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Middlesex
 
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Middlesex (Gebundene Ausgabe)

von Jeffrey Eugenides (Autor), Eike Schönfeld (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 733 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek; Auflage: 7 (17. Mai 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498016709
  • ISBN-13: 978-3498016708
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (82 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 38.206 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wie machen die das bloß? Kaum hat man Die Korrekturen einigermaßen verdaut, legt mit Jeffrey Eugenides ein weiterer Amerikaner um einen Roman von epischer Wucht vor -- und gewinnt völlig zu Recht den Pulitzer-Preis.

Ähnlich wie bei Franzen geht es um Familienbande, Generationenkonflikte, um amerikanische Träume und Albträume. Außerdem ist Middlesex ein Roman über ethnische Identität und kulturelle Prägungen, weil Callies "kriminell verknallte Großeltern" vor Jahrzehnten aus dem damals griechischen Izmir in die USA geflüchtet sind. Desdemona und Lefty nutzen die Auswanderung, "um sich neu zu erfinden". Das hat für Callie dramatische Konsequenzen, denn "was die Menschen vergessen, bewahren die Zellen".

Zunächst jedoch deutet nichts darauf hin, dass es das Mädchen als "genetischer Kaspar Hauser" zu leidvoller Berühmtheit bringen wird. Nachdem die Familie sich im Detroit der Nachkriegszeit schlecht und recht durchgeschlagen hat, gerät sie ausgerechnet durch den "Krieg in meiner Heimatstadt" -- die blutigen Rassenunruhen Ende der 1960er-Jahre -- über Nacht auf die Sonnenseite.

Das ist einer der eleganteren Kurzschlüsse zwischen globaler Geschichte und persönlichen Geschichten, während das Türkei-Kapitel zuweilen zum historischen Bilderbogen verkommt. Und manch hübsche Ironie wird dadurch getrübt, dass man uns wie begriffsstutzige Schüler mit der Nase darauf stößt. Aber dank dieser kleinen Schnitzer ahnen wir die genialische Kraftanstrengung, mit der Eugenides seine Saga komponiert hat.

Alles in allem wirken die Odysseen vom bäuerlich-frommen Kleinasien ins hippie-hedonistische San Francisco, vom multikulturellen Handelsplatz Smyrna in die Industriemetropole Detroit wie Desdemonas Seidenfäden -- von zarter Hand gesponnen, schwerelos, doch reißfest. Das Spiel mit geschichtsmächtigen Mythen erinnert an Salman Rushdies Mitternachtskinder, die verschlungene, detailfreudige Familienchronik (mit teils hanebüchenen Zufällen) liest sich -- famos übersetzt -- ebenso glatt wie die eines John Irving. Gebannt begleitet man die "zutiefst historische Großmutter" auf ihren Abenteuern im modernen Amerika, verfolgt Callies Romanze ("Sandkastensex") mit einer Schulkameradin.

Das Buch stimuliert Herz und Hirn gleichermaßen: eine Zeitreise aus der mythischen Landschaft Homers in die schöne neue Welt der Genetik; eine anrührende Schilderung pubertärer Irrungen und Wirrungen; eine Studie über Menschen zwischen den Kulturen und eine zwischen den Geschlechtern. Sagenhaft! --Patrick Fischer



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"I was born twice: first, as a baby girl, on a remarkably smogless Detroit day in January of 1960; and then again, as a teenage boy, in an emergency room near Petoskey, Michigan, in August of 1974." And so begins Middlesex, the mesmerizing saga of a near-mythic Greek American family and the "roller-coaster ride of a single gene through time." The odd but utterly believable story of Cal Stephanides, and how this 41-year-old hermaphrodite was raised as Calliope, is at the tender heart of this long-awaited second novel from Jeffrey Eugenides, whose elegant and haunting 1993 debut, The Virgin Suicides, remains one of the finest first novels of recent memory.

