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Middlesex: Autorisierte Lesefassung Audio-CD – Audiobook, 1. Januar 2003

117 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: DHV - Der Hörverlag; Auflage: 1 (1. Januar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899402812
  • ISBN-13: 978-3899402810
  • Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 12,8 x 4,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (117 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 393.941 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Fast zehn Jahre hat der Amerikaner Jeffrey Eugenides an seinem zweiten Roman gearbeitet. Die Mühe hat sich gelohnt: diese Geschichte einer "Achterbahnfahrt eines Gens durch die Zeit" ist eine ebenso originelle wie unterhaltsame Familiengeschichte mit einem sehr ungewöhnlichen Icherzähler. Eine Herausforderung für jeden Sprecher, die Ulrich Matthes in diesem Hörbuch mit Bravour meistert. Aus der 14-jährigen Calliope wird der Junge Cal, der als erwachsener Mann rückblickend seine Geschichte und die seiner Familie erzählt. Als Mädchen aufgewachsen und erzogen, erkennen die Ärzte erst mit Beginn der Pubertät, dass hier eine Form von Hermaphrodismus vorliegt.

Der Theater- und Filmschauspieler Ulrich Matthes gehört zu den besten Hörbuch-Sprechern. Seine Stimme, die nie aufdringlich wirkt, hat dennoch etwas absolut Unverwechselbares. Middlesex verlangt von ihm die Mädchenstimme Calliopes genauso wie die Männerstimme Cals, dazu noch ein Dutzend Familienangehörige. Seine Interpretation hat den nötigen androgynen Touch, ist aber nie übertrieben und macht diese etwas gekürzte Fassung des Bestsellers zu einem akustischen Erlebnis. --Christian Stahl

Autorisierte Lesefassung, Spieldauer ca. 596 Minuten, 8 CDs.

Pressestimmen

ist ein unerhörter, wundervoller Roman. (Jonathan Franzen)

Ein wunderbares Buch, reich an Geschichte und Geschichten, an Liebe, Glück Leid, Trauer und Tiefsinn, an Witz und an Fabulier- und Erinnerungslust. (Bernhard Schlink)

Eugenides ist ein Erzähler, der seine Leser schamlos in seinen Bann zu schlagen versteht. Und sein Buch ein Geschenk an die literarische Welt. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Ein spannender, origineller und sehr witziger Roman. (Der Spiegel)

Der nächste große Wurf der neuen US-Literatur. (Die Welt)

Ein hinreißend reicher, kühner Roman - zu Recht ein großer Erfolg. (Salman Rushdie) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von marielan VINE-PRODUKTTESTER am 11. November 2004
Format: Taschenbuch
Cal Stephanides, Enkel griechischer Einwanderer, die sich in Detroit niedergelassen haben, erzählt seine Familiensaga ausgehend vom Aufbruch der Großeltern aus Smyrna bis zu seinem Leben als Hermaphrodit.
Von Anfang an lässt der Erzähler den Leser nicht im Ungewissen über seine Eigentümlichkeit, Merkmale beiderlei Geschlechts zu besitzen, was bei ihm genetisch bedingt ist. Um den genauen Weg des Gens zu verfolgen, das, über Generationen rezessiv vorhanden, nun bei ihm dominant geworden ist, setzt er bei seinen Großeltern Lefty und Desdemona an, die zwar von Geburt her sowohl Geschwister als auch Cousins sind, aber dennoch später ein Ehepaar werden. Ihr gemeinsamer Sohn Milton heiratet auch eine direkte Cousine.
Der Autor erzählt die Geschichte, die in weiten Teilen eine Leidensgeschichte ist, leicht und locker, melancholisch zwar, aber ohne Jammer oder Sentimentalität. Auffallens ist die Langsamkeit und die epische Breite schon in diesem Teil des Buches, der eigentlich nur Vorgeschichte ist.
Der Moment, auf den hin sich die Spannung des Buches aufbaut, ist die Entdeckung der Zweigeschlechtlichkeit und die Frage, wie Cal dies verkraftet und wie es sein weiteres Leben beeinflusst. Doch vorher lebt er zunächst 14 Jahre als Mädchen; er entdeckt Besonderheiten an sich - seine pubertäte Entwicklung ist nicht die eines Mädchens - und empfindet Liebe und sexuelles Hingezogensein zu Mädchen. Als Leser steht man daneben und fragt sich fassungslos, wieso in all den Jahren sowohl der Mutter (z.B. beim Wickeln) als auch den Ärzten die Zweigeschlechtlichkeit verborgen blieb. Der einzige, der feststellt, dass er anders ist als die andern und sich daher z.B.
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82 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 7. Mai 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Ach, ein wundervolles Buch: Auch wenn ich es anfangs nicht lesen wollte – Hermaphroditen gehörten bisher nicht auf die Hitliste der Themen, die mich brennend interessieren –, kann man sich der Geschichte schon nach der ersten Seite gar nicht mehr entziehen: Eugenides erzählt eine hinreißend berührende, humorvolle und ganz und gar dramatische Familiengeschichte, die um 1920 in einem kleinen Dorf in Griechenland mit einem Geschwisterpaar beginnt und auf dem Weg nach Amerika eine inzestuöse Wendung nimmt, und nach langen Jahren in Detroit schließlich im heutigen Berlin landet. In der Geschichte des Mädchens Callie, die nach einer verwirrenden Liebesgeschichte erst nach einem Unfall in ihrer Pubertät endlich erfährt, warum sie so anders ist, als die anderen Mädchen, geht es dabei auch gar nicht um Abnormalität: Callie oder Cal und ihre/seine erstaunliche Suche nach dem eigene Geschlecht verkörpern die ewigen Fragen danach, wer man eigentlich ist, woher man kommt, und wohin man gehört. Eugenides erzählt nicht nur eine sensationelle Geschichte, die man noch nie gehört hat, sondern verliert innerhalb seines komplexen Romans nie das Gleichgewicht, beschreibt alle häufig verunsichernden Facetten mit Einsicht, Intelligenz und großer Wärme.
Und wenn man plötzlich am Ende dieses Romans angekommen ist, bleibt einem als Trost nur, dass man ja gleich wieder von vorne anfangen kann.
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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von sonnenblumensammler am 7. Juli 2006
Format: Taschenbuch
Dies ist die Geschichte von Schwester und Bruder im Griechenland der Zwanziger Jahre, die durch Kriegswirren und Flucht zu Mann und Frau werden. Jahre später hat der Inzest überraschende Folgen: der Hermaphroditismus eines Enkels, des Erzählers Callie Stephanides, der genetisch ein Mann ist, als Mädchen aufwächst, und im pubertären Alter seine zweite Geburt in einem anderen Geschlecht erlebt.

Ein Roman, der alles sein will: packendes Geschichtszeugnis, Liebesgeschichte, Familiensaga, wissenschaftlicher Exkurs in die Genetik, Selbstfindung eines Heranwachsenden und eine Geschichte der Stadt Detroit. Kann so etwas gut gehen ? Mit origineller und erfrischender Sprache schafft es Eugenides stets, den überaus weiten Bogen zu spannen. Man merkt dem Roman die Ordnung und Organisiertheit an, die nötig ist, um dem gerecht zu werden. Aber ist es nicht genau das, was das Leben ist: ein Potpurri aus Diesem und Jenem? Mit einem originellen Wortreichtum wie einem bunten Blumenstrauss hat Eugenides die Zügel stets fest in der Hand. Die Häufigkeit, mit der sich in diesem Roman unglaubliche Begebenheiten aneinanderreichen, stellt allerdings das Durchschnittsleben mit Sicherheit in den Schatten. Herzerfrischend kommt der Roman daher, die über 700 Seiten werden so zum kurzweiligen Vergnügen.

Zwischendurch stösst man im Text immer wieder auf wirklich sensationelle Passagen, hier vor allem zu nennen die erste Liebe zu dem Mädchen, das nur "das Objekt" genannt wird (ab Seite 451 der rororo-Paperback-Ausgabe). Frei von sexuellen Vorurteilen und Erfahrungen erlebt der Romanheld eine überaus feinfühlige Flut erster sexueller Regungen.
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82 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Robert Pfrogner am 4. Juli 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Vor den über 700 Seiten könnte man schon Angst haben. Wird die Familiensaga eines nach Amerika ausgewanderten Griechen wirklich fesseln können? Wie schon bei Jonathan Frantzen, zieht man auch bei J. Eugenides den Vergleich mit den Boodenbrooks und erschauert: war das nicht unendlich langweilig? Ja, es war, wenn man es mit dieser Geschichte vergleicht. Sie fließt und fließt und man kann gar nicht aufhören. Doch der Inhalt kann es nicht sein, denn man weiß schon, wie es ausgehen wird. der Klappentext beschreibt rasant kurz die ganze Handlung. Also ist es etwas anderes, das einen fasziniert am Buch kleben läßt, warum man sich einen langen Urlaub wünscht, um es in einem Ruck lesen zu können. Diese wunderbare Sprache ist das eine - das wünschte man sich gern von einem deutschen Schriftsteller auch. Der Übersetzer jedenfalls muß auch genial sein - die scharf gezeichneten Personen sind das andere. Ich möchte nie eine Verfilmung von dem Buch sehen, denn meine Bilder sind fix und fertig im Kopf. Genauer als Eugenides bringt es ein Regisseur, bzw. Filmproduzent niemals hin. Ja und Sex gibt es in Middlesex auch. Schön zu lesen. Wenn man schon weiß, dass es Inzest und Hermaphroditisches gibt, dann kann man schon erstaunt sein, wie geschmackvoll das zu beschreiben ist. Vielleicht liegt es aber daran, dass Griechen damit schon seit über 3000 Jahren damit irgendwie umgehen können. Aber das ist alles nicht so wichtig. Wichtig ist: unbedingt lesen!
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