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Microsklaven.
 
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Microsklaven. (Taschenbuch)

von Douglas Coupland (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 461 Seiten
  • Verlag: Goldmann (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442540356
  • ISBN-13: 978-3442540358
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 514.189 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 15 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Zeitgenössische Literatur > Internationale Autoren > Coupland, Douglas

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mikrosklaven ist die Geschichte einer Gruppe von jungen Leuten, die für die heutige Zeit durchaus repräsentativ sein könnte. Alles beginnt im Hause eines renommierten Softwarekonzerns in Redmond, dessen Name vom Autor nicht geändert wurde, weswegen Ähnlichkeiten mit einer existierenden Firma nicht zufällig, sondern beabsichtigt sind. Das Unglaubliche ist eingetreten: Ein Programmierer wird für einen Fehler von Bill persönlich per Email "geflamet", was bisher nur in Ausnahmefällen vorgekommen sein soll. Der Alltag bei Microsoft ist hart, bekanntlich haben diejenigen, die dort angestellt sind, im Grunde kein Privatleben, da ihr ganzes Leben sich quasi in der Firma abspielt. Die eigene Wohnung ist nicht mehr als ein Schlafplatz, weswegen jeder sich bemüht, sein Büro so persönlich zu gestalten wie nur möglich, denn dort verbringt man schließlich die meiste Zeit. Douglas Coupland erzählt seine Geschichte aus der Sicht von Dan, einem Mitglied der Gruppe, der eine Art Tagebuch führt, und es ist in der Ich-Form geschrieben. Dan erzählt von seinen Freunden, seiner Familie, was er den Tag über erlebt, was er denkt und fühlt.

Allen ist klar, dass sie bei Microsoft auf Dauer nicht überleben können, es sei denn, sie verzichten völlig auf ein Privatleben. Was liegt also näher, als sich selbständig zu machen und dem großen Vorbild nachzueifern? An Ideen mangelt es ihnen nicht, auch nicht an der nötigen Begeisterung, die dieser Aufbruch in eine ungewisse Zukunft mit sich bringt. Der Leser begleitet sie auf ihrem Weg ins "Erwachsenenleben" und hat teil an ihren kleineren und größeren Sorgen und Nöten.

Wer einen reißerischen Roman erwartet, in dem pausenlos Intrigen gesponnen werden, ist mit Microserfs schlecht bedient. Es passiert im Grunde nicht viel, aber weil jeder, der an der neuen Informationsgesellschaft teilnimmt und sich (vielleicht) noch gut daran erinnert, wie er mit 23 Jahren gedacht und gefühlt hat, sich in irgendeiner Weise mit den Charakteren identifizieren kann, ist das Buch nicht nur für die Altersgruppe lesenswert, deren Leben es beschreibt. Der etwas eigenwillige Erzählstil von Douglas Coupland ist zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber so originell, dass man kaum umhin kann weiterzulesen, auch wenn man im allgemeinen Erzählungen in der Ich-Form nicht sonderlich schätzt.

Auch wenn Microserfs kaum ein literarisches Meisterwerk darstellt, beschreibt es sehr anschaulich die "Welt" der heute Zwanzig- bis Dreißigjährigen, ist aber denjenigen, die noch immer keinen Zugang zu Computern gefunden haben und denen das "Globale Dorf" namens Internet weiterhin suspekt ist, als Lektüre kaum zu empfehlen. --Monika Hübner -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Neue Zürcher Zeitung

Makrosatire

Douglas Coupland: «Microsklaven»

Ein guter Satiriker ist, wer mit Übertreibung, Ironie und Spott eine Lebenswelt anprangert, die dem Publikum erschreckend bekannt und zugleich neu vorkommt. Dabei sollte die Satire die Wirklichkeit durch ästhetische Nachahmung geisseln und an einer bestimmten Richtlinie orientiert sein. Und nicht zuletzt muss der Autor lächeln, wenn er die Wahrheit sagt. Es scheint, als ob unsere Zeit mit ihrem oft empfundenen Fehlen an verbindlichen Normen und Werten den idealen Nährboden für böse Karikaturen böte. Während im Fernsehen die aus Amerika importierte Figur des «stand-up comedian» zunehmend reüssiert, musste man auf einen versierten Literaten aus dem Angelsächsischen lange warten. Bis man auf den Ironiker Douglas Coupland stiess. Der 34jährige Kanadier, der durch seinen Roman «Generation X» (deutsch 1994) bekannt wurde, vermag es in der Tat, zeitgemässe Satiren zu formulieren. Seine neuen Helden hat er nun «Microsklaven» genannt. Es sind Computerexperten um die Dreissig, die ein postmodernes Dasein fristen: aufreibende Arbeit, hochkomplexe Beziehungen, frappierendes Sinndefizit.