Eugenides weaves together a kaleidoscopic narrative spanning 80 years of a stained family history, from a fateful incestuous union in a small town in early 1920s Asia Minor to Prohibition-era Detroit; from the early days of Ford Motors to the heated 1967 race riots; from the tony suburbs of Grosse Pointe and a confusing, aching adolescent love story to modern-day Berlin. Eugenides's command of the narrative is astonishing. He balances Cal/Callie's shifting voices convincingly, spinning this strange and often unsettling story with intelligence, insight, and generous amounts of humor:

Emotions, in my experience aren't covered by single words. I don't believe in "sadness," "joy," or "regret." … I'd like to have at my disposal complicated hybrid emotions, Germanic traincar constructions like, say, "the happiness that attends disaster." Or: "the disappointment of sleeping with one's fantasy." ... I'd like to have a word for "the sadness inspired by failing restaurants" as well as for "the excitement of getting a room with a minibar." I've never had the right words to describe my life, and now that I've entered my story, I need them more than ever.

When you get to the end of this splendorous book, when you suddenly realize that after hundreds of pages you have only a few more left to turn over, you'll experience a quick pang of regret knowing that your time with Cal is coming to a close, and you may even resist finishing it--putting it aside for an hour or two, or maybe overnight--just so that this wondrous, magical novel might never end. --Brad Thomas Parsons -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Junge und/oder Mädchen, 11. November 2004
Von marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REVIEWER)   
Diese Rezension stammt von: Middlesex (Taschenbuch)
Cal Stephanides, Enkel griechischer Einwanderer, die sich in Detroit niedergelassen haben, erzählt seine Familiensaga ausgehend vom Aufbruch der Großeltern aus Smyrna bis zu seinem Leben als Hermaphrodit.
Von Anfang an lässt der Erzähler den Leser nicht im Ungewissen über seine Eigentümlichkeit, Merkmale beiderlei Geschlechts zu besitzen, was bei ihm genetisch bedingt ist. Um den genauen Weg des Gens zu verfolgen, das, über Generationen rezessiv vorhanden, nun bei ihm dominant geworden ist, setzt er bei seinen Großeltern Lefty und Desdemona an, die zwar von Geburt her sowohl Geschwister als auch Cousins sind, aber dennoch später ein Ehepaar werden. Ihr gemeinsamer Sohn Milton heiratet auch eine direkte Cousine.
Der Autor erzählt die Geschichte, die in weiten Teilen eine Leidensgeschichte ist, leicht und locker, melancholisch zwar, aber ohne Jammer oder Sentimentalität. Auffallens ist die Langsamkeit und die epische Breite schon in diesem Teil des Buches, der eigentlich nur Vorgeschichte ist.
Der Moment, auf den hin sich die Spannung des Buches aufbaut, ist die Entdeckung der Zweigeschlechtlichkeit und die Frage, wie Cal dies verkraftet und wie es sein weiteres Leben beeinflusst. Doch vorher lebt er zunächst 14 Jahre als Mädchen; er entdeckt Besonderheiten an sich - seine pubertäte Entwicklung ist nicht die eines Mädchens - und empfindet Liebe und sexuelles Hingezogensein zu Mädchen. Als Leser steht man daneben und fragt sich fassungslos, wieso in all den Jahren sowohl der Mutter (z.B. beim Wickeln) als auch den Ärzten die Zweigeschlechtlichkeit verborgen blieb. Der einzige, der feststellt, dass er anders ist als die andern und sich daher z.B. vor Umkleidekabinen drückt, ist Cal selbst, aber was mit ihm/ihr nicht stimmt, weiss er/sie natürlich nicht.
Der in meinen Augen beste, weil komprimierteste und damit dichteste Teil ist die Phase zwischen Entdeckung und Rückkehr. Auch für den Leser wird es Zeit, Cals häusliche Enge und die feste Bindung an die ganze griechisch-stämmige Verwandtschaft zu verlassen und sich in ein neues Umfeld zu begeben.
"Middlesex" ist ein ansprechendes gutes Buch; wenn die Langsamkeit und das schleichende Erzähltempo (muss man wirklich eine halbe Seite lang den Inhalt des Kosmetikschrankes einer 13jährigen beschreiben?) gelegentlich von schnelleren Passagen unterbrochen wären, denn nicht alle Begebenheiten sind gleich wichtig, hätte ich 5 Sterne gegeben.
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60 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen hinreißend, klug, unwiderstehlich, 7. Mai 2003
