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Von der Welt Midgard weiß ich noch nicht sehr viel. Aventurien ist da scheinbar etwas intensiver ausgearbeitet worden. Weswegen ich sehr froh darüber bin, dass ein separater Teil im Quellenbuch dem Land Erainn vorbehalten ist. Das klingt da alles sehr mit Elfen durchsetzt aber auch mit einem guten Schuss Irland, wie mir scheint, denn es brodelt nur so vor irischer Mythologie.
Aber daneben gibt es natürlich auch noch die eigentliche Stadtbeschreibung die den Hauptteil - den ersten - des Buches einnimmt. Und was ich da gelesen habe, begeistert mich von Anfang bis Ende (circa Seite 80 von fast 150 Seiten). Die beschriebenen Rollenspielpersonen scheinen richtig zu leben, dass geht alles über ein billiges Beschreiben mit den Eigenschaftswerten weit hinaus und ist so gut, dass ein Spielleiter ohne viel eigene Arbeit auf der Stelle mit dem Spielen starten kann. So stelle ich mir eine Stadtbeschreibung vor! Und
Und was außerdem noch besticht, die Beschreibungen sind sehr gut formuliert und sehr lebhaft und plastisch. Dazu gibt es noch zwei Karten, wovon die eine das Fürstentum Cuanscadan zeigt, die besonders schön geworden ist.
Insgesamt bin ich rundum begeistert und kann das Quellenbuch auch dem Spielleiter ans Herz legen der nicht Midgard spielt. Mit ein bischen eigene Arbeit lassen sich die Sachen alle umgestalten wodurch sie für andere Rollenspiele anwendbar sind.
Mein Urteil lautet deswegen, sehr empfehlenswert!
Was auf den ersten Blick als Stadtbeschreibung erscheint, entpuppt sich als bald zu einem kleinen, aber feinen Quellenband über das Land Erainn.
Auf den 144 Seiten und den zwei Karten im Anhang werden dem Rollenspieler alle nötigen Informationen geboten um dieses in aller Farbenpracht zum Leben zu erwecken, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen, so dass genügend Freiraum für die eigene Entfaltung bleibt.
Neben einem kurzen geschichtlichen Abriss, Wissenswertem über die Sitten und Gebräuche sowie über den Glauben und die besondere Art der Magie, vermittelt gerade auch die liebevolle Beschreibung der Stadtbewohner den besonderen Reiz dieses Landes. Ein fröhliches Volk ist es, das trotz aller Firnisse und Zwistigkeiten untereinander, den Blick für die schönen Dinge des Lebens nicht verliert. Was vielleicht daran liegt, dass so manch einer von sich behauptet, seine spitzen Ohren wären ehrlich ererbt!
Ungewöhnlich ist die Stellung der Frau in diesem Land. Hier sind sie nicht nur schmückendes Beiwerk sondern fester Bestandteil der Gesellschaft – bis in die höchsten Kreise hinein. Dennoch ist es kein Amazonenvolk, sondern ein in sehr vielen Bereichen eher außergewöhnlich freies Land. Was sich nicht zuletzt in ihrem Erbrecht und ihren verschiedenen Eheformen widerspiegelt.
Ein Volk, das von großem Ehrgefühl erfüllt ist und so auch schnell mal zur Waffe greift. Ein Volk dessen Recht von Frauen gesprochen wird, das nicht bestrafen sondern wieder gut machen will. Dessen Magie außergewöhnlich ist und zum Wohle des Volkes von den „weisen Frauen“ ausgeübt wird. Ein Volk, das gern und leidenschaftlich wettet und seine Feste lautstark zu feiern weiß. Spätestens hier, lässt sich das Erbe der Elfen im Volk nicht mehr verleugnen. Der Erainner singt zu fast jeder Gelegenheit mannigfaltige Lieder – ob mit oder ohne Talent.
Technisch gesehen ist es ein gelungener Quellenband, der gut gegliedert und mit den nötigen Skizzen versehen wurde und seinen Preis in jedem Falle rechtfertigt. Sogar an ein paar kleine Abenteuerideen wurde gedacht, so dass dem Treiben in Erainn schnell nachgegangen werden kann.
Alles in Allem eine Anschaffung die sicher nicht nur in eine Midgard-Sammlung passt, sondern auch gut anderen Systemen als inspirierende Quelle dienen kann.
Kassaia
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