Die Wirklichkeit des Romans bildet die Welt der Softwarefirmen in Kalifornien, wo der Ich-Erzähler Daniel mit Freunden ein eigenes Unternehmen aufbaut. Der Unfreiheit im Dienste von Bill Gates überdrüssig, haben die jungen Leute ein sicheres Gehalt gegen das Risiko getauscht, ihr Programm «Oop!» gut zu verkaufen. Im Umfeld dieser Handlung – sie endet vielversprechend – hat Coupland neben den Liebesgeschichten den Arbeitsplatzverlust von Daniels Vater placiert, der trotz frustrierender Jobsuche neues Selbstbewusstsein gewinnt. Doch das, was geschieht, ist nur von marginaler Bedeutung. Denn wie im gerade angelaufenen Film «Trainspotting» von Danny Boyle fasziniert vor allem die Sprache, die das fieberhafte Tasten nach Neuland im vierten Lebensjahrzehnt transportiert: Das Unterbewusstsein der Personen – die teils wie der skurrile Informatiker nebenan, aber nie garstig erscheinen – wird grandios nach aussen gestülpt.

Coupland lässt uns dabei nicht nur an Daniels Gedankenwelt teilhaben, sondern auch direkt ins Herz und Hirn der anderen Charaktere schauen: zum Beispiel dadurch, dass der Erzähler die E-Mails und Faxe seiner Freunde oft ungekürzt in das «Tagebuch» übernimmt, das den Roman bildet. So glaubt die kühle Klara: «Körper sind wie Disketten mit Symbolen. Man klickt sie an und sieht sofort die Grösse und Art der Dateien. Beim Menschen erscheint die Information im Gesicht.» Während diese Ausdrucksweise oft nur einen witzigen Szenejargon imitiert, erzeugt Coupland mit der auf Fernseh- und Comicserien sowie Werbung reflektierenden Schilderung Daniels eine beängstigende Atmosphäre: Die beruflich bedingte Beschreibung wird durch die permanente Gleichsetzung mit Erfahrungen aus zweiter Hand an die Seite gedrängt. Jemand redet etwa «wie Cindy Brady aus ‹Drei Jungen und drei Mädchen›», ein anderer mutiert gleichsam zu «Marvin» aus den Bugs-Bunny-Cartoons, ein dritter wiegt so viel «wie eine Franklin-Mint-Figur». Schöne arme Welt.

Indem Coupland derlei Bemerkungen als Notizen Daniels kaschiert, kann er die oft rein additiv wirkende Konstruktion rechtfertigen. Die Gedanken, die zu kleinen Absätzen zusammengefasst sind, passen sich der geschrumpften Aufmerksamkeitsspanne der Fernsehgesellschaft an und persiflieren sie gleichzeitig. So hat Coupland nach dem Tal, das er mit «Shampoo Planet» (1994) und «Life after God» (1995) mangels sprachlichen Raffinements durchmass, nunmehr einen neuen Höhepunkt erreicht.

Thomas Leuchtenmüller -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Coupland - king of the cubical planet, 20. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Microsklaven (Taschenbuch)
Da lebt man in seiner Welt, programmiert sich die Finger blutig und denkt alles sei in bester Ordnung. Die Erde ist rund besteht aus Dreck ist teilweise mit Wasser und Gras überzogen, in der Mitte isses heiss und der Computer ist Dein Freund. Dann kommt Herr Coupland daher und zeigt uns dass selbst die technischste aller Tätigkeiten einen philosophischen Gedanken wert ist, und sei es über Lego. Niemals zuvor hat jemand den Programmieralltag mit all seinen so "aufregenden" Facetten so wunderbar in Worte gefasst wie Coupland (Naja, wer sonst). Und dazu erfährt man noch sehr aufschlussreiche Dinge, z.B. wusste ich nicht was "Klumpentage" sind. Angehende Informatikstudenten sollten sich dieses Buch zu Gemüte führen bevor sie sich auf irgendwas einlassen was sie vielleicht bereuen könnten. Ich bin berührt ... es gibt jemanden der uns versteht. Danke Douglas.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Alles - nur keine Nerd-Satire, 11. März 2004
Diese Rezension stammt von: Microsklaven (Gebundene Ausgabe)
Hier geht es um das Leben, die Liebe, den Tod und die Welt - auf keinen Fall darum, ein Buch über Nerds für Nerds zu schreiben. Coupland portraitiert eine Schicht der ersten computerisierten Generation und stellt an ihr heraus, um was es im Leben wirklich geht - um's Leben.
Wer das als Nerd-Satire verkennt, hat sich von der schönen Geek-Oberfläche des Romans ablenken lassen.

Kleine Unstimmigkeit: die Übersetzung scheitert öfters an den englischen Wurzeln und Insider-Witzen der Nerdsprache. "Interaktive Jungfrauen" ist nunmal einfach "Interactive Virgin" ist nunmal "Virgin Interactive".

Ansonsten: Ein schönes Buch das man viel zu schnell gelesen hat. Aber der Wiederspielbarkeitswert ist hoch - also gleich nochmal lesen.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine Hommage an Geeks, 23. Januar 2004
Von Torsten Olt "nasebaer" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Mit Mikrosklaven wagt Douglas Coupland einen Tagebuchartigen Ausflug in die Welt der Geeks. Eine Welt, die für 'normale' Menschen sonderbar und teils wohl auch abartig erscheinen muss.

Zweidimensionale Lebensmittel, Fast Food, Lego, Programmiersprachen, endlose Debug-Sessions, einkaufen, wenn andere schlafen und übermüdet in's Bett fallen, wenn andere gerade zu ihrem langweiligen Büro-Verwaltungs-Job gehen.

Das ist das Leben von Daniel Underwood, einen Geek, einem Programmierer in einem großen Redmonder Unternehmen, welches nicht genauer benannt wird, der Boss jedoch für alle der große Bill! ist. Tagebuchartig beschreibt Douglas Coupland das Leben von Daniel und seinen Freunden. Sie alle, versauert in Redmond, machen sich nach dem Ausstieg eines Freundes auf den Weg nach Kalifornien - natürlich in's Silicon Valley - um ihm zu folgen und eine neue Firma zu gründen. Und dabei entdecken sie, dass es mehr gibt, als nur Bits und Bytes. Sie entdecken die Liebe, das Leben und die Tragödien des Seins.

Das alles klingt nach einem schmalzigen Aufguss, kommt jedoch in sehr amüsanter Form daher und lädt zum schmunzeln - für eingeweihte Geeks sogar zum unkontrollierbaren prusten - ein. Dies ist kein konventionelles Buch. Eingearbeitete Seiten mit anderer Schrift, Seiten in binär oder anderem Code lockern auf und lassen einen nicht los. Der Leser lechzt nach mehr und die Enttäuschung am Ende des Buches ist groß. Nicht, wegen dem Ausgand, sondern weil es schon zu Ende ist.

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5.0 von 5 Sternen wie immer lesenswert - ein Coupland eben
Wie immer muten Inhaltsangaben und Kurzbeschreibung bei den Büchern Douglas Couplands ein wenig wirr an und würden - zumindest mich - eher selten dazu bewegen, eines dieser Bücher... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von el Barto veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen
Wer in der Branche taetig ist wird diese Buch lieben. Alle die darin vorkommenden Charaktere finden sich mit sicherheit auch in einem anderen grossen IT Unternehmen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. September 2006 von C. Scharf

2.0 von 5 Sternen ambivalent
etwa bis ende des ersten drittels des buches hatte ich die befuerchtung ich muesste mein atheistisches weltbild revidieren - denn etwa so lange hatte ich coupland im verdacht gott... Lesen Sie weiter...
Am 27. Dezember 2003 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Generation @
Couplands Buch berührt genau jenen Punkt, wo diese in relativer Sorglosigkeit aufgewachsene Generation am verletzlichsten ist, wo es schnell zu bluten anfängt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Mai 2002 von Tatiana Pongratz

5.0 von 5 Sternen Genial, realitätsnah, WAHR
Einfach genial und genial einfach beschreibt er mein Lebensgefühl und das Lebensgefühl aller die in der Computerwelt arbeiten und leben...
Veröffentlicht am 18. Februar 2001 von Harald Wittmaack

5.0 von 5 Sternen genial, ironisch, amerikanisch
Dieses Buch ist der bisher genialste AB- oder auch Lobgesang auf all die Nerds, Geeks, Techies und wenn auch immer in unserer (aber vor allem der amerikanischen! Lesen Sie weiter...
Am 16. September 2000 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Ein Junk-Book mit Humor
Dieses Buch verkörpert DAS Lebensgefühl der sog. Generation @ (was für eine besch... Bezeichnung!). Jedoch erzählt der Autor nicht nur von der Lebensweise, sondern er läßt den... Lesen Sie weiter...
Am 28. August 2000 veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Coupland ist wieder direkt vor Ort und aktuell!
Was Douglas Coupland mit Microsklaven hier zu papier gebracht hat, ist bissigstes Entertainment, ohne auch nur eine Sekunde anstrengend zu sein. Lesen Sie weiter...
Am 11. August 2000 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Getroffen...
Ich bin begeistert! Eigentlich habe ich mich vorher werder für einen "Nerd" noch für einen "Geek" gehalten, aber die Ähnlichkeiten sind einfach frappierend... Lesen Sie weiter...
Am 21. Juni 2000 veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen einfach schlecht
"Microserfs" ist eines der schlechtesten Buecher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Am 18. April 2000 veröffentlicht

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