Von Ein Kunde
Ach, ein wundervolles Buch: Auch wenn ich es anfangs nicht lesen wollte – Hermaphroditen gehörten bisher nicht auf die Hitliste der Themen, die mich brennend interessieren –, kann man sich der Geschichte schon nach der ersten Seite gar nicht mehr entziehen: Eugenides erzählt eine hinreißend berührende, humorvolle und ganz und gar dramatische Familiengeschichte, die um 1920 in einem kleinen Dorf in Griechenland mit einem Geschwisterpaar beginnt und auf dem Weg nach Amerika eine inzestuöse Wendung nimmt, und nach langen Jahren in Detroit schließlich im heutigen Berlin landet. In der Geschichte des Mädchens Callie, die nach einer verwirrenden Liebesgeschichte erst nach einem Unfall in ihrer Pubertät endlich erfährt, warum sie so anders ist, als die anderen Mädchen, geht es dabei auch gar nicht um Abnormalität: Callie oder Cal und ihre/seine erstaunliche Suche nach dem eigene Geschlecht verkörpern die ewigen Fragen danach, wer man eigentlich ist, woher man kommt, und wohin man gehört. Eugenides erzählt nicht nur eine sensationelle Geschichte, die man noch nie gehört hat, sondern verliert innerhalb seines komplexen Romans nie das Gleichgewicht, beschreibt alle häufig verunsichernden Facetten mit Einsicht, Intelligenz und großer Wärme.
Und wenn man plötzlich am Ende dieses Romans angekommen ist, bleibt einem als Trost nur, dass man ja gleich wieder von vorne anfangen kann.
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79 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Genug Sex in Middlesex, 4. Juli 2003
Vor den über 700 Seiten könnte man schon Angst haben. Wird die Familiensaga eines nach Amerika ausgewanderten Griechen wirklich fesseln können? Wie schon bei Jonathan Frantzen, zieht man auch bei J. Eugenides den Vergleich mit den Boodenbrooks und erschauert: war das nicht unendlich langweilig? Ja, es war, wenn man es mit dieser Geschichte vergleicht. Sie fließt und fließt und man kann gar nicht aufhören. Doch der Inhalt kann es nicht sein, denn man weiß schon, wie es ausgehen wird. der Klappentext beschreibt rasant kurz die ganze Handlung. Also ist es etwas anderes, das einen fasziniert am Buch kleben läßt, warum man sich einen langen Urlaub wünscht, um es in einem Ruck lesen zu können. Diese wunderbare Sprache ist das eine - das wünschte man sich gern von einem deutschen Schriftsteller auch. Der Übersetzer jedenfalls muß auch genial sein - die scharf gezeichneten Personen sind das andere. Ich möchte nie eine Verfilmung von dem Buch sehen, denn meine Bilder sind fix und fertig im Kopf. Genauer als Eugenides bringt es ein Regisseur, bzw. Filmproduzent niemals hin. Ja und Sex gibt es in Middlesex auch. Schön zu lesen. Wenn man schon weiß, dass es Inzest und Hermaphroditisches gibt, dann kann man schon erstaunt sein, wie geschmackvoll das zu beschreiben ist. Vielleicht liegt es aber daran, dass Griechen damit schon seit über 3000 Jahren damit irgendwie umgehen können. Aber das ist alles nicht so wichtig. Wichtig ist: unbedingt lesen!
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Ich habe nun 3 x angefangen, etwas zu schreiben - und habs jedes Mal wieder gelöscht. Das zeigt mir ganz deutlich noch mal meine Verwirrung hinsichtlich dieses Buches. Lesen Sie weiter...
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5.0 von 5 Sternen Erzählkunst auf höchstem Niveau
Cal alias Calliope Stephanides kommt als Hermaphrodit zur Welt. Der Grund? Ein schwerer Fall von Inzucht in der Familie. Lesen Sie weiter...
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4.0 von 5 Sternen Etwas ganz Besonderes! Unbedingt lesen!!!
Obwohl das Buch sehr dick ist, konnte ich es kaum aus der Hand legen. Cals Geschichte und die ihrer Familie ist so besonders und außergewöhnlich und dabei sind die Charaktere so... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von SchmuseSuse veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Calliope: Frau oder Mann?
"Middlesex" ist die Geschichte von Calliope Helen Stephanides, die als Mädchen in Chicago geboren wird, in Wirklichkeit aber ein Hermaphrodit ist. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Mag Wolfgang Neubacher veröffentlicht

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