ProduktinformationPlattform: PC | Version: Standard
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Auf den ersten Blick wirkt vieles vertraut: Man sammelt Ressourcen wie Erz, Holz, Öl und Nahrung, baut Gebäude und produziert Bürger und Truppen. Ein weit verzweigter Technologiebaum verschafft Ihnen bei entsprechender Forschung Zugang zu neuen Waffen, Bauten und verbesserten Produktions- und Abbaumethoden. Erfahrene Echtzeitstrategen kennen das alles natürlich bereits. Neu ist hingegen, dass es nicht nur darum geht, den eigenen Einflussbereich zu vergrößern, indem man mit anderen Ländern und Nationen Krieg führt, sondern gleichzeitig Handel treibt und sich diplomatisch betätigt. Darüber hinaus stellen Sie Ihre Fähigkeiten statt in einzelnen Kampagnen im innovativen Modus "Welteroberung" unter Beweis. Das heißt, Sie wählen eines der insgesamt 18 verfügbaren Völker und können dann im Stil des Klassikers Risiko Ihre Nachbarländer angreifen. Das sollten Sie allerdings erst tun, wenn Sie mit anderen Ländern Bündnisse eingegangen sind, um sich so a) den Rücken freizuhalten und b) bei Bedarf Verstärkung anfordern zu können.
Sobald Sie mit kriegerischer Absicht in ein Land einmarschiert sind, findet das weitere Geschehen in Echtzeit statt. Hier gilt es dann, eine Siedlung zu errichten, Rohstoffe abzubauen, Forschung zu treiben und Truppen aufzustellen, mit denen Sie anschließend in die Schlacht ziehen. Tragen Sie dabei den Sieg davon, verschafft Ihnen das zusätzliche Armeen, Tributzahlungen, spezielle Ressourcen oder Ereigniskarten. Letztere verschaffen Ihnen bestimmte Vorteile im Kampf, indem Sie beispielsweise die Boni Ihrer Gegner blockieren oder Sie ein Weltwunder bauen lassen -- alles Dinge, die man bislang vor allem aus Brettspielen kannte.
Während Sie durch 6.000 Jahre Erdgeschichte voranschreiten, bricht alle drei Spielrunden eine neue Epoche an. Es empfiehlt sich, die eigene Strategie von der jeweiligen Epoche abhängig zu machen, in der man sich gerade befindet. Denn jede Nation verfügt zwar über gewisse Spezialeinheiten, diese stehen jedoch nur in bestimmten Zeitphasen des Spiels zur Verfügung. Baut man als Deutscher z. B. im Industriezeitalter besonders gute Panzer, haben die Spanier, die zu diesem Zeitpunk über keine nennenswerten Elitetruppen verfügen, wenig zu melden. Außerdem neu: Spieler dürfen innerhalb ihres eigenen Gebietes bauen -- feindliche Einheiten, die sich auf Ihren Grund und Boden verirren, nehmen automatisch Schaden.
Erschwert werden Eroberungszüge außerdem dadurch, dass man mit klassischen Echtzeitstrategie-Taktiken in Rise of Nations nicht sonderlich weit kommt. Um zum Beispiel eine Stadt einzunehmen, müssen Sie ihre Trefferpunkte auf Null reduzieren und die Stadt anschließend eine vorgegebene Weile gegen den Gegner verteidigen. Da man in dieser Phase natürlich sehr anfällig ist, setzt Ihr Widersacher in der Regel alles daran, die Stadt vor Ablauf der Frist wieder in seine Gewalt zu bringen. Ausgesprochen hitzige Gefechte sind die Folge. Diese werden grafisch eindrucksvoll wie in noch keinem anderen Titel des Genres in Szene gesetzt.
Damit der Einstieg möglichst leicht fällt, erklärt ein umfangreiches Tutorial die wichtigsten Elemente des Spiels -- Steuerung, Spielprinzip sowie die grundlegenden Einheiten und Gebäude. Fans von Mehrspielerpartien kommen bei Rise of Nations ebenfalls voll auf ihre Kosten. Das dynamische Spielprinzip lässt extrem schnelle Partien zu. Die vielen eigens erstellten Multiplayer-Karten -- vom staubigen Outback bis hin zur verschneiten sibirischen Steppe -- beeinrucken schon durch ihre schiere Größe. Vor allem die unterschiedlichen Spielmodi wie z. B. "Sudden Death" oder der Modus "Assassin", in dem jeder Spieler einen ganz bestimmten Gegner zugewiesen bekommt, den er vernichten muss, tragen enorm zur Langzeitmotivation des Spiels bei.
Unterm Strich ist Rise of Nations ein heißer Tipp für alle, die sowohl Gefallen an großen Echtzeitschlachten à la Empire Earth als auch an strategischem Städtebau im Stil von Civilization 2 finden. --Andreas Kasprzak
Pro:
- erobern von Gebäuden
Alles in allem ein sehr gutes RTS-Game
Das Prinzip, seine Basis auszubauen, Arbeiter an die Arbeit zu schicken, Truppen auszuheben und schließlich den Feind damit zu Lande, zu Wasser und in der Luft nieder zu machen, ist wohlbekannt und unverändert. Die Neuerungen liegen in den Details.
Anders als wie bei Age of Empires, das wahrscheinlich als direktes Vorbild diente, kann man hier seine Gebäude nicht einfach irgendwohin bauen. Man muß Städte bauen (ein Gebäudetyp) und das Stadtzentrum hat einen Radius. Und nur innerhalb dieses Radius kann man bestimmte Gebäude aufstellen, wie z.B. Bibliothek, Kathedrale, Universität etc. Eine ganze Reihe von Gebäuden kann man auch außerhalb der Städte errichten (Minen, Holzfällerlager und Ölbohrtürme sowie alle militärischen Einrichtungen), aber auch die nicht überall, denn es gibt auch noch Landesgrenzen:
Jede Stadt hat einen zweiten Radius, und der beschreibt das Land, das einem gehört. Und man kann neue Städte auch nur innerhalb des eigenen Landes gründen; wobei erfreulicherweise das Land sich dann durch die neue Stadt vergrößert.
Die Forschung ist ein wenig abstrakter als bei den altbekannten Spielen, so erforscht man nicht Bronzeverarbeitung sondern "Militär Stufe 2". Auch Forschung ist eine Ressource wie Holz und Eisen, man kann in seinen Städten Universitäten bauen und diese mit Gelehrten besetzen, die dann fleißig Ideen produzieren.
Die Forschung und Entwicklung erstreckt sich über die gesamte bekannte Menschheitsgeschichte und noch darüber hinaus.
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