewissen Witz zu erschaffen, der auf die Unterschiede der Zeitepochen 1920 - 2010 anspielt. So gibt es eine Szene im Film, in der Hemingway, zeitlebens selbst passionierter Großwildjäger, den Hollywood-Drehbuchautor fragt: "Waren sie schon mal jagen?" und dieser spontan antwortet: "Nur nach Schnäppchen!" Adrien Brody brilliert in der Rolle des extravaganten spanischen Surrealismus-Künstler Salvador Dali, der zum damaligen Zeitpunkt immer nur an ein Rhinozeros dachte - was immer das auch bedeuten mag. Owen Wilsons Filmfigur schien mir eine junge Version von Woody Allen selbst, kulturinteressiert ohne dabei jedoch pseudo-intellektuell zu sein und unverständliches Zeug zu schwafeln. Seine Filmfigur erweckte in mir Sympathien. "Midnight in Paris" ist ein kleines Filmjuwel geworden, das einen für eineinhalb Stunden verzaubern kann, vorausgesetzt man hat keine Skrupel vor fantastischen Geschichten. Ein Film über ein Märchen, das sich innerhalb einer Großstadt abspielt der das Fingerspitzengefühl dafür verloren gegangen ist, denn auch eine romantische Stadt wie Paris hat sich über die letzten 90 Jahre sehr verändert. "Midnight in Paris" ist Woody Allens nostalgische Liebeserklärung an das Paris, wie es vor mehreren Jahrzehnten einmal war. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Genuss für alle Sinne,
Von Trainer (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Midnight in Paris (DVD)
Gesehen und mich in den Film verliebt. Die Begeisterung geht durchaus über Generationen, denn meine Tochter, war ebenfalls schwer begeistert.Dieser Film ist ein Genuss für alle Sinne. Sozusagen ein Augen- und Ohrenschmaus. Eigentlich gar kein typischer Allen-Film da er gar nicht bissig ist, oder sich, wie sonst oft, mit schrägen Typen auseinandersetzt. Nein dieser Film ist eine Liebeserklärung an Paris und eine an die, optisch und modisch, so feine und wunderschöne Zeit der 20er Jahre. Den Soundtrack hab ich mir sofort besorgt, denn auch da sind ein paar herrliche Genüsse dabei. Owen Wilson hat mich wirklich positiv überrascht und Marion Cotillard spielt nicht nur sehr gut, sie ist auch eine pure Augenweide. Auch wenn ich ein paar Tage nach dem Kinobesuch an den Film dachte, durchströmte mich noch diese herrliche Gefühl von französischer Lebensart, wunderbarer Musik und Reiselust. (-> Stichwort: Parisbesuch) Sobald die DVD erscheint kommt sie sofort in meine Sammlung, denn ich glaube, dass dies ein Film ist, denn man sich aus purem Genuss und als geistigen/emotionalem Miniurlaub öfters ansehen kann. PS: auch wenn es nur eine ganz kleine Rolle war, so hat, Madame Carla Bruni, ihre Sache gut und recht charmant gemacht